Buddhismus, Bhodisatva, Josafat
Verfasst: 25.05.2007, 20:26
Hallo,
ich interessiere mich sehr für den Buddhismus. Ich will nicht übertreten, nur aus wissenschaftlicher Neugier.
Viele Lehren des Buddha über das Leben und über Askese sind ja ähnlich wie bei uns in der orthodoxen Kirche. Das, was uns von den Buddhisten aber trennt ist, dass diese keinen Gott annehmen. Möglicherweise liegt das aber daran, dass Buddha nichts über Gott lehren konnte, weil er ihn nicht kannte. Man muss es ihm natürlich lassen, dass er trotzdem die hinduistischen Götzen verwarf und sagte diese sind falsch.
Weiter gibt es die Behauptung, dass der Hl. Josafat, Prinz von Indien, der Bhodisatva ist. Die ganze Lebensgeschichte dieses Heiligen hat ja verdächtig viele Ähnlichkeiten mit dem Leben des Buddha. Nach Meinung einiger Leute ist Bhodisatva als vorchristlicher Heiliger anzusehen und die erwähnte Lebensgeschichte des Josafat ist eine in christliche übertragene Umsetzung des Lebens des Buddha. Es gibt z. B. auch Ikonen des Josafat in einem sehr buddhistisch aussehenden Gewand.
Ich habe mich mit dem Leben des Buddha befasst und eine der interessantesten Aussagen war: "Nach mir wird einer kommen, der Größer sein wird als ich. Sein Name wird Liebe sein" Matreija ist das (indische?) Wort für Liebe.
"Gott ist Liebe" - somit hätte Buddha in seinem Leben Christus vorausverkündigt und wäre ein vorchristlicher "Vorläufer des Herrn".
Wenn man das Troparion zu diesem Josafat liest, merkt man auch, dass der Text sich von den anderen unterscheidet, oder sich, imho, etwas buddhistisch anhört.
Klar. Selbst wenn Buddha ein Heiliger ist/wäre, dann würde das natürlich nicht den Buddhismus gleich zur heilbringenden Religion machen. Diese sind nach wie vor keine Christen. Obwohl Sie, nach Buddhas Lehre, Matreija, also Christus annehmen müssten.
Hat sich schon mal jemand von euch mit dieser Sache befasst? Was haltet ihr davon? Vllt haben wir hier auch einen Theologen/eine Theologin, die sich dazu äußern wollen.
MfG
nik
ich interessiere mich sehr für den Buddhismus. Ich will nicht übertreten, nur aus wissenschaftlicher Neugier.
Viele Lehren des Buddha über das Leben und über Askese sind ja ähnlich wie bei uns in der orthodoxen Kirche. Das, was uns von den Buddhisten aber trennt ist, dass diese keinen Gott annehmen. Möglicherweise liegt das aber daran, dass Buddha nichts über Gott lehren konnte, weil er ihn nicht kannte. Man muss es ihm natürlich lassen, dass er trotzdem die hinduistischen Götzen verwarf und sagte diese sind falsch.
Weiter gibt es die Behauptung, dass der Hl. Josafat, Prinz von Indien, der Bhodisatva ist. Die ganze Lebensgeschichte dieses Heiligen hat ja verdächtig viele Ähnlichkeiten mit dem Leben des Buddha. Nach Meinung einiger Leute ist Bhodisatva als vorchristlicher Heiliger anzusehen und die erwähnte Lebensgeschichte des Josafat ist eine in christliche übertragene Umsetzung des Lebens des Buddha. Es gibt z. B. auch Ikonen des Josafat in einem sehr buddhistisch aussehenden Gewand.
Ich habe mich mit dem Leben des Buddha befasst und eine der interessantesten Aussagen war: "Nach mir wird einer kommen, der Größer sein wird als ich. Sein Name wird Liebe sein" Matreija ist das (indische?) Wort für Liebe.
"Gott ist Liebe" - somit hätte Buddha in seinem Leben Christus vorausverkündigt und wäre ein vorchristlicher "Vorläufer des Herrn".
Wenn man das Troparion zu diesem Josafat liest, merkt man auch, dass der Text sich von den anderen unterscheidet, oder sich, imho, etwas buddhistisch anhört.
Klar. Selbst wenn Buddha ein Heiliger ist/wäre, dann würde das natürlich nicht den Buddhismus gleich zur heilbringenden Religion machen. Diese sind nach wie vor keine Christen. Obwohl Sie, nach Buddhas Lehre, Matreija, also Christus annehmen müssten.
Hat sich schon mal jemand von euch mit dieser Sache befasst? Was haltet ihr davon? Vllt haben wir hier auch einen Theologen/eine Theologin, die sich dazu äußern wollen.
MfG
nik