Milo hat geschrieben:Lieber Walter, grüß Gott!
Deine Antwort scheint mir etwas konfus...aber lass mich an konkreter Stelle schreiben warum.
Liebe Milo,
ehrlich gesagt bin ich ziemlich überrascht, dass Du mich so gründlich missverstanden hast. Mag sein das ich Deine etwas offene Frage anders aufgefasst habe, und Du eigentlich auf etwas ganz anderes hinaus wolltest. Ich dachte, Du spieltest auf einen konkret erlebten Fall aus, den Du mit erlebt hast, oder er Dir zugetragen wurde.
Milo hat geschrieben:Es gibt auch ganz einfache Gründe, weshalb ein Priester manchmal gar nicht selbst zelebrieren dürfte. Z.B., wenn er auf dem Weg zur Kirche ausrutscht und sich das Knie so aufschlägt, sodass es blutet (wie bei Frauen während ihrer Tage).
Das ist richtig und es war mir einleuchtend, das wollte ich aber garnicht wissen. Mir geht es darum wenn alles "normal" ist, dh. keine Krankheiten, Verletzungen, Auferlegnung etc.
Genau das ist wohl das Missverständniss: Meine ganze Antwort bezieht sich darauf, dass in Deinem Fall womöglich der Priester unwürdig war, zu kommunizieren.
Milo hat geschrieben:Wenn er nun Gastzelebranten hat, ist es wohl besser, selbst nicht mitzuzelebrieren. Ob er dann in den Altarraum gegen darf, um z.B. den ortsfremden Vätern die Gebetstexte rauszusuchen, weiß ich nicht.
? warum soll es besser sein das er nicht (mit)zelebriert...vor allem ist er doch in dieser GEmeinde als Gemeindepriester seitens Bischof eingesetzt.
Milo, verzeih mir, aber ich glaube, weil Du was anderes wissen wolltest, hast Du jetzt selbst etwas in meine Antwort interpretiert, wodurch sie Dir konfus erscheint:
Wie ich einen Satz zuvor geschrieben habe darf er (eigentlich) nicht zelebrieren.
Milo hat geschrieben:Die heiligen Gaben dürfte er wohl auch gar nicht zu sich nehmen ("verpflichtet" ist man da doch sowie nie). Wenn er sich nun "frei" unters Volk mischt, nimmt er ja auch an der Liturgie und Eucharistie teil, so wie die Heiligen, die ja auch nicht selbst kommunizieren dürfen.
? Meinst Du das in Bezug das er irgendwo blutet? Wenn ja, dann kann ich Dir folgen...kanonisch ist der Priester (und Diakon), wenn er zelebriert, verpflichtet zu kommunizieren. Ich wollte wissen, was nun wenn er nicht zelebriert aber als Priester anwesend ist!?
Genau um den Fall geht es doch die ganze Zeit. Meinst Du nun, wenn er nicht zelebrieren kann, darf er überhaupt nicht an der Liturgie teilnehmen?
Milo hat geschrieben:Meiner Meinung nach (aber hoffentlich auch aller Priester) ist es doch so, das ein Priesteramt kein Handwerk ist dass man wie die profanen Berufe lernt und ausübt. Dieses Amt ist nicht von dieser Welt und unterliegt anderen Voraussetzungen, Pflichten, usw.
Sorry, jetzt stehe ich auf dem Schlauch:

Was hat das mit Deinem zuvor Gesagten zu tun?
Milo hat geschrieben:Deinen Satz mit den Heiligen dia ja auch selbst nicht kommunizieren dürfen verstehe ich nicht.
Den habe ich auch gar nicht geschrieben.

Die Heiligen
können nicht kommunizieren, weil sie ja nicht körperlich anwesend sind, sondern nur im Geiste teilnehmen.
Milo hat geschrieben:Er wird es auf jeden Fall nicht an die große Glocke hängen (müssen), warum er an einem bestimmten Tag unwürdig ist, die Kommunion zu empfangen oder zu zelebrieren. Schlimmer wäre es wohl wenn er keine Gastzelebranten hätte: Ich denke, da überlegen sich auch manche Priester, die Liturgie eher unrein zu zelebrieren, als die angereisten Gläubugen zu enttäuschen, dass es heute keine Liturgie gibt.

Naja die typische Frage, wer ist den überhaupt würdig? Ein Priester, denke ich, weis schon wann die Vorbereitung für den Liturgiedienst beginnt, und er somit sich "würdig" vorbereitet...hier betrachte wieder den "NOrmalfall", dh. keine Krankheitsfälle usw.
Das verstehe ich wieder nicht: was heist das er eher
unrein zelebriert als zu enttäuschen?
Es gilt entweder oder...entwed er ist oder er ist nicht und muss einen Amtsbruder bestellen damit die Göttlich Liturgie auf alle Fälle statt findet.
Danke, das war eigentlich
alles was ich wissen wollte. Hierzulande ist es wohl eher schwer kurzfristig einen Amtsbruder zu bestellen, der nicht selbst sonntags vormittags zelebriert. Enttäuscht sind die Gläubigen sicherlich, wenn sie (nach mitunter auch langer Anreise) erfahren, dass die Liturgie ausfallen muss.
Milo hat geschrieben:Vermutlich gibt es da aber auch Ausnahmeregelungen.

Angesichts allem Durcheinander jetzt, wüsste ich nicht wo die Ausnahme beginnt und wo aufhört!?
Wenn Du sagst, "Es gilt entweder oder", kann es ja schlecht eine Ausnahme geben.
Milo hat geschrieben:etwas konfuser milo
Ich hoffe, Du bist es jetzt nicht mehr. Ansonsten darfst Du von mir aus unsere "off topic"-Diskussion gern aus dem Strang löschen, weil ich ja wirklich nur vermutet hatte, dass Du auf einen konkreten Fall anspielt, und nun meinerseits wissen wollte:
- ob ein Vater, der z.B. durch eine plötzliche Verletzung unwürdig wurde, zu zelebrieren und die Kommunion zu empfangen, trotzdem an der Liturgie teilnehmen darf, wenn er wie in Deinem Fall Amtsbrüder findet, die für ihn zelebrieren.
- Und zweitens, wenn er keine anderen Zelebranten findet, ob er trotz der Wunde zelebrieren dürfte. D.h. gibt es vielleicht eine Ausnahmeregelung. Aber anscheinend, wie ich vermutet hatte, nicht.
Ich wünsche Dir noch einen schönen und weitgehend kunfusionslosen Tag und wie gesagt, wenn Dir die Diskussion "off topic" erscheint, lösche sie bitte!
LG
Walter