Hallo Q.,
Question hat geschrieben:Hallo René
Also von Deinem heutigen Standpunkt ausgehend, ist Deine Argumentation verständlich. Aber ich glaube es macht wenig Sinn in diesem Thread mit Begriffen wie "Gotteslästerung" zu hantieren.
Sollte Martin auch ein einem freikirchlichen Forum gepostet haben, wird er wahrscheinlich auch eine Reihe katholischer/orthodoxer "Gotteslästerungen" aufgetischt bekommen haben. Ich glaube, das bringt - gerade hier - keinen weiter.
Ich sehe das eben anders. Wenn die Praxis im Widerspruch zu den Worten unseres Erlösers steht, kann man eben nicht von einer Apostolizität sprechen. Das Beispiel der Eucharistie (das ist nur ein Beispiel) ist da schon sehr deutlich, das ich gegeben habe! Siehe dazu bei
Mt.26, 26-28
26 Während sie aber aßen, nahm Jesus Brot und segnete, brach und gab es den Jüngern und sprach: Nehmt, eßt, dies ist mein Leib!
27 Und er nahm einen Kelch und dankte und gab ihnen den und sprach: Trinkt alle daraus!
28 Denn dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Mk.14,22-24
22 Und während sie aßen, nahm er Brot, segnete, brach und gab es ihnen und sprach: Nehmt, dies ist mein Leib!
23 Und er nahm einen Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.
24 Und er sprach zu ihnen: Dies ist mein Blut des Bundes, das für viele vergossen wird.
Lk.22, 19-20
19 Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis!
20 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.
Jh. 6, 32-35,
32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Mose hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahrhaftige Brot aus dem Himmel.
33 Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herabkommt und der Welt das Leben gibt.
34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!
35 Jesus sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: Wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr dürsten.
Jh.6,48-58
48 Ich bin das Brot des Lebens.
49 Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben.
50 Dies aber ist das Brot, das aus dem Himmel herabkommt, damit man davon esse und nicht sterbe.
51 Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist; wenn jemand von diesem Brot ißt, wird er leben in Ewigkeit. Das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt.
52 Die Juden stritten nun untereinander und sagten: Wie kann dieser uns sein Fleisch zu essen geben?
53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst.
54 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag;
55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.
56 Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm.
57 Wie der lebendige Vater mich gesandt hat, und ich lebe um des Vaters willen, <so> auch, wer mich ißt, der wird auch leben um meinetwillen.
58 Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herabgekommen ist. Nicht wie die Väter aßen und starben; wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.
Apg.2, 42,46
42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, im Brechen des Brotes und in den Gebeten.
46 Täglich verharrten sie einmütig im Tempel und brachen zu Hause das Brot, nahmen Speise mit Jubel und Schlichtheit des Herzens,
1.Kor.10,16-17
16 Der Kelch der Segnung, den wir segnen, ist er nicht <die> Gemeinschaft des Blutes des Christus? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht die Gemeinschaft des Leibes des Christus?
17 Denn ein Brot, ein Leib sind wir, die vielen, denn wir alle nehmen teil an dem einen Brot.
11,23-30
23 Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr Jesus in der Nacht, in der er überliefert wurde, Brot nahm
24 und, als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies tut zu meinem Gedächtnis!
25 Ebenso auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, dies tut, sooft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis!
26 Denn sooft ihr dieses Brot eßt und den Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.
27 Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein.
28 Der Mensch aber prüfe sich selbst, und so esse er von dem Brot und trinke von dem Kelch.
29 Denn wer ißt und trinkt, ißt und trinkt sich selbst Gericht, wenn er den Leib des Herrn nicht richtig beurteilt.
30 Deshalb sind viele unter euch schwach und krank, und ein gut Teil sind entschlafen.
aus der schon öfter zitierten Seite der grichisch orthodoxen Gemeinde in Berlin.
http://www.orthodoxinfo.de/Die%20Saeule.htm#Eucharistie
Diese Bibelstellen sind wohl deutlich genug, da kannst auch Du nichts zerreden.
Haben diese Fragen bei Deiner Konversion eine entscheidende Rolle gespielt? Spielen sie eine große Rolle für die orthodoxen Babuschki?
Wenn Du die Beiträge hier richtig gelesen hättest, würdest Du die Frage nicht stellen. Ich bin nicht konvertiert.
Und eine Frage des Geschmacks ist es sehr wohl. Dich hat die Erhabenheit der Liturgie angesprochen, andere empfinden den Prunk u.a. Besonderheiten der orthodoxen (oder auch katholischen) Liturgie als abstoßend. Oder kannst Du beweisen, dass Gott Kirchenslawisch besonders gerne hört?
Da kommen wir wieder zu dem Unterschied.
Ich würde mir nie anmaßen zu sagen, dass Gott dies und das besonders gerne hört. Hast Du schon eine griechische oder serbische Liturgie erlebt?
Diese sind ebenso orthodox! Also was willst Du erreichen mit Deinen Beiträgen? Es geht nicht um Geschmack oder Sprache. Ich besuche eine Gemeinde, wo Deutsch zelebriert wird.
Auch ist Dein "Prunk" totaler Quatsch! Bei uns z.B. gibt es kein Gold in der Gemeinde! Wo bleibt Dein "Prunk" da? Der Prunk ist der Lobpreis Gottes! Wenn viele Gemeinden ihr Gotteshaus besonders feierlich und schön - auch mit viel Gold - gestalten können, schön. Ich freue mich für diese.
Als römische Katholikin kennst Du auch sicher so manche schön ausgestaltete Kathedrale oder z.B. den Vatikan? Es scheint Dir scheinbar in all Deinen Beiträgen nur darum zu gehen, die Orthodoxie madig zu machen. Halte Dich doch in Zukunft bitte an geschichtliche und tatsächliche Fakten.
Auf der Homepage der Orthodoxen Kirchengemeinde Bischofsheim an der Röhn (
http://jml.privat.t-online.de/start.html) habe ich folgendes gefunden, dass dies (was Du als Geschmack bezeichnest) sehr gut erklärt.
"Ursprünglich wurde der Begriff "orthodox" auch in der römischen Kirche gebraucht, wie auch die Orthodoxe Kirche sich immer als katholisch, aber eben nicht römisch-katholisch empfunden hat (Abwehr der Latinisierung). Ortho-dox kommt von doxa= Ehre, Preis / ortho= recht, also geht es um "das rechte Preisen", die Gesamtkirche konnte sich darauf berufen. Heute wird der Begriff vom Journalismus im Sinne von fundamentalistischer Einstellung gebraucht. Fundamentalismus ist aber nicht die Sache der christlichen Orthodoxie. Obwohl sie im Prinzip konservativ ist, war sie immer erstaunlich offen und viel weniger dogmatisch als ihre römische Schwesterkirche, man scheute sich, Dinge, die sich unserem rationellen Zugriff entziehen, scholastisch auszuformulieren; Dogmen haben weniger mit der Autorität der kirchlichen Obrigkeit zu tun als mit dem lebendigen Glauben der Kirche, die an dem treu festhält, was immer geglaubt und gefeiert wurde."...
mfg
René