Hallo Honigbiene,
hier kommt die allgemeine Antwort:
obwohl ich es schon mehrmals geschrieben habe, wiederhohle ich mich gerne:
Wer als Deutscher in Deutschland orthodox sein möchte, muß sich mit Fremdsprachen auseinandersetzten, das ist so. Wie man das macht, hängt von den eigenen Möglichkeiteten und der jeweiligen Situation ab.
Die Antwort "ohne Hörner und Zähne":
Die russ. Kirche im Ausland ist eine Förderin des russ. Ghettos. Ob Dir das gefällt, und ob den auslandskirchlichen Foristen diese Aussage gefällt ist dabei völlig irrelevant. Das heißt, wenn Du dort als vollwertiges Gemeindemitglied akzeptiert werden möchtest, wirst Du Rusisch lernen müssen.
Wenn es Dir nichts ausmacht, bei der Trapeza über eine Stunde Puschkinrezitationen über Dich ergehen zu lassen, ohne ein Wort zu verstehen, ist das natürlich auch in Ordnung. *
Die "vernünftige" Antwort:
Liturgiesprache der russ. Auslandskirche ist altslavisch und damit eine sogenante tote Sprache. Diese lernt sich einfacher, wenn man eine verwandte lebene Sprache ebenfalls kann. Ich habe mit lateinisch / italienisch nur die besten Erfahrungen gemacht! Die Kombination Altslavisch & Russisch ist auf jeden Fall eine solide Basis mit der man gut arbeiten und seine Sprachkenntnisse erwitern kann.
Mein persönlicher Favorit ist allerdings Altslavisch - Ukrainisch**, dann kannst Du Dich schnell sowohl Richtung Russisch als auch Richtung Polnisch erweitern.
Meiner Erfahrung nach ist es sehr, sehr, sehr erstaunlich, wie weit man mit ein paar Brocken slavischer Sprachkenntnisse kommt.
Die "intellektuelle Antwort" findest Du hier:
https://www.interslavic.org/
https://en.wikipedia.org/wiki/Interslavic
Viel Spaß beim Lernen!
Lazarus
* nur zur allgemeinen Info: Ich bin kein Freund dieser Kirche. Andere haben diese Ansichten nicht. Ich bin gerne bereit meine Ansichten zu ändern, wenn man mich dort als orthodoxen Gäubigen aktzeptierte.
**

Ja, ja ich weiß: Diese Sprache existiert nicht.