Kinder im Glauben erziehen?

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Loukia
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Kinder im Glauben erziehen?

Beitrag von Loukia »

Bei mir hat man das sehr vernachlässigt...
Stamme auch aus einer "Mischehe", Mama römisch-katholisch und Papa ist orthodox. Man hat mir da eigentlich nicht viel nahegebracht und ich besuchte gezwungenermaßen einen evangelischen Kindergarten, da es keinen anderen gab. Dort kam dann immer der Pastor und sang Lieder mit uns, aber ich ich habe da nie kapiert, was das mit Gott zu tun haben sollte^^ Ich hatte eine Kinderbibel und naja, ich sollte immer Gott danken, aber erklärt hat man mir nichts und erzählt nichts, man muss ja das Interesse wecken, dann fragen Kinder von alleine und wollen mehr wissen, denke ich...

Wer wäre so nett, von seinen Erfahrungen zu berichten?
Ἡ χάρις τοῦ Κυρίου Ἰησοῦ Χριστοῦ μεθ' ὑμῶν. 1. Korinther 16,23
Loukia
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Beitrag von Loukia »

Idee... Kindern zum einschlafen von Heiligen erzählen?
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Loukia
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Beitrag von Loukia »

http://img523.imageshack.us/i/cpbredsmalley7.gif/

Ein orthodoxes Gebetbuch auf englisch...
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Mirjanin
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Beitrag von Mirjanin »

Eine sehr interessante Frage, Loukia. Ich vertrete mittlerweile den Standpunkt, dass es vielleicht sogar klüger ist, Kinder in Sachen Religion nicht gezielt zu etwas "zu erziehen". Wohlgemerkt sollte die Erziehung als solche auf einem soliden christlichen Fundament stehen, aber bei "Erziehung im Glauben" schwingt für mich immer auch so ein bisschen Zwang mit.

Viele Erwachsene begehen meines Erachtens den groben Fehler, Kinder als kleine Kopien ihrer selbst zu sehen. Die dann natürlich auch so zu handeln haben, wie die Erwachsenen dies erwarten. Aber jedes Geschöpf Gottes ist anders, entwickelt sich anders, denkt & fühlt anders. In diesem Sinne empfinde ich es für richtig, Kinder vorsichtig an das Thema Glauben heranzuführen, sie aber nicht in etwas hineinpressen zu wollen.

Das will niemand, schon klar, nur passiert es in der Realität oft genug unbeabsichtigt. Eine bekannte katholische Familie aus meiner Ex-Nachbarschaft z. B. war sehr engagiert in ihrer Gemeinde, nur der Junior wollte irgendwann nicht mehr so, wie seine Eltern sich das ausgedacht haben. Er blockierte völlig, keine Teilnahme mehr am Gemeindeleben, wollte Sonntags nur noch daheim bleiben usw. Da krachte es dann zwischen ihm und den Eltern gewaltig. Und was die Leute zum Leidwesen der Eltern redeten: (und den sozialen Druck noch erhöhte) "So nette und fromme Leute, aber das Kind, warum hat es sich nur so entwickelt, was haben die Eltern falsch gemacht..."

Um meine Gedanken vielleicht noch einmal zusammengefasst bildlich auszudrücken: Man kann und sollte dem eigenen Sprössling den Weg weisen und die ersten Schritte miteinander gehen, den Rest der (langen) Wegstrecke bis zum Ziel muss aber jeder für sich selbst zurücklegen...

Was meint ihr ?
Loukia
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Beitrag von Loukia »

Ich denke es ist wichtig, Kindern auch Bereitschaft zu zeigen, über den Glauben zu reden, in Zeiten in denen einem alles Mögliche aufgeschwatzt wird.

Kinder sind keine Kopien ihrer Eltern aber Eltern sind ihre ersten Vorbilder...
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