Kann (m)ein Traum die Aufforderung zum Handeln sein?
Kann (m)ein Traum die Aufforderung zum Handeln sein?
Zdravo,
ich glaube ich habe eine wahrscheinlich ungewöhnliche Frage, eine Frage die für mich aus einem ungewöhnlichen Traum entstanden ist. Ich bin seit vielen Jahren in diesem Forum, bzw. war schon in den Vorläufern von diesem Forum dabei, aus dem einfachen Grund mehr über die Orthodoxie bzw. über das orthodoxe Leben zu erfahren, mehr als ich schon weiß, muss ich gleichzeitig gestehen.
Ich habe eine serbische Mutter die aber auch schon hier in Deutschland geboren u. aufgewachsen ist, ich bin quasi die dritte Generation. Sorry, dass ich soweit aushole aber ich glaube das gehört dazu!
Meine Großeltern haben meine Mutter damals schon katholisch taufen lassen, aus dem einfachen Grund dass hier in der damaligen Zeit die (serbisch)orthodoxe Kirche nicht so verbreitet war, wobei mein Großvater immer orthodox geblieben ist. Somit bin ich auch katholisch getauft worden, lebe aber eigentlich nach meiner Auffassung recht orthodox, so wie ich es von meinen serbischen Verwandten als Kind kennengelernt habe. Mit dem Alter hat sich bei mir immer mehr der Gedanke verfestigt zu konvertieren, habe Bücher gelesen und versucht mein Leben orthodox zu gestalten(z.B. Fasten u. Beten).
Jetzt mal nach langen Erklärungen zu meiner eigentlichen Frage! In der letzten Nacht habe ich einen für mich ungewöhnlichen Traum gehabt, ich habe mich in einer bergigen Landschaft gesehen die ich durchwandert habe, ich bin über Stock und Stein, durch Berg und Tal gelaufen bis ich zu einer kleinen Kirche gekommen bin. Ich habe diese Kirche betreten, bin aber nicht im Kirchraum ausgekommen sondern war in einer Sakristei in der ein alter Priester, ein orthodoxer Priester stand, obwohl es nur die Sakristei der Kirche war habe ich gesehen wie ich „mich“ sehr interessiert umsah und wohl fühlte. Plötzlich hatte ich das Gefühl nicht mehr alleine zu sein(also auf der Wanderung). Mein Wanderkumpan, den ich nicht gesehen habe, forderte mich auf endlich weiter zu gehen was ich dann auch tat, aber nur wenige Schritte aus der Kirche heraus, ich drehte mich um und bin ohne zurück zu schauen zurück in die Kirche, dort stand der Priester nahm mich, legte mir die Hand auf die Stirn, sprach ein Gebet und ich fühlte mich in der Gemeinschaft aufgenommen/getauft?!?! Danach gab er mir etwas Handgeschriebenes auf einem Zettel(keine Ahnung was da Stand) und ich bin aufgewacht!
So jetzt an Euch meine Frage, „Was soll der Traum mir sagen?“ oder soll er mir überhaupt etwas sagen?
Hoffentlich denkt ihr nicht, "Mein Gott was ist das für einer!"
LG Heiko
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Ehemaliger
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- Registriert: 21.07.2011, 22:35
Re: Kann (m)ein Traum die Aufforderung zum Handeln sein?
Träume sind "innere Gegebenheiten/Geschehnisse", die es im Tageslicht schwer haben zu bestehen. Wobei ich mit 'innere' nicht meine, dass sie ausschließlich aus Dir selbst entstehen oder nur aufgrund psychischer Bedingungen kommen. Nein, Gott Selber sagt uns ja zu, dass Er 'überall ist und alles (also auch Dich) erfüllt".
Ich empfinde es aber schwierig, so etwas öffentlich anzugehen, da nur Dir der Zugang zu Deinen Träumen offensteht, wir anderen gehen nur mit Deinen Worten um.
Für Dich war dieser Traum so bewegend, dass Du meinst, er habe etwas mit einer sehr konkreten Frage/Situation in Deinem Leben zu tun. Nun gut, lass ihn zu Dir sprechen und gehe mit ihm um. kaue auf ihm und käue ihn wieder. Wenn es für Dich als eine Möglichkeit erscheint, dass Gott zu Dir gesprochen hat . . . dann antworte ihm doch, im Gebet. Wenn du als wahr annimmst, dass es nicht nur Schall und Rauch oder im wahren Sinne des Wortes ein 'Hirngespinst' ist, dann wirst du Klarheit brauchen. Und die kommt von Gott, nicht von einem Menschen.
Ich erinnere an Josef, dem bei Potifar, der im Gefängnis sass und dort sowohl dem Kämmerer als auch dem Bäcker (und später dem Pharao) die Träume deutete. Josef hat grossen Wert darauf gelegt, dass nicht er selber etwas zu den Träumen zu sagen hatte, sondern, dass Gott das Selber war, der ihn nur als 'Sprachrohr' benutzte. Ich kann von mir nicht behaupten, Gottes Srachrohr sein zu können. Er hat mir keinen Auftrag dazu erteilt. Und dass Er es jemandem hier im Forum auferlegt, dir den Traum auszulegen, das bezweifele ich.
Nein, ich möchte Dir Mut machen den Traum ernst zu nehmen. Sowohl mit der Betonung "ernst" als auch "nehmen". Geh mit ihm um, rede mit Gott darüber und wenn du garnicht weiter kommst, dann wäre ein Priester wohl die rechte Stelle für ein geistliches Gespräch.
Eine kleine 'Übung' möchte ich Dir empfehlen:
!. Stelle Dir vor, du belässt alles bei dem wie es ist
und
2. Stelle Dir vor, du "gehst endlich weiter"
Und dann stelle Dir Dich in 3 Jahren vor. Welche Gedanken/Gefühle/Erwartungen usw. kommen Dir im Falle 1 ?,
und welche im Falle 2 ?
Mir helfen solche 'Spiele'. Vielleicht Dir auch.
Liebe herzliche Grüsse
Benedikt
Re: Kann (m)ein Traum die Aufforderung zum Handeln sein?
ich pflichte Benedikt voll und ganz bei!
Lieber Benedikt,
vielen Dank für die sehr guten Worte.
Gott segne Euch,
Nassos