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T - wie Totengedenken (Panichida/Mnimosinon)
Verfasst: 26.09.2010, 16:40
von Elvis
Die folgenden Beiträge wurden aus dem Strang Die Hagia Sophia in Thessaloniki hier herausgeführt.
Der Strang wurde nicht von ElvisVrinic eröffnet.
Nassos, Mod.
Andromachi hat geschrieben:Hier einiges über den Heiligen Nikolaos Cavasilas, einen Heiligen aus Thessaloniki, der aller Wahrscheinlichkeit nach ein Laie war. Allerdings konnte ich keinen Text auf Deutsch finden. Vielleicht steht schon etwas über ihn im Forum, ich habe keinen Überblick.
Ich übersetze so gut ich kann:
Der Heilige stellt die Frage: Empfangen auch die Toten die Heilige Kommunion?
Und er gibt die Antwort dazu: Ja, von den Händen Christi. Und in Wirklichkeit profitieren sie dadurch mehr als wir, denn wir Lebenden begehen Sünden auch nachdem wir die Heilige Kommunion empfangen haben. Die Entschlafenen aber haben keine Gelegenheit mehr dazu, so hilft ihnen die Kummunion jedesmal besser zu werden oder sie bekommen sogar die endgültige Verzeihung. Und so befinden sie sich in einem besseren Status, um in Kommunion mit dem Retter zu treten, nicht nur was die Lebenden betrifft, sondern auch sich selbst, wenn sie noch am Leben wären. (Ἑρμηνεία τῆς θείας Λειτουργίας - The Exposition of the Divine Liturgy, S. 140):
Ist das nicht sehr schön und tröstlich?
geliebte brüder und schwestern,
entschlafenen können also die kommunion empfangen - jetzt ist aber mein wissensdurst geweckt.
Die kommunion dient doch zur wiederauferstehen bzw. zum ewigen leben - vergebung der sünden. Hat da jemand eine ahnung????
Gruß
Elvis
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 01:02
von Nassos
Was genau willst Du denn wissen?
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 07:22
von Bruder Damian O.S.B.
+ Guten Morgen Elvis,
Kann damit vielleicht die Pannichida gemeint sein für die Verstorbenen ? Ich bin natürlich nicht Orthodox.......
Bei uns(röm. Katholiken) wird für dem Verstorbenen nach 3 Wochen und dann nach 6 Wochen ein Gottesdienst gefeiert.
Und dann immer am Jahrestag seines Todes.
Gruß Damian
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 09:01
von Andromachi
Ja, genau, und deswegen ist die Gedenkfeier (Mnimosyno) wichtig für unsere Verstorbenen. Wenn das Prosforo zeitig in die Kirche gebracht wird, wenn die Kolyva (aus Weizen) vor dem Altar stehen, wenn der Name des Verstorbenen von dem Priester in der Proskomidi vorgelesen wird und dabei ein Stückchen von dem Prosforo in den Heiligen Kelch geworfen wird (Entschuldigung, korrigiert bitte mein Deutsch), dann erinnert sich Christus an diese Person und gibt ihm aus Seinen Händen die Heilige Kommunion. Das passiert während der Heiligen Litourgie, die - laut Apokalypse - ständig im Himmel zelebriert wird. Denn Gedenkfeier heißt sie nicht, weil WIR dabei an unsere Lieben im Himmel denken, sondern weil in diesem Moment Christus an sie denkt. Der Verbrecher schrie: (Lk 23,42) "Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst".
Das bedeutet aber, dass nur wir Lebenden unseren Lieben im Himmel helfen können. Sie selbst können nichts mehr für sich tun. Sie können nur für uns beten, dass wir bessere Christen werden. Und deswegen besteht in der Orthodoxie ein Kreis zwischen dem Himmelsreich und der Erde, weil sie für uns beten und wir für sie und wenn wir besser werden, können wir ihnen besser helfen und wenn sie besser werden, wird ihr Gebet erhört (Ich habe einen wunderbaren Text meines Beichtvatres, aber es fällt mir schwer, ihn zu übersetzen).
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 09:12
von Bruder Damian O.S.B.
+ Liebe Andromachi,
Dein Deutsch ist sehr gut !! Kompliment!!!
Und Du hast es sehr schön beschrieben,so wie Du es sagst sehe ich es auch,die Entschlafenen sind große Fürbitter bei Gott
für uns.
Damian
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 13:41
von Elvis
Andromachi hat geschrieben:Ja, genau, und deswegen ist die Gedenkfeier (Mnimosyno) wichtig für unsere Verstorbenen. Wenn das Prosforo zeitig in die Kirche gebracht wird, wenn die Kolyva (aus Weizen) vor dem Altar stehen, wenn der Name des Verstorbenen von dem Priester in der Proskomidi vorgelesen wird und dabei ein Stückchen von dem Prosforo in den Heiligen Kelch geworfen wird (Entschuldigung, korrigiert bitte mein Deutsch), dann erinnert sich Christus an diese Person und gibt ihm aus Seinen Händen die Heilige Kommunion. Das passiert während der Heiligen Litourgie, die - laut Apokalypse - ständig im Himmel zelebriert wird. Denn Gedenkfeier heißt sie nicht, weil WIR dabei an unsere Lieben im Himmel denken, sondern weil in diesem Moment Christus an sie denkt. Der Verbrecher schrie: (Lk 23,42) "Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst".
Das bedeutet aber, dass nur wir Lebenden unseren Lieben im Himmel helfen können. Sie selbst können nichts mehr für sich tun. Sie können nur für uns beten, dass wir bessere Christen werden. Und deswegen besteht in der Orthodoxie ein Kreis zwischen dem Himmelsreich und der Erde, weil sie für uns beten und wir für sie und wenn wir besser werden, können wir ihnen besser helfen und wenn sie besser werden, wird ihr Gebet erhört (Ich habe einen wunderbaren Text meines Beichtvatres, aber es fällt mir schwer, ihn zu übersetzen).
geht das auch nach den 40 tagen????
Re: Die Hagia Sophia in Thessaloniki
Verfasst: 27.09.2010, 18:15
von Andromachi
Meinst du die Gedenkfeiern? Die "offiziellen" sind nach einem Jahr und nach drei Jahren. Es gibt auch die zwei sogenannten "Seelensamstage" im Jahr, der eine ist eine Woche bevor die Große Fastenzeit beginnt, der andere am Samstag vor Pfingsten. Bei uns hier gibt es außerdem die Folgen von 40 Liturgien. Man schreibt auf einen Zettel links die Namen der Lebenden rechts die Namen der Verstobenen, und diese Namen werden 40 Tage lang jeden Tag bei der Litourgie vom Priester vorgelesen. Das macht man sehr oft in der Zeit vor Weihnachten.
Aber eigentlich kann man jederzeit Gott um seine Lieben bitten.
Re: T - wie Totengedenken (Panichida/Mnimosinon)
Verfasst: 28.09.2010, 12:33
von Anastasis+
Liebe Andromachi,
vielen herzlichen Dank für deinen Beitrag. Jetzt hast du mich sehr neugierig gemacht - vielleicht kannst du uns einmal, auch nur auszugsweise, den Text deines Beichtvaters hier hineinstellen?
Με αγάπη Χριστού