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Wunder in Garges-lès-Gonesse

Verfasst: 19.03.2010, 17:02
von Priester Alexej
Für den Erzbischof der orthodoxen Christen in Westeuropa ist die Sache klar: Aus dem Marienbild in Garges-lès-Gonesse läuft Öl - eine wahrlich "wundersame Erscheinung".

Von unserem Korrespondenten

Gerd Niewerth, Paris

PARIS. Ein sonderbarer Glanz hat sich auf Isabelles Gesicht gelegt, in ihren Augen spiegelt sich wonnige Freude. "Ich verspüre eine Heiterkeit und großen Frieden", flüstert die gläubige Christin tief gerührt. Die Verwaltungsangestellte in Diensten des Pariser Flughafens Charles de Gaulle hat gerade ein Phänomen gesehen, das sie hier ehrfürchtig als "Wunder von Gonesse" preisen: eine Marien-Ikone, aus der seit über vier Wochen Öl tropft.

Isabelle ist nicht die Einzige, der das dreißig mal zwanzig Zentimeter große Jungfrauen-Bildnis das Herz rührt. Mehr als 5000 Menschen, darunter Spanier, Belgier, Deutsche und Polen, sollen inzwischen in die Rue Jean Moulin in Garges-lès-Gonesse gepilgert sein. Die vermeintliche Wunder-Ikone hat den Bungalow der Familie Altindagoglu quasi über Nacht in einen Wallfahrtsort verwandelt.

200 Menschen am Tag finden mittlerweile den Weg in den nördliche Pariser Vorort. "Am letzten Sonntag kamen sogar 500", sagt Hausherr Esat Altindagoglu (46), ein aus der Türkei stammender Kaufmann, der dem griechisch-orthodoxen Glauben anhängt. Seine Frau Sevim hat die Ikone vor vier Jahren von einem libanesischen Priester gekauft. Am 12. Februar - mit Beginn der Fastenzeit - passierte das Unfassbare: "Ich betete wie an jedem anderen Tag auch, da liefen plötzlich Tränen aus ihrem rechten Auge", berichtet die Hausherrin.

Würde die Familie jedem Besucher einen Euro abknöpfen, könnte sie sich bald einen neuen Kleinwagen anschaffen. Aber sie verlangt nichts, spendiert Besuchern oft sogar noch eine Tasse Kaffee. "Unser Haus steht allen offen", betont Esat Altindagoglu. In seinem Wohnzimmer nähern sich wildfremde Menschen andächtig der Ikone, schlagen Kreuze, gehen in die Knie und schicken ein Stoßgebet gen Himmel. Manche bringen Rosen mit und zünden Kerzen an, andere lassen Bilder, Geldscheine und Rosenkränze zurück.

Während die Glaubenshüter in Rom bei derartigen Erscheinungen jahrelang prüfen, ob tatsächlich göttliche Kräfte am Werk sind, ist der Erzbischof von Antiochien, zuständig für die orthodoxe Christenheit in Westeuropa, einen Schritt weiter. In einem Kommuniqué spricht er von einer "wundersamen Erscheinung" und bestätigt, dass auf "unerklärliche Weise" Öl aus der Ikone läuft.

Stolz präsentiert Esat Altindagoglu, dessen Vater Priester und dessen Onkel sogar Bischof in Syrien war, einen kleinen Plastikbecher mit der Ausbeute der vergangenen Wochen: Etwa zwei Schnapsgläser Marientränen sind zusammengekommen, die so grün sind wie Olivenöl. Jeder Besucher darf einen Baumwollfaden mit nach Hause nehmen, der einen Tropfen des heiligen Öls enthält und sich als Armbändchen eignet.

In Garges-lès-Gonesse machen bereits Geschichten von Wundern die Runde. So erzählt man sich etwa ergriffen von einer verzweifelten Frau, deren sehnlicher Kinderwunsch sich nicht erfüllen wollte. "Seit sie ihren Bauch mit einem Tropfen Öl berührte, ist sie schwanger", berichtet Esat Altindagoglu. Und der 49-jährige Michel, der vor über zehn Jahren bei einem Reitunfall die Sehkraft eines Auges fast vollständig eingebüßt hatte, habe die Hälfte seines Augenlichts wieder zurück.

http://www.stuttgarter-nachrichten.de/s ... 0ac05d6156

Re: Wunder in Garges-lès-Gonesse

Verfasst: 19.03.2010, 20:06
von songul
Hier gibt's noch ein Video dazu (ist in Französisch aber macht nix :mrgreen: ):

http://www.2424actu.fr/actualite-social ... nne-630196

Re: Wunder in Garges-lès-Gonesse

Verfasst: 30.03.2010, 13:49
von Milica
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