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und täglich grüsst das Murmeltier ...
Verfasst: 11.07.2007, 10:50
von Sebastian
Interessanter, aber inhaltlich nicht neuer Artikel
Der Text des Papstes beschreibt die orthodoxen christlichen Kirchen als wahre Kirchen, die von einer Wunde gezeichnet seien. Auf Latein wird hier das Wort "defectus" benutzt. Die Verletzung rührt demnach aus der Tatsache her, dass sie die päpstliche Führung nicht anerkennen.
Verfasst: 11.07.2007, 10:56
von Sebastian
Dieser Artikel kann ergänzend zum bereits von Walter eröffneten Thema gesehen werden. Sorry!
hier
Verfasst: 11.07.2007, 12:24
von holzi
Hallo,
da die Frage von Walter etwas spezieller formuliert ist, so werde ich hier mal einen ganz allgemeinen Kommentar zum besten geben:
Unseren Protestanten kann's mal wieder niemand recht machen. Und deren "Bischof" Huber hat eh schon Verfolgungswahn. Der denkt, dass Papst den ganzen Tag über nichts wichtigeres zu tun hätte, als ihn zu ärgern. Wenn er soviel Wert drauf legt, Kirche im Sinne der katholischen Definition zu sein, dann soll er halt konvertieren, aber nicht rummaulen und den beleidigten spielen. Ist doch wahr!
Ich krieg doch hier im Forum auch immer wieder um die Ohren gehauen, dass meine römisch-katholische Kirche ein Haufen von Häretikern und Schismatikern ist, aber nicht Kirche im Sinne der orthodoxen Ekklesiologie. Damit muss ich leben - und, unter usn gesagt, ich kann das auch

. Sollen wir denn die Ehrlichkeit unserer Standpunkte in der Diskussion aufgeben, nur um uns "ganz fest lieb zu haben"?
Grüße
Konrad
Verfasst: 11.07.2007, 13:19
von Sebastian
Hallo Konrad!
holzi hat geschrieben:
Ich krieg doch hier im Forum auch immer wieder um die Ohren gehauen, dass meine römisch-katholische Kirche ein Haufen von Häretikern und Schismatikern ist
Das halte ich für etwas überzogen. Richtig ist, dass wir hier versuchen aus orthodoxer Perspektive unseren Standpunkt
deutlich werden zu lassen. Bei ehrlicher Selbstbetrachtung kann jeder röm. Katholik feststellen, dass es so einige Irrläufer
in "seiner" römischen Kirche gab und gibt. Das wir Orthodoxe röm. Katholiken pauschal als "Haufen" von Schismatikern ansehen
ist unsinn. Wir anerkennen sehr wohl den (Wieder-)vereinigungswillen so mancher gläubigen Katholiken und die Versuche Frieden zu stiften.
Warum sollten wir dies, auch wenn wir die zur Einheit vorgeschlagenen Schritte als für uns meist "nicht akzeptabel" bewerten, nicht lobend anmerken?
Was unsere protestantischen Freunde betrifft, so stimmen wir wohl grötenteils überein. Diese Gruppierungen betreiben eine "Ökumene" um derselbst Willen.
Alleine an der Haltung Hubers wird deutlich, was von der göttlichen Ekklesiologie übrigblieb.
LG
Verfasst: 11.07.2007, 13:57
von protopeter
Lieber Konrad !
Sollen wir denn die Ehrlichkeit unserer Standpunkte in der Diskussion aufgeben, nur um uns "ganz fest lieb zu haben"?
Ich gestatte mir jetzt einfach, diese Ihre Aussage für meine Antwort zu eigen zu machen

:
Genau das meine ich, wenn ich an ökumenistischen Experimenten und ihrer "Pseudobrüderlichkeit" Zweifel hege. Dialoge und Standortbestimmungen sind sehr wohl notwendig - sie sollten jedoch
"auf gleicher Augenhöhe" stattfinden.
Tatsache ist jedoch, daß wir immer wieder dazu veranlaßt sind, uns gegenüber r.-k. Ansprüchen in endlosen Apologien zu ergehen. Meine Erfahrungen mit diesbezüglichen Gesprächen (gerade wenn sie von r.k- Seite initiiert sind !) zeigen, daß man zwar vorgibt, den orthodoxen Standpunkt zu einer gewissen Frage hören zu wollen, das Gespräch dann aber unweigerlich auf "Vergleichszwänge" nach der Art hinausläuft: "Weshalb haben Sie dies nicht, warum erkennt die Orthodoxe Kirche jenes nicht an ?". In den seltensten Fällen erhalten wir in diesen Breiten die Möglichkeit, unseren Standpunkt klar und unvoreingenommen darzulegen - dieses Forum ist eben eine solche Gelegenheit !
Wichtig erscheint mir vor allem die breite Basis orthodoxen Lebens und Denkens, die Reflexion der von allen Gliedern der Kirche getragenen, bewahrten und gelebten Tradition; es ist nur natürlich, daß sich aus dieser Grundlegung Differenzen zu den heterodoxen Bekenntnissen ergeben. Gerade weil eben die unterschiedlichen Standpunkte feststehen, wäre es doch an der Zeit, sich mit uns so seriös als möglich auseinanderzusetzen und uns ein uneingeschränktes Existenzrecht zuzubilligen - auch wenn wir nicht den "alleinseligmachenden" Wegen Roms folgen wollen. Non possumus!
Es grüßt
Erzpr. Peter
Verfasst: 11.07.2007, 14:08
von holzi
Sebastian hat geschrieben:holzi hat geschrieben:Ich krieg doch hier im Forum auch immer wieder um die Ohren gehauen, dass meine römisch-katholische Kirche ein Haufen von Häretikern und Schismatikern ist
Das halte ich für etwas überzogen. Richtig ist, dass wir hier
Lieber Sebastian,
natürlich habe ich das - um der Nachdrücklichkeit willen - etwas übertrieben, aber wenigstens hast Du klar verstanden, was ich damit sagen wollte.
Liebe Grüße
Konrad
Verfasst: 11.07.2007, 16:28
von Rene
Hallo,
für einen ehrlichen Dialog mit Rom müsste z.B. auch über den verhängten Bann nachgedacht werden. Solange dies nicht erfolgt ist, ist jede Debatte überflüssig, ich kann nicht vorgeben mit jemanden reden zu wollen und ihn gleichzeitig mit dem Banne belegen, weil er nicht glaubt was ich vorgebe.
L.G. Rene