Keine Rechenschaft vor Menschen sondern nur vor Gott

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
Forumsregeln
Forumsregeln Impressum
Antworten
talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
Wohnort: Hamburg / Reutlingen

Keine Rechenschaft vor Menschen sondern nur vor Gott

Beitrag von talitaNeu »

Hallo liebe Freunde,

ich hatte eine schwierige Situation zu überstehen in der ich von anderen Menschen verurteilt und angegriffen wurde. Leider kann man sich auf die Güte und Verständniss von Menschen, auch wenn sie sehr gläubig sind oder eben dieses von sich denken, nicht verlassen. Ich habe einen Fehler gemacht und versucht mich zu erklären und dadurch diesen Menschen sogar weiter die Tür geöffnet in meine Lage und meine Probleme in der Hoffnung dadurch Verständnis zu bewirken, wie gesagt dies war meiner Meinung nach ein Fehler weil es nach hinten gegangen ist.

Nur Gott richtet und nur vor Gott legt man die Rechenschaft ab, nicht vor Menschen.

Wie lernt man nur den Menschen, die man auch lieb hat vielleicht, beizubringen, dass sie sich nicht in die privaten Angelegenheiten zu mischen haben, wenn sie bereits mit Steinen schmeisen und einen sehr verletzen ? :-(

Liebe Grüße Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
Benutzeravatar
theofan
Beiträge: 153
Registriert: 19.02.2009, 11:54

Beitrag von theofan »

Liebe Alexandra:

Zeit lassen
Auf den geistlichen Vater und dessen Ratschläge hören
Beten


Hab ich auch alles falsch gemacht, und leide bis heute.
Gruß Hans-Peter
talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
Wohnort: Hamburg / Reutlingen

Danke Hans-Peter,

Beitrag von talitaNeu »

Jesus ist auferstanden! Hristos vaskrse!

es ist so viel einfacher, wenn man endlich begreift, dass man in dieser Welt nicht alle Lügen aufdecken kann sondern sich auf das Reich Gottes verlassen.

Wer Gerechtigkeit in dieser Welt erwartet, der hat seinen Lohn dahin.... heißt es nicht so in einer Stelle in der Bibel?

Liebe Grüße :-) Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
danadoina_3
Beiträge: 159
Registriert: 06.02.2007, 19:32

Beitrag von danadoina_3 »

Liebe Alexandra, ich denke darüber so: als Jesus vor Pilatus stand hat ER es klar gesagt, Pilatus hätte keine Macht über Ihn gehabt wenn es nicht von Gott zugelassen gewesen wäre. Also, das zeigt uns glasklar dass alles was passiert ist entweder von Gott geschickt oder zugelassen. Nichts in unserer Leben ist blinder Zufall oder sinnlos. Alles dient zu unserer geistiger Erziehung, da bedient sich unser Vater manchmal auch Menschen und Wege die uns verletzen. Gott möchte mit Sicherheit nicht dass wir böse zueinander sind oder dass wir uns gegenseitig richten aber so eine Verletzung kann uns zum Beispiel eine gute geistige Übung für Langmut oder Geduld mir der Unvermögen anderer oder Nachdenken über unseren Tun und nicht zuletzt Demut, uns so läßt Er das zu. Ich denke wirklich dass alles aber auch alles in unserem Leben hat einen Sinn und dadurch dass Gott es zuläßt oder schickt, dadurch möchte Er uns näher zu Ihm bringen.
Wenn du schaffst mit Gebet, Geduld und Demut und das Befolgen den Rat deines geistlichen Vaters zu überwinden dann hast du gewonnen, genau wie Hiob! :)
talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
Wohnort: Hamburg / Reutlingen

Jesus ist auferstanden,

Beitrag von talitaNeu »

hallo Daniela,

in diesem Sinne hast du recht, dass ich einen Sinn in dem Geschehenen sehe und dankbar bin, daraus meine Lehre gezogen zu haben und anderen Weg als den bisherigen eingeschlagen habe.

Ich finde es eine Gnade von Gott, wenn er unsere Feinde entblößt vor uns und uns somit die Notwendigkeit offenbart uns zu schützen.

Ich habe auch wie gesagt gelernt, dass ich mich vor Menschen nicht zu rechtfertigen habe über meine Entscheidungen über dessen hinaus was ich nicht möchte und stecke heute ganz klar meine Grenzen ab. Werde dadurch aber keines Falls meine Liebe zu meinen Mitmenschen verlieren sondern möchte gerne einen gesunden Selbstschutz erreichen, der im Zweiten Gebot mitinbegriffen ist und legitim ist. Die Menschen, die mich lieb haben und respektieren, werden dies auch akzeptieren, bin ich mir sicher und mich auch weiterhin in ihren Herzen behalten :-)

Liebe Grüße von Aleksandra

Der Sinn dieses Beitrages war es, auch anderen Gläubigen Menschen, die durch das Urteilen anderer leiden zu sagen, es ist ein Herr Jesus Christus, der alle Umstände einer Person weiß und alles was geheim und offenbar ist, seine Güte und Gnade und Liebe sind grenzenlos und nur auf Gott kommt es an und nicht darauf was die Menschen von uns denken. Ich denke dass dies die versprochene Freiheit ist. Ich denke in den Psalmen steht es und Er/ der Messias wird uns befreien. Denke im Neuen Testament steht so etwas auch, hat jemand die Stelle zufällig, falls ich mich überhaupt deutlich ausgedruckt habe ;-)

Noch mals liebe Grüße und Alles Gutte an euch alle Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
1389.

Beitrag von 1389. »

es gibts immer diese ganz ganz ganz lustigen die immer irgendwie mit ihren "glauben" übertreiben müssen und leuten irgendwie richten müssen,... obwohl es nur einen Richter gibt und das ist der Herr,.. einfach nur phariser
Benutzeravatar
Jeremias
Hypodiakon
Beiträge: 323
Registriert: 12.06.2009, 15:08
Religionszugehörigkeit: Rum-Orthodox

Beitrag von Jeremias »

"Du sollst nicht richten, auf dass du nicht gerichtet wirst" ist in diesem Zusammenhang ein sehr wichtiges Zitat. Du hast nichts falsch gemacht, wie niemand, der sich Mitmenschen offenbart. Diese können vielleicht guten Rat geben, schwingen sie sich aber zum Richter auf, dann gehen sie irr.
Allerdings kann es sein, dass ein solcher Mensch eine wunde Stelle berührt, derer man sich selber nicht bewusst ist und man dadurch verletzt wird. Dies ist aber nur ein Hinweis darauf, dass man sich über diese Stelle Gedanken machen sollte.
danadoina_3
Beiträge: 159
Registriert: 06.02.2007, 19:32

Re: Jesus ist auferstanden,

Beitrag von danadoina_3 »

talitaNeu hat geschrieben: Ich finde es eine Gnade von Gott, wenn er unsere Feinde .......
Ich glaube nicht dass der Mensch der dich verletzt hat dein Feind ist.
Unser aller Feind ist der Teufel und er bedient sich unserer Schwächen und Laster um unter uns Haß und Feindschaft zu bringen. So gesehen sind wir unserer Entfernung zur Gott wegen, alle , mehr oder weniger seine Werkzeuge, selbst deine sogenannten "Feind" ist auch einen Opfer.
danadoina_3
Beiträge: 159
Registriert: 06.02.2007, 19:32

Beitrag von danadoina_3 »

gavrilo hat geschrieben:es gibts immer diese ganz ganz ganz lustigen die immer irgendwie mit ihren "glauben" übertreiben müssen und leuten irgendwie richten müssen,... obwohl es nur einen Richter gibt und das ist der Herr,.. einfach nur phariser
Gavrilo, die Pharisäer sind immer die anderen ? verzeih mir, hast du nie über irgendjemand gerichtet ? wenn nicht, dann alle Achtung !!!
danadoina_3
Beiträge: 159
Registriert: 06.02.2007, 19:32

Beitrag von danadoina_3 »

BlackandGold hat geschrieben:"Du sollst nicht richten, auf dass du nicht gerichtet wirst" ist in diesem Zusammenhang ein sehr wichtiges Zitat. Du hast nichts falsch gemacht, wie niemand, der sich Mitmenschen offenbart. Diese können vielleicht guten Rat geben, schwingen sie sich aber zum Richter auf, dann gehen sie irr.
Allerdings kann es sein, dass ein solcher Mensch eine wunde Stelle berührt, derer man sich selber nicht bewusst ist und man dadurch verletzt wird. Dies ist aber nur ein Hinweis darauf, dass man sich über diese Stelle Gedanken machen sollte.
KLASSE Antwort !
Benutzeravatar
Sebastian
Beiträge: 956
Registriert: 16.12.2008, 13:46
Religionszugehörigkeit: Orthodox (MP)

Re: Jesus ist auferstanden,

Beitrag von Sebastian »

danadoina hat geschrieben:
talitaNeu hat geschrieben: Ich finde es eine Gnade von Gott, wenn er unsere Feinde .......
Ich glaube nicht dass der Mensch der dich verletzt hat dein Feind ist.
Unser aller Feind ist der Teufel und er bedient sich unserer Schwächen und Laster um unter uns Haß und Feindschaft zu bringen. So gesehen sind wir unserer Entfernung zur Gott wegen, alle , mehr oder weniger seine Werkzeuge, selbst deine sogenannten "Feind" ist auch einen Opfer.
Hallo Daniela! Christus ist auferstanden! (Soviel Zeit sollte bei aller Liebe zur Diskussion bleiben ;-) )

Ich gestatte mir hier einen kleinen (Teil-)Widerspruch. Teil, weil in dem von dir Geschriebenen ich sehr wohl Wahres erkennne, aber auch (zumindest) Mißverständliches!

Es ist für uns unwiderruflich klar, das der Böse (der Fürst der Finsternis) unsere schwachen Stellen versucht gnadenlos auszunutzen. Er stachelt an, versucht Sanft - und Demut durch Haß, Neid und Untreue zu verdrängen.
Doch, bei all dem dürfen wir eines nicht vergessen: unseren freien Willen! Es obliegt uns, ob wir uns dem Bösen hingeben, oder nicht! Wäre es anders, hätte die Reue, Buße und Beichte keinen Sinn ("der Mann mit den Hörnern ist schließlich schuld!"). Er (der Teufel) mag derjenige sein, der uns anstachelt, ausführen jedoch tun wir allein! In diesem Sinne ist es mE unverantwortbar Täter als Opfer hinzustellen, als wären selbige nicht Herr ihrer Dinge. So ist es von Aleksandra gemeint. Der Hl. Johannes Chrysostomus erfleht unseren Herrn im Gebet: [...] Herr, beschütze mich vor einigen Menschen (andere Übersetzung: vor meinen Feinden), vor Dämonen und Leidenschaften [...] *

Es ist wie Aleksandra schrieb Gnade Gottes erkennen zu dürfen, wer Feind und wer Freund ist. Aber, daraus folgt eine sehr schwere Aufgabe für jeden von uns: Christus, der Gottmensch fordet uns unmissverständlich auf, unsere Feinde zu lieben und zu vergeben. Ich muss gestehen, dass ich an dieser Aufgabe das eine und andere Mal zu arbeiten habe!

In diesem Sinne grüßt dich lieb
Der sündige Sebastian

*Gebet entsprechend der Zahl der Stunden, des Nachtes und des Tages, des Hl. J. Chrysostomus
1389.

Beitrag von 1389. »

danadoina hat geschrieben:
gavrilo hat geschrieben:es gibts immer diese ganz ganz ganz lustigen die immer irgendwie mit ihren "glauben" übertreiben müssen und leuten irgendwie richten müssen,... obwohl es nur einen Richter gibt und das ist der Herr,.. einfach nur phariser
Gavrilo, die Pharisäer sind immer die anderen ? verzeih mir, hast du nie über irgendjemand gerichtet ? wenn nicht, dann alle Achtung !!!
oja am anfang,... aber jetzt versuche ich es nicht mehr zu machen,... ich bin voll mit sünden und ich sollte daher nicht anderen richten,..
talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
Wohnort: Hamburg / Reutlingen

Jesus ist auferstanden,

Beitrag von talitaNeu »

liebe Daniela,

ich kann sehr wohl, mit Gottes Hilfe unterscheiden, wer mein Feind ist und wer nicht. Dies ist nicht eine Sache, die du beurteilen kannst oder sollst!



Danke
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
Milo
Beiträge: 966
Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Liebe Brüder und Schwestern,

anbetracht der Überschrift wollte ich noch ein paar Stellen aus der Hl. Schrifft ins Erinnern rufen.

Mt 5.23 Darum: wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und dort kommt dir in den Sinn, daß dein Bruder etwas gegen dich hat, 24so laß dort vor dem Altar deine Gabe und geh zuerst hin und versöhne dich mit deinem Bruder und dann komm und opfere deine Gabe. 25Vertrage dich mit deinem Gegner sogleich, solange du noch mit ihm auf dem Weg bist, damit dich der Gegner nicht dem Richter überantworte und der Richter dem Gerichtsdiener und du ins Gefängnis geworfen werdest. 26Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dort herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast.

1Kor 6.18 ....Alle Sünden, die der Mensch tut, bleiben außerhalb des Leibes...


Daher meine Lieben, nutzt immerwieder dieses gebotene Zwischenmoment, das bevor ich schreibe, sage, tue...mich versöhne mit meinem Nächsten (Gedanken sortiere)! Bevor ich den HErrn anrufe im Gebet, in der Kirche singe, zum Hl. Kelch trete...mich versöhne mit meinem Nächsten!

Sind wir im "Kleinen" treu, werden wir es auch im Großen sein!

Nicht umsonst pflegen wir hier im Forum so sehr (wo sehr schnell Mißverständnisse entstehen durch die Kommunikationsnatur),
das wir uns versöhnen und Achtung zeigen, bevor wir "loslegen" mit Argumenten, durch "Kleinichkeiten" wie: Christus ist auferstanden ; Lieber Bruder, liebe Schwester; Grüß Gott!; usw.

Wir können uns nicht Gott nähern ohne uns dem Nächsten zu nähern. Egal wie "sündig" dieser ist!

Möge uns die Nächstenliebe unseres auferstandenen HErr Jesus Christus, der auch wegen mir dem Sünder kam, immer ein Vorbild sein! Amin.

euer sündiger br. milo
talitaNeu
Beiträge: 220
Registriert: 12.09.2006, 12:19
Wohnort: Hamburg / Reutlingen

Hallo Milo,

Beitrag von talitaNeu »

Lieber Milo, Jesus ist auferstanden,

In diesen Beiträgen ging es darum sich von den Urteilen anderer zu lösen, denn nur Jesus richtet. Außerdem geht es darum gesunde Grenzen anderen Menschen aufzuzeigen die einen angreifen.

Eine Vergebung aus der Verpflichtung durch Jesus Chrstus zur Feindesliebe kann einseitig geschehen und muß einseitig geschehen, selbst wenn dieser Mensch nicht um Vergebung bittet.


Eine Versöhnung jedoch, kann nicht einseitig geschehen, es voraussetzt auf einer Seite die Reue und die Einsicht etwas schlechtes gemacht zu haben und auf der anderen Seite die Vergebung und Heilung der Verletzung, was ein Prozess ist.

Über diese Anforderungen hinaus müßen wir einsehen, dass nicht jeder Mensch ein Freund sein kann und sollten uns eben vor diesen Feinden - ohne ihnen unserer Seits schaden zu wollen - schützen bzw. Gott um Schutz vor ihnen bitten.

-Wie schön wäre es, wenn wir alle den selben regeln follgen könnten, doch leider kann nicht jeder immer ablassen von dem Weg der Lüge und Hinterlist und weiht ab von dem Weg des Herrn- das ist traurig. Ich wünschte ich könnte jeglichen Zorn über so etwas verlieren und für solche Menschen beten. Vielleicht könnt ihr ja für mich beten, dass mir Gott Frieden und Sanftmut schenkt und vergessen.

Ich wünschte auch ich könnte von meiner Sorge ablassen, dass dieser Mensch andere Menschen auf die selbe Weise verletzt...


Liebe Grüße Aleksandra
Mein Zuhause

Herr Gott mein Vater, (Psalm 61. V.5)
ich m?chte weilen in deinem Zelt in Ewigkeit, mich bergen im Schutz deiner Fl?gel.
Antworten