Liebe Brüder,
Vater, segnen Sie!
Noch ein Gedanke von mir zu diesem Thema der "Titel".
Für mich hat es ausschließlich eine Legitimität wenn sich der Titel auf tatsächlich dessen
Sein bezieht.
Was will ich damit sagen: wenn ich jemanden als
heilig bezeichne, dann nur unter der Prämisse das er es wirklich ist. Das gilt übertragen auch für andere Titulierungen innerhalb der heiligen Kirche.
Heilig, heilig, heilig ist unser Gott Zebaoth = Allheilige Dreifaltigkeit =Quell der Heiligkeit!
Nach Würde und
Gottesdienst, erhebt unser HErr Menschen vor Sich so das wir sie als
Würdige, Hochwürdige, Heilge, Seelige, usw. bezeichnen.
Allerheiligste von allen Menschen ist nun mal die Gottesgebärerin. Keiner ist so in besonderer Weise verbunden mit Gott, wie Sie! Daher dieser
einmalige Titel.
Daher kann ich einen Patriarchen, dem wie den anderen Patriarchen die Anrede mit
Heiliger zusteht, nicht mit
Allheiligkeit anreden! Sonnst stelle ich ihn in den Rang des Dreieinigen Gottes, und über der Gottesgebärerin! (s.o)
Das ist szs. aus der Sicht der Hagiologie...aus der sicht der Ekklesiologie und Seelsorge, stehen nun die Titel
Vater und Gebieter (Despotis, Vladyka) zu Debatte.
Einen
Vater (Gesitlichen) zu nennen, kann auch nur dann legitimiert sein, wenn dieser einem selbst wircklich geistiger Vater
ist, dh. ihn
persönlich führt/leitet aus der "Verirrung" auf den "rechten Weg" im Glauben (Leben). Sonst haben wir , bzw. die Priester eine Erklärungsnot bzgl. Mt 23,9!
Durch die "Austragung" des Mönchsleben und REgel aus dem Kloster in die Welt, hat sich das Verstäniss um diesen Tittelgebrauch verschoben, und man nennt jeden Priester, Diakon und sogar Mönch (der nicht Priesteramt inne hat),
Vater!? Und wenn man eine Bischof mal mit
Vater, segnen Sie, anspricht, kann es passieren das er euch (un-)absichtlich überhört

So kommen wir zum letzten "Titelstreit"...
Gebieter! Das kann ja manche sehr irritieren, mehr als die Bez.
Vater.
DIe Bezeichnung
Gebieter hat ihren Urprung in der Liturgik. Man schaut auf den Bischof, wärend der Liturgie, ikonologisch als auf Christus selbst. Die Liturgie selbst ist wie eine Ikone der Himmlichen Liturgie, des Eshaton. Wir werden dort lt. der Offenbarung in der Hl. Schrift, wenn wir die Gnade erleben, Gott vor seinem Thron dienen und lobpreisen. Und dieses Zentrum unser Tuns, als Ikone stellt der Bischof im Gottesdienst dar...hier in der Zeit und auf Erden.
Also nur aus diesem Grund wendet sich der Diakon mit dem Volk an den Bischof, aber wenn dieser nicht zelebrieret sondern ein Prister, dann auch an diesen Priester, wärend der Liturgie mit den Worten:
Segne, Gebieter...usw.
Das man den Bischof mittlerweile auf der Straße mit
Gebieter anspricht, haben wir wohl dem Osmanischen Reich zu verdanken
Dazu kann jemand vielleicht noch etwas Erläuterung geben.
Alle herzlich grüßend,
euer unwissender zelot
milo