Hallo,
entgegen den o.g. Zeilen waren die Heiligen Cosmas und Damian Martyrer, bis jetzt habe ich jedenfalls noch nicht gehört, dass sie eines natürlichen Todes gestorben sind.
Die Heiligenvite ist wie ich finde sehr interessant, das Leben der Heiligen ist für mich sehr beeindruckend und mutmachend.
ein Teil aus der Legenda Aurea:
Von Sanct Cosmas und Damianus
Cosmas und Damianus waren leibliche Brüder und wurden in der Stadt Aegea geboren von einer heiligen Mutter, die hieß Theodora. Sie lernten die Kunst der Ärzte und empfingen so große Gnade in der Kunst von dem heiligen Geist, dass sie alles Siechtum von Menschen und von Tieren vertrieben. Dafür nahmen sie kein Gut.
Es war eine Frau, Palladia mit Namen, die hatte alles ihr Gut an Ärzte gelegt; zujüngst kam sie zu den Heiligen, die machten sie gänzlich gesund. Da bot sie Sanct Damiano heimlich eine Gabe, die wollte er nicht nehmen. Da beschwur sie ihn mit also schweren Eiden, dass er es endlich nahm, nicht aus Geiz zu der Gabe, sondern dass er ihre Andacht nicht irre und den Namen des Herrn nicht verschmähe, bei dem sie ihn also beschworen hatte. Als das Sanct Cosmas erfuhr, gebot er, dass man den Leib seines Bruders dereinst nicht bei seinem Leichnam sollte begraben. Aber in der Nacht darnach erschien der Herr Sanct Cosmas und entschuldigte den Bruder bei ihm wegen der Gabe, die er empfangen hatte.
Dieser Heiligen Leben kam vor den Landpfleger Lysias, der ließ sie vor sich bringen und fragte sie, wes Landes sie wären, wie ihre Namen und Gewerbe wären. Da antworteten die Heiligen "Wir sind genannt Cosmas und Damianus; drei anderer Brüder haben wir, die sind genannt Antimus, Leontius und Eupreprius, Arabia ist unser Land; aber wir werben nicht nach irdischem Gut, denn wir sind Christen". Da hieß der Landpfleger ihre Brüder auch herbei bringen, dass sie miteinander den Göttern opferten. Da sie dies Gebot verschmähten, ließ er sie gar schwerlich peinigen an Händen und Füßen; aber sie spotteten seiner Strafen. Da ließ er sie mit einer Kette binden und ins Meer werfen. Aber ein Engel führte sie alsbald unversehrt aus dem Meer und stellte sie wieder vor den Richter. Als das der Richter ansah, sprach er zu ihnen "Bei den großen Göttern, ihr sieget mit Zauberei, dass ihr den Martern entrinnet und das Meer stillet: darum so lehret mich diese eure Kunst, so will ich euch nachfolgen im Namen meines Gottes Adriani". Als er das gesagt hatte, waren zwei Teufel gegenwärtig, die schlugen ihn mit Macht in sein Angesicht. Da schrie er auf und sprach "O ihr guten Herren, bittet euern Gott für mich!" Das taten sie, und die Teufel wichen alsbald von ihm. Da sprach der Richter "Sehet ihr nun, wie meine Götter wider mich erzürnt sind, dass ich sie verlassen wollte; darum so will ich nicht länger leiden, dass ihr meine Götter schmähet". Also ließ er sie in ein großes Feuer werfen, davon blieben sie doch unversehrt, und die Flamme schlug aus von ihnen und verbrannte der Heiden viel, die dabei stunden. Darauf gebot er, dass sie auf die Folter würden gespannt; aber ein Engel hütete ihrer; und da die Knechte sie vor Müdigkeit nicht mehr mochten schlagen, wurden sie wieder vor den Richter gestellt unversehrt. Der ließ nun die drei Brüder in den Kerker schließen; Cosmas und Damianus aber hieß er kreuzigen, und hieß das Volk mit Steinen auf sie werfen. Da sprangen die Steine auf die zurück, die sie warfen, und verwundeten ihrer viele. Da ließ der Praefect voll Zorns die drei Brüder aus dem Gefängnis führen und neben das Kreuz stellen, und hieß vier Ritter auf Cosmas und Damianus, die an dem Kreuze hingen, mit Pfeilen schießen. Doch sprangen die Pfeile zurück und verwundeten viel andere Menschen, die heiligen Märtyrer aber blieben unversehrt. Da der Praefect sah, dass er in allem war überwunden, ward er geängstigt bis in den Tod, und hieß die fünf Brüder des andern Morgens zusammen enthaupten. Die Christen gedachten dessen, was Sanct Cosmas hatte gesagt, dass man sie nicht zusammen sollte begraben, und betrachteten, wie oder wo die Märtyrer wollten begraben sein. Siehe, da kam unversehens ein Kamel des Weges und rief mit menschlicher Stimme, dass man die Heiligen bei einander sollte begraben. Sie litten aber unter Diocletianus, welcher um das Jahr 287 zur Herrschaft kam.
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Quelle:
http://www.heiligenlexikon.de