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Gewalt gegen Frauen und Kinder
Verfasst: 21.10.2006, 12:11
von talitaNeu
Nicht selten werden Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. Als Christinen haben wir eine Aufgabe mit Sanftmut unseren Männern beiszustehen und auch uns unterzuordnen:
1 Petrus 3 Vers 1.
Ebenso ihr Frauen, ordnet euch den eigenen Männern unter, damit sie, wenn auch einige dem Wort nicht gehorchen, ohne Wort durch den Wandel der Frauen gewonnen werden.
Die Männer haben jedoch nicht das Vorrecht über uns zu bestimmen oder und Gewalt anzutun, denn auch wir sind Gottes Kinder und nicht minderwertig:
Galater 3,28
Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.
Auch will ich noch verweisen auf folgendes Zitat, das auch die Männer zu einem besonders liebevollen und behütendem Umgang mit uns Frauen aufruft
1.Petrus 3,7
Ihr Männer ebenso, wohnt bei ihnen (bei euren Frauen)mit Einsicht als bei einem schwächeren Gefäß, dem weiblichen, und gebt ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der Gnade des Lebens sind, damit eure Gebete nicht verhindert werden!
Das Besondere finde ich an dieser Stelle auch, dass die Bedeutung des guten Umgangs mit Frauen Petrus mit einer Verheißung verbindet: damit eure Gebete nicht verhindert werden!
Zu Behandlung der Kinder steht auch geschrieben:
Epheser 6 Vers 4.
Und ihr Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn!
Über diesen wirklich eindeutigen Ratschlägen der Apostel für uns zum Umgang mit einander in den Familien, steht das Zweite Gebot, Liebe deinen Nächsten wie dich selbst! Das Gebot wiederum gilt für alle zwischen menschlichen Beziehungen.
Gewalt in den Familien ist leider keine Seltenheit. Es ist nur schwer darüber zu sprechen. Neben der körperlichen Gewalt gibt es auch die psychische Gewalt, die oft mit dem Alkohol ins Haus kommt :-( . Dies ist ein offenes Forum und es ist schwer öffentlich über eigene schlechten Erfahrungen zu schreiben. Ich möchte euch Frauen ermuntern hier zu schreiben, so weit offen oder auch in Andeutungen wie es geht. Gerne aber auch über PN miteinander zu kontaktieren.
Liebe Grüße Gottes Segen und Schutz wüsnche ich euch.
Lieben Gruß Aleksandra
Verfasst: 24.10.2006, 20:58
von Sebastian
Hallo,
im Kontext des hier zur Diskussion gestellten Themas würde mich interessieren, welche "Anlaufstellen" geschlagenen, vergewaltigten, unter psychischen Druck stehenden etc Frauen bzw Müttern samt Kindern seitens der Kirche geboten werden? Sicherlich wird den Geistlichen vor allem in Ihrer seelsorgerisch beratenden Funktion hohe Verantwortung zuteil. Gibt es darüberhinaus Möglichkeiten innerhalb der OK, die Frauen nutzen könnten? Ausgebildete Seelsorger(innen), Psycholog(inn)en, "Sozialarbeiter" etc. die den Frauen helfen könnten, sie unterstützen und in enger Absprache mit den Geistlichen arbeiten? Wäre soetwas denkbar?
Liebe Grüsse
Sebastian
Verfasst: 19.11.2006, 19:10
von Sebastian
Hallo nochmal!
ich habe vorhin wieder gehört (nicht im TV sondern im Bekanntenkreis), dass es Männer gibt, die Ihre Freundinnen/Frauen zur Abtreibungen zwingen. Sie sagen den Frauen, dass sie sie verlassen würden, wenn sie das Kind nicht "Weg machen" lassen.
Was meint ihr, können wir solchen Frauen helfen und wenn ja wie? Wie könnte die Kirche helfen?
Grüsse
Sebastian
Verfasst: 19.11.2006, 21:40
von Milo
Sebastian hat geschrieben: Wie könnte die Kirche helfen?
Lieber Sebastian,
Aufklärung, Aufklärung und nochmals Aufklärung.
Ursachen verändern statt psychologische Nachhilfe.
Ich wäre so froh wenn endlich der der orthodoxe Religionsunterricht zugelassen wäre.
Gruß
Milo
Verfasst: 19.11.2006, 21:52
von Ehre sei Dir oh Herr
Ich wäre so froh wenn endlich der der orthodoxe Religionsunterricht zugelassen wäre.
Hallo, lieber Milo,
ja, ich auch
Aber hierzulande ist man von Seiten der großen "Christlichen Parteien" leider mehr daran interessiert den Islam zur Staatsreligion zu erheben
L.G. René
Verfasst: 19.11.2006, 22:05
von Sebastian
administrator hat geschrieben:Ich wäre so froh wenn endlich der der orthodoxe Religionsunterricht zugelassen wäre.
Hallo Milo!
bei V. Georgios gibt es bereits Religionsunterricht (für Kinder, soweit ich weiss auch Erwachsenenkatechese), bei euch (noch) nicht? Aufklärung ist die eine Seite (i.Ü.
ausdrücklich richtig von Dir dies hier deutlich werden zu lassen!), die praktische Umsetzung die andere. Ich denke schon, dass Frauen gerade in solchen Situationen besonderen Schutz und Hilfestellungen brauchen.
Aber wie? Von wem? Was sagt unser christliches Bewusstsein?
(es ist kein einfaches Thema --- ich weiss

)
A bissle Offtopic
René hat geschrieben:
Aber hierzulande ist man von Seiten der großen "Christlichen Parteien" leider mehr daran interessiert den Islam zur Staatsreligion zu erheben.
Hallo René!
das halte ich für etwas überzogen. Denke nicht, dass die CDU/CSU sich dafür einsetzt

... Solch Gedankenauswüchsen kommen (zum Glück) bisher nur bei Fundis - Grünen zum tragen.... Ist aber schon schlimm genug
Grüsse
Sebastian
Verfasst: 19.11.2006, 22:43
von Ehre sei Dir oh Herr
Hallo Sebastian,
in keinster Weise!!!
Auf Radio Multi Kulti hat Herr Schäuble selbst dieses von sich gegeben
Und, er war nicht der Einzige!
Man bildet sich doch tatsächlich ein, z.B. die Predigten kontrollieren zu können. Ein Punkt ist auch, dass dieses - dann als Staatsreligion - der Finanzierung durch Steuergelder bedarf.
L.G. René
Verfasst: 20.11.2006, 09:13
von Milo
Guten Morgen Sebastian.
Natürlich bedarf es auch einer Anlaufstelle, eines offnen Herzens in solchen Fällen.
Nur die Orthodoxie ist nicht an der human-soziologischen Tätigkeit ausgerichtet, wie etwa die Diakonie bei den Protestanten, die ja fast ins Profane übergeht.
Viel mehr ist es in der OK wichtig sich am Christus, an dem Gottesdienst (Eucharistie), an der Beichte zu orientieren und das Problem zu prüfen. Das Seelenheil kommt von Christus, durch Christus und für Christus.
Dennoch, heißt nicht das wir keine geistlich-psychologische Ausgebildete bedürfen. Gerade für solch schwere Fälle.
Auch gute Psychologinen (-therapeutinen), die ihr Herz in der Orthodoxie eingebettet haben, können solche Aufgaben übernehmen und der hl. Kirche somit dienen. Hier sehe ich den Ansatz.
Ziel ist es das jeder Mensch, auch der Traumatisierte, den Weg zu Christus und das bewußte und orthodoxe Leben mit Ihm findet. In Ewigkeit, Amen.
Bezüglich Schulunterricht, meine ich nicht den von der Kirchengemeinde organisierten (solchen gibt es fast in jeder Gemeinde), sondern den offizielen Schulunterricht in staatlichen Schulen. Hierzu hat Br. René seine Anmerkung mit dem Islam gemacht. Man merkt also das die Politiker nicht orthodoxem Christentum angehörig sind
Schönen Tag allen,
wünscht br. milo
Verfasst: 20.11.2006, 10:23
von Walter
Sebastian hat geschrieben: A bissle Offtopic
René hat geschrieben:
Aber hierzulande ist man von Seiten der großen "Christlichen Parteien" leider mehr daran interessiert den Islam zur Staatsreligion zu erheben.
Hallo René!
das halte ich für etwas überzogen. Denke nicht, dass die CDU/CSU sich dafür einsetzt

Ehre sei Dir oh Herr hat geschrieben:Hallo Sebastian,
in keinster Weise!!!
Auf Radio Multi Kulti hat Herr Schäuble selbst dieses von sich gegeben
Und, er war nicht der Einzige!
René, da hat Dir m.E. jemand einen Bären aufgebunden.

Vielleicht ist es auch ein Gerücht aus der Neonazi-Szene, um der CDU nationalbewusste Wähler abspenstig zu machen.
LG
Walter
Verfasst: 20.11.2006, 10:48
von Walter
Milo hat geschrieben:Ich wäre so froh wenn endlich der der orthodoxe Religionsunterricht zugelassen wäre.
In einigen Bundesländern ist "Orthodoxe Religon" als Schulfach zugelassen, die Umsetzung wird aber auch von der griechischen Kirche verhindert, die in Deutschland das Monopol auf die Bestimmung der Lehrkräfte hat und es da, wo es dann wirklich angeboten wird, als Muttersprache-Unterricht für griechische Kinder umfunktioniert.
Verfasst: 20.11.2006, 10:50
von Walter
talitaNeu hat geschrieben:Nicht selten werden Frauen Opfer von häuslicher Gewalt. Als Christinen haben wir eine Aufgabe mit Sanftmut unseren Männern beiszustehen und auch uns unterzuordnen:
Gewalt in den Familien ist leider keine Seltenheit. Es ist nur schwer darüber zu sprechen. Neben der körperlichen Gewalt gibt es auch die psychische Gewalt, die oft mit dem Alkohol ins Haus kommt :-( . Dies ist ein offenes Forum und es ist schwer öffentlich über eigene schlechten Erfahrungen zu schreiben. Ich möchte euch Frauen ermuntern hier zu schreiben, so weit offen oder auch in Andeutungen wie es geht.
Milo hat geschrieben:Natürlich bedarf es auch einer Anlaufstelle, eines offnen Herzens in solchen Fällen.
Nur die Orthodoxie ist nicht an der human-soziologischen Tätigkeit ausgerichtet, wie etwa die Diakonie bei den Protestanten, die ja fast ins Profane übergeht.
Guten Morgen Milo,
meinst Du damit, weil es andere nicht so gut (zu profan) machen, sollte man sich lieber gar nicht drum kümmern?
Milo hat geschrieben:Viel mehr ist es in der OK wichtig sich am Christus, an dem Gottesdienst (Eucharistie), an der Beichte zu orientieren und das Problem zu prüfen.
Das eine schließt das andere doch nicht aus. Ich weiß nicht, ob wie im oben beschriebenen Fall eine Frau, allein indem sie betet und beichtet, die Alkoholsucht ihres Mannes heilen kann. Sicher kann es dazu beitragen.
LG
Walter
Verfasst: 20.11.2006, 12:01
von protopeter
Lieber Br. Walter !
Ich schließe mich Ihren Ausführungen vollinhaltlich an - insbesondere im Hinblick auf die Synthese von orthodoxia und orthopraxia: Gerade weil die Orthodoxe Kirche auf dem gottmenschlichen Erlösungsmysterium gründet, ist es - konform der Soziallehre der Kirchenväter (hier denke ich vor allem an Johannes Chrysostomos) - eine aus dem Glauben entspringende absolute ethische Verpflichtung, in entsprechenden Situationen tätig zu werden. Wiewohl die Orthodoxie seit Anbeginn "überweltlich" ausgerichtet ist und das Reich Gottes auf Erden verkündet, so ist sie aber auch dazu gerufen, zur konkret-tätigen Umsetzung bestimmter Voraussetzungen ihren Beitrag zu leisten.
Mit besten Segenswünschen und lieben Grüßen,
Erzpr. Peter
Verfasst: 20.11.2006, 12:40
von Milo
Walter hat geschrieben:meinst Du damit, weil es andere nicht so gut (zu profan) machen, sollte man sich lieber gar nicht drum kümmern?
Hallo Walter,
nein meine ich nicht. Aber eine Abstrahierung des Problems von Christus, Der ja das Zentrum unseres Lebens sein sollte, wird uns nur zum nächsten Problem im Leben weiterreichen.
Gerade weil ich aus meiner Familie das Problem des Alkoholismus mit all seinen Ergiebigkkeiten hautnah kenne, sage ich das.
Hier noch einer meiner Zitate aus dem gleichen Beitrag:
Auch gute Psychologinen (-therapeutinen), die ihr Herz in der Orthodoxie eingebettet haben, können solche Aufgaben übernehmen und der hl. Kirche somit dienen. Hier sehe ich den Ansatz.
Gruß
Milo
Verfasst: 20.11.2006, 15:21
von Ehre sei Dir oh Herr
René, da hat Dir m.E. jemand einen Bären aufgebunden.

Vielleicht ist es auch ein Gerücht aus der Neonazi-Szene, um der CDU nationalbewusste Wähler abspenstig zu machen.
LG
Walter
Lieber Walter,
wenn ich (und mein Kollege, der kein Christ ist) es im Radio life höre, wie Herr Schäuble sich dahingehend äußert und auch andere Politiker, dann muss ich es schon ernst nehmen.
Man denkt z.B. dass man die Predigten aus Deutsch festschreiben kann und somit eine gewisse Kontrolle ausüben kann bezüglich irgendwelcher Hetzreden (Terrorismus...).
Es gab auch schon ein Treffen einiger Politiker mit Vertretern einiger Islamistischer Organisationen.
Da dies inzwischen aber schon wieder einige Wochen her ist, sind mir die Bezeichnungen dieser entfallen.
Glaube mir, ich war recht erschrocken. Der Name des senders besagt schon, dass natürlich auch über den Islam geredet wird, und da es an diesen Tagen fast nur darum ging, habe ich mich ausgeklinkt...
das war mir dann irgendwann zu viel.
L.G. René
Hallo liebe Freunde zu dem von euch neu vorgeschlagenem Them
Verfasst: 20.11.2006, 18:40
von talitaNeu
- orthodoxer Konfessionsunterricht -
hallo Milo,
den Orthodoxen Konfessionsunterricht gibt es nicht in jeder Gemeinde... in Hamburg leider nicht :-(
Ich fände es richtig, dass in deutschen Schulen der Konfessionsunterricht in Deutsch stattfindet, damit auch die Kinder aus Serbien und aus anderen Ländern lernen können, nicht nur griechische.
Ich schlage vor, das thema Islam-Politik in einem anderem Forums-bereich neu zu eröffnen. Milo was schlägst du vor?
Zu dem ursprünglichen Thema, meine Meinung ist die selbe wie früher, auf den ganzen Menschen kommt es an.
Liebe Grüße Aleksandra