Noch ein interesanter Bericht aus Rum?nien
Noch ein interesanter Bericht aus Rumänien
Habt ihr Komentare dazu?
Gruß an alle,
milo
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Gegenstimmen aus den eigenen Reihen
Interessant ist der Umstand, dass nicht die gesamte orthodoxe Kirche die Politik des Metropoliten Anania mit trägt. Bereits 1990 hatte der Metropolit des Banats, Nicolae Corneanu, den griechisch-katholischen Gläubigen ihre Kirchen zurückgegeben. Auch der neue Metropolit von Sibiu/Hermannstadt, Laurentiu Streza, hatte sich für die Rückgabe ausgesprochen. Das führte Anfang 2006 zu einer Spaltung der Metropolie Transsilvaniens und zur Gründung einer neuen, zusätzlichen Metropolie in Cluj, zu deren Oberhaupt der wohl konservativste und kämpferischste orthodoxe Würdenträger, Bartolomeu Anania, gewählt wurde
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protopeter
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extremistisch...??
Es ist weiterhin bekannt, dass von Seiten des Vatikan seit etwa 15 Jahren gegenüber der Orthodoxen Kirche eine janusköpfige Politik betrieben wird: Einerseits gibt man vor, durch "ökumenische Kontakte" gemeinsame Interessen zu wahren (bedauerlicherweise wurde dies - zumindest von offizieller Seite der Orthodoxen Kirche - bisher als status quo hingenommen); andererseits ist die Unterstützung der mit Rom unierten "griechisch-katholischen Kirche" eine unbestrittene Tatsache.
In der genannten Bericht sehe ich nicht so sehr das Problem der "Spaltung" gegeben - es handelt sich eher darum, Stimmung gegen die orthodoxen Positionen zu machen. Die Frage des Uniatismus und aller seiner Begleiterscheinungen ist für die Orthodoxe Kirche eine (leider noch immer) offene Wunde; solange von Seiten des römischen Katholizismus hier keine definitive Klärung erfolgt, sehe ich immer wieder Anlass zu Konflikten diverser Natur.
Eine "Kircheneinheit", die sich prinzipiell auf diplomatisch-politischer Ebene bewegt (mag dies auch noch so publikumswirksam und massenbewegend sein !) ist seitens der Orthodoxen Kirche abzulehnen; auf diese Weise vermag ein "Dialog der Wahrheit" niemals zustandezukommen. In diesem Zusammenhang erscheinen auch Kategorisierungen wie "konservativ" oder "aufgeschlossen" mehr als kontraproduktiv. "Die Wahrheit in Liebe tun" - dies sollte die einzige Massgabe sein; auf Basis dieser Verpflichtung wäre es eben auch angebracht, unbotmässige Haltungen der Orthodoxen Kirche zumindest zu respektieren.