Mein Weg zu Gott
Verfasst: 28.06.2006, 09:16
Hallo,
durch ein anderes Forum annimiert, möchte ich eine Beitragsreihe starten, inder ich meinen Weg zum Herrn, also wie ich zu Gott kam kurz erzähle.
Vielleicht hat ja der eine oder andere auch Lust sich mitzuteilen.
Nicht jeder hat ja das Glück, in einem gläubigen Elternhaus aufwachsen zu können.
Nein, hier im Osten Deutschlands sind wohl die meisten Leute aus politisch nachvollziehbaren Gründen atheistisch großgezogen worden.
Ich selbst entstamme als Christ der Russischen Orthodoxen Kirche einer Deutschsprachigen Gemeinde auch einem atheistischem Elternhaus. Bin aber Deutscher und kein Konvertit. Mein Weg zu Gott war eigentlich sehr eigenartig. Früher wollte ich mit der Kirche überhaupt nichts zu tun haben. Die geschichtlichen Gegebenheiten
moralischer Verkommenheit aus damaliger Zeit (Ihr kennt sicher die vielen Berichte?) und die zahllosen Ungerechtigkeiten unter dem Deckmantel des Hl. Kreuzes machten mich eher zu einem absoluten Gegner. Nein, mein Weg zum Herrn begann wohl schon um die ?Wende?, aber mit einem Umweg, den ich natürlich noch nicht sehen konnte oder wollte.
Ich erkrankte im Laufe der Zeit an juveniler Osteoporose. Man muß nicht extra betonen, dass zumeist Frauen in dem Wechseljahren daran erkranken...
Durch Schmerzen zum Arzt bewegt, wurde mir eines Tages diese Diagnose gestellt. Da war ich Anfang 20? dort stand in einem Bericht: ?Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule?? Nun, was ist degenerativ? Da stand im Duden? etwas von sich zurückbildend? mehr konnte ich gar nicht lesen?und die düstersten Gedanken jagten durch meinen Kopf?
Ich kannte da jemanden, der esoterisch sehr begeistert war und bemühte mich durch das Lesen von allerlei esoterischen, astrologischen und magischen Büchern die Weisheit mit Löffeln zu essen, wie man so schön sagt? aber richtig glücklich bin ich damit auch nicht geworden...
Nun, die Wege des Herrn sind unergründlich für den Menschen? wenn ich das so sagen darf.
Ich lernte eines Tages meine jetzige Frau kennen und somit auch die ROK (sie kommt aus der Ukraine). Zugeben muss ich aber, dass sie getreu meines Vetos mit keiner Silbe Ihren Glauben oder Gott überhaupt erwähnte. Ich wollte gar nichts wissen davon und sie schwieg dazu ganz einfach...
Im Gegenteil. Wenn ich es nicht ausdrücklich gewollt hätte, wäre sie gar nicht mit mir in die eine Kathedrale gegangen (Krim), welche mich schon äußerlich sehr reizte, sie kennenzulernen..
Es war eine für mich sehr beeindruckende Atmosphäre ? auch ohne eine Liturgie. Die Kirchen stehen den ganzen Tag dort offen und es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Man zündet eine Kerze an, stellt sie vor einer der Ikonen (z.B. unserer Gottesmutter) und betet. Dann geht man wieder seiner Wege. Und dies alles mit einer so tiefen Frömmigkeit? Da war ich richtig überwältigt? und dies war, im Nachhinein betrachtet, wohl der erste richtige Schritt auf dem Wege zu Gott?
Es kam natürlich so, dass ich wieder nach Hause mußte. So fand ich mich dann alleine hier wieder und hatte große Schwierigkeiten, wieder die Füße auf die Erde zu bekommen...
Meine jetzige Frau erkrankte an Krebs dort und ich war hier und konnte nichts tun. Anfänglich versuchte ich gedanklich ihr Heilkräfte auf verschiedenen Wegen zuzusenden, wie in einigen oben stehenden Büchern gelesen.
Dann sprach ich einfach vor einer Gottesmutterikone, welche ich mir als Andenken von der Krim mitnahm, zu Maria und bat um Hilfe.
Ich fuhr nach Berlin in die dortige Kathedrale und erkundigt mich nach den für Kranke üblichen Ikonen und fand mich vor einer großen Gottesmutterikone wieder. Dort versprach ich dann, öfter zu kommen und mich taufen zu lassen, wenn sie mir nur helfen würde...
Nun sind wir schon einige Jahre verheiratet, haben uns in diesem Jahr vor dem Herrn trauen lassen und besuchen regelmäßig unsere Gemeinde...
Sie hat mir einmal eine CD (Valaamskaja Liturgija) mitgebracht, vom Eismeer. Früher wurden die Priester und Mönche dorthin ins Exil geschickt von den Kommunisten. Unter Bedingungen, wo eigentlich kein Mensch überleben kann, leben dort auch heute noch Mönche im Kloster.
Diese CD`s mit liturgischen Gesängen sind von dort. Ich muss auch zugeben, dass ich kaum ein Wort Russisch oder Kirchenslavisch verstehe. Als ich nun das erste mal reinhörte, liefen mir die Tränen? ich konnte gar nichts machen dagegen? und wollte auch gar nicht? und heulte so sehr, mit einer Freude?
Nun, so ist aus einem Gegner der Kirche ein Verfechter der selbigen geworden? Aus einem Saulus ein Paulus sozusagen. Dabei fällt mir ein, dass ich am Tag der Einheit (3.10.) getauft wurde.
Ich habe da bisher noch garnicht drüber nachgedacht, aber jetzt....
Die Weidervereinigung mit Gott....
Nun, ich habe auch hier Kirchen besucht, ev., altkatholische und auch römisch katholische, aber dieses erhebende Gefühl konnte ich nicht finden. So hat mich unser Herr in seiner unendlichen Weisheit auf diesen, meinen Weg geführt. Ich bin schon gespannt auf Euren...
In meinem Bekannten- und Freundeskreis finden sich so manche Katholiken oder ev. Christen. Wir beten auch mit- oder füreinander.
Das ist ganz klar. Das ist keine Frage der Konfession... Jeder bemüht sich da, seinen Glauben zu leben - in der Liebe unseres Herrn.
herzlichst René
durch ein anderes Forum annimiert, möchte ich eine Beitragsreihe starten, inder ich meinen Weg zum Herrn, also wie ich zu Gott kam kurz erzähle.
Vielleicht hat ja der eine oder andere auch Lust sich mitzuteilen.
Nicht jeder hat ja das Glück, in einem gläubigen Elternhaus aufwachsen zu können.
Nein, hier im Osten Deutschlands sind wohl die meisten Leute aus politisch nachvollziehbaren Gründen atheistisch großgezogen worden.
Ich selbst entstamme als Christ der Russischen Orthodoxen Kirche einer Deutschsprachigen Gemeinde auch einem atheistischem Elternhaus. Bin aber Deutscher und kein Konvertit. Mein Weg zu Gott war eigentlich sehr eigenartig. Früher wollte ich mit der Kirche überhaupt nichts zu tun haben. Die geschichtlichen Gegebenheiten
moralischer Verkommenheit aus damaliger Zeit (Ihr kennt sicher die vielen Berichte?) und die zahllosen Ungerechtigkeiten unter dem Deckmantel des Hl. Kreuzes machten mich eher zu einem absoluten Gegner. Nein, mein Weg zum Herrn begann wohl schon um die ?Wende?, aber mit einem Umweg, den ich natürlich noch nicht sehen konnte oder wollte.
Ich erkrankte im Laufe der Zeit an juveniler Osteoporose. Man muß nicht extra betonen, dass zumeist Frauen in dem Wechseljahren daran erkranken...
Durch Schmerzen zum Arzt bewegt, wurde mir eines Tages diese Diagnose gestellt. Da war ich Anfang 20? dort stand in einem Bericht: ?Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule?? Nun, was ist degenerativ? Da stand im Duden? etwas von sich zurückbildend? mehr konnte ich gar nicht lesen?und die düstersten Gedanken jagten durch meinen Kopf?
Ich kannte da jemanden, der esoterisch sehr begeistert war und bemühte mich durch das Lesen von allerlei esoterischen, astrologischen und magischen Büchern die Weisheit mit Löffeln zu essen, wie man so schön sagt? aber richtig glücklich bin ich damit auch nicht geworden...
Nun, die Wege des Herrn sind unergründlich für den Menschen? wenn ich das so sagen darf.
Ich lernte eines Tages meine jetzige Frau kennen und somit auch die ROK (sie kommt aus der Ukraine). Zugeben muss ich aber, dass sie getreu meines Vetos mit keiner Silbe Ihren Glauben oder Gott überhaupt erwähnte. Ich wollte gar nichts wissen davon und sie schwieg dazu ganz einfach...
Im Gegenteil. Wenn ich es nicht ausdrücklich gewollt hätte, wäre sie gar nicht mit mir in die eine Kathedrale gegangen (Krim), welche mich schon äußerlich sehr reizte, sie kennenzulernen..
Es war eine für mich sehr beeindruckende Atmosphäre ? auch ohne eine Liturgie. Die Kirchen stehen den ganzen Tag dort offen und es ist ein ständiges Kommen und Gehen. Man zündet eine Kerze an, stellt sie vor einer der Ikonen (z.B. unserer Gottesmutter) und betet. Dann geht man wieder seiner Wege. Und dies alles mit einer so tiefen Frömmigkeit? Da war ich richtig überwältigt? und dies war, im Nachhinein betrachtet, wohl der erste richtige Schritt auf dem Wege zu Gott?
Es kam natürlich so, dass ich wieder nach Hause mußte. So fand ich mich dann alleine hier wieder und hatte große Schwierigkeiten, wieder die Füße auf die Erde zu bekommen...
Meine jetzige Frau erkrankte an Krebs dort und ich war hier und konnte nichts tun. Anfänglich versuchte ich gedanklich ihr Heilkräfte auf verschiedenen Wegen zuzusenden, wie in einigen oben stehenden Büchern gelesen.
Dann sprach ich einfach vor einer Gottesmutterikone, welche ich mir als Andenken von der Krim mitnahm, zu Maria und bat um Hilfe.
Ich fuhr nach Berlin in die dortige Kathedrale und erkundigt mich nach den für Kranke üblichen Ikonen und fand mich vor einer großen Gottesmutterikone wieder. Dort versprach ich dann, öfter zu kommen und mich taufen zu lassen, wenn sie mir nur helfen würde...
Nun sind wir schon einige Jahre verheiratet, haben uns in diesem Jahr vor dem Herrn trauen lassen und besuchen regelmäßig unsere Gemeinde...
Sie hat mir einmal eine CD (Valaamskaja Liturgija) mitgebracht, vom Eismeer. Früher wurden die Priester und Mönche dorthin ins Exil geschickt von den Kommunisten. Unter Bedingungen, wo eigentlich kein Mensch überleben kann, leben dort auch heute noch Mönche im Kloster.
Diese CD`s mit liturgischen Gesängen sind von dort. Ich muss auch zugeben, dass ich kaum ein Wort Russisch oder Kirchenslavisch verstehe. Als ich nun das erste mal reinhörte, liefen mir die Tränen? ich konnte gar nichts machen dagegen? und wollte auch gar nicht? und heulte so sehr, mit einer Freude?
Nun, so ist aus einem Gegner der Kirche ein Verfechter der selbigen geworden? Aus einem Saulus ein Paulus sozusagen. Dabei fällt mir ein, dass ich am Tag der Einheit (3.10.) getauft wurde.
Ich habe da bisher noch garnicht drüber nachgedacht, aber jetzt....
Die Weidervereinigung mit Gott....
Nun, ich habe auch hier Kirchen besucht, ev., altkatholische und auch römisch katholische, aber dieses erhebende Gefühl konnte ich nicht finden. So hat mich unser Herr in seiner unendlichen Weisheit auf diesen, meinen Weg geführt. Ich bin schon gespannt auf Euren...
In meinem Bekannten- und Freundeskreis finden sich so manche Katholiken oder ev. Christen. Wir beten auch mit- oder füreinander.
Das ist ganz klar. Das ist keine Frage der Konfession... Jeder bemüht sich da, seinen Glauben zu leben - in der Liebe unseres Herrn.
herzlichst René