Hallo Administrator,
da stellst du aber eine gewichtige Frage! Und eine schwierige zugleich.

Wenn ich zum Gottesdienst gehe ( ich spreche jetzt primär von meiner Kirche, der neuapostolischen Kirche, möchte aber auch sagen, dass ich das nicht konfessionsgebunden sehe, d.h. mich bewegen solche Dinge auch beim Betreten orthodoxer Gotteshäuser ) bewegen mich viele Dinge.
Ich gehe regelmäßig zur Kirche. Sonntags und manchmal auch am Mittwoch Abend.
Es ist bei mir immer unterschiedlich, was ich empfinde.
-Manchmal hoffe ich Antworten auf meine Fragen zu finden.
-Ich habe das Bedürfnis Gott zu erleben.
-Ich möchte, dass der Hl. Geist an mir wirkt
-Das der allmächtige Gott mir hilft
-Das Jesus Christus mir nahe ist
-Oft ist es mir auch simpel ein Wunsch, ein stilles Gebet zu sprechen.
Wenn ich so mit Erwartungen "geladen" in einen Gottesdienst gehe, muss ich mich auch manchmal schämen. Ich, Ich, Ich, mir, mir, mir... Dann komme ich mir irgendwie egoistisch vor. Was ist mit Fürbitten? Zweitrangig? Hat uns Jesus Christus nicht auch das Gebot ans Herz gelegt seinen Nächsten zu achten und zu lieben, wie sich selbst?
Dann versuche ich still zu werden und in Fürbitten für meinen Nächsten einzutreten. Ich bete immer ein stilles Gebet bevor der Gottesdienst beginnt. Manchmal bin ich sogar so aufgewühlt, dass ich ganz mein Dankesgebet vergesse und gleich zu meinen Wünschen übergehe... Wie anmaßend... Dann könnte ich mich schon wieder schämen...
Wenn man traurig ist, erhofft man sich trost. Wie du ja weisst, hat der große Gott seinen Geist auf die Erde auch als Tröster gesendet.
Wenn man fröhlich ist, ist man dankbar und hat die Hoffnung, dass dies auch so bleibt.
Es gibt so unterschiedliche Gedanken, jedenfalls bei mir, bevor ich in einen Gottesdienst gehe.
Was bewegt dich denn alles? Was sind deine Erwartungen?
Grüsse nach Stuttgart
Sebastian
