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Dreihändige

Verfasst: 09.05.2006, 12:30
von Milo
Wie versprochen, nun ein paar Worte zu der wundertätigen "Dreihändigen" Ikone der Mutter Gottes.

Wahrhaft würdig und recht ist es, dich seligzupreisen, Gottesgebärerin, allzeit selige und ganz unbefleckte Mutter unseres Gottes; die du ehrwürdiger bist als die Cherubim und unvergleichlich herrlicher als die Seraphim. Unversehrt hast du Gott, das Wort, geboren. Dich, wahrhaftige Gottesgebärerin, preisen wir hoch!

Bild

Die hl. Ikone befindet sich am hl. Berg Athos, in dem serbischen Kloster Hilandar.
Der Überlieferung nach zählt diese Ikone zu den Drei, die der Apostel Lukas gemalt hat. Die anderen zwei sind "Vladimirskaja" und die "Milchspänderin".
Auf der Rückseite der "Dreihändigen" ist eine Ikone vom Hl. Nikolaus.

Die Ikone fand sich damals (8Jhd.) im Besitz des Hl. Johannes v. Damaskus, dem Hymnografen (Autor von Oktoioch-Buch der 8Töne) und dem theol. Verfechter der Ikonen Verehrung. In seiener Zeit war die Häresie ausgebrochen wo nach Ikonenverehrung-nicht also Anbetung- als Götzendienst abgewertet wurde. Nun Johannes hat sich stark aufglehnt gegen diese Verläumdung.
Dafür wurde er zu unrecht bestraft nach einer Lästerung, der Kalif von Damaskus lies ihm die rechte Hand abschlagen und auf dem Marktplatz aufhängen.
Abends bekam er auf Wunsch seine Hand wieder, und so betete er zu Mutter Gottes vor Ihrer Ikone die ganze Nacht durch. Als er erschöpft einschlief, erschien im die Zuheilige, und tröstete ihn. Seine Hand war plötzlich wieder heil als er aufwachte. Aus Dankgefühl, ließ er die silberne dritte Hand anbringen, zur Erinnereng an das Wundergeschehen. So entstand der Name "Dreihändige" und so wurde auch die Ikonenverehrung seitens der Abgebildeten selbst bestätigt, für immer. (Siehe Entscheid 7. Konzil)
Nach einem Vermächtnis und Prophezeihung bekam 5 Jhd. später der serbische Tronnachfolger- Mönch Savva, später erster Bischof Serbiens, die Ikone "Dreihändige" mit der "Milchspänderin", und nahm sie mit auf den Hl. Berg. Dort werden sie bis heute hin aufbewahrt, und bis heute hin geschehen Wunder durch diese!
Da Ikonen nicht einfache Gemälde sind, sondern einen realen Bezug zu den darauf Abgebildeten herstellen, sind die Ikonen nach einer Weihe heilig. So sind Kopien solcher besonderen Ikonen wie die "Dreihändige" ist, auch besonders segensreich- natürlich ist der Glaube für alles Voraussetzung!
Beten wir nicht also zu dem Material, sondern zu der Zuheiligen Gottesgebärerin selbst, die mit dieser Ikone das Wunder zu ließ, das hl. Johannes gesund wurde...

Mögen unsere Gebete immer erhört werden, und sie werden es sicher, wenn wir auf richtige Weise vor solch einer Ikone beten.

Amin


Ehrwürdige Jungfrau, Mutter Christi, unseres Gottes, bringe unser Gebet vor deinen Sohn und unseren Gott, damit er durch dich unsere Seelen errette!

Ehrwürdige Jungfrau, Mutter Christi, unseres Gottes

Verfasst: 04.11.2006, 17:13
von peter
Sei gegrüßt, Amin,

sei herzlich bedankt für Deine Mühe. Die drei Abhandlungen von Johannes von Damaskus haben mich von der Kunstgeschichte verdorbenen Westler zum Ikonenverehrer gemacht. Seitdem küsse ich die Ikonen, verneige mich vor ihnen, und falle auch nieder. Diese Haltung gilt selbstverständlich dem "Urbild", nicht dem materialen Abbild. Als (wohl eine Kopie) der "Dreihändigen" vor ca. drei Jahren in der Serbisch-Orthodoxen Kirche in Berlin-Wedding verehrt wurde, fielen meine Frau und ich äußerst bewegt
vor der Gottesgebärerin nieder. Meine Frau hatte gleich hernach in der Kirche einen Herzanfall, mußte auf der hintersten Kirchenbank (in dieser Kirche verblieben noch protestantische Bänke) lange ausruhen. Es war eine absolut ungewohnte, ja dramatische Situation. Die Kraft zu spüren, die von einer Ikone ausgehen kann, gehört seitdem für mich zum Ergreifendsten der Orthodoxie.

Gott zum Gruße Peter