DER HEILIGE BLASIOS
Verfasst: 14.04.2006, 16:39
DER HL.BLASIOS
?Der hl. Blasios wurde im 3. Jh. In der Provinz Armenien geboren und war Arzt von Beruf. Er führte ein Leben, wie der gerechte Hiob: in Gottesfurcht und Rechtschaffenheit. Alle seine Mitbürger achteten ihn, weshalb er zum Bischof von Sebaste (heute Sivas) in Ostanatolien geweiht wurde. Zur Zeit der großen Verfolgung (303 ? 311) setzte er sich mutig ein für die hl. Martyrer und spornte sie an zur Standhaftigkeit. Er besuchte auch den hl. Eustratios im Gefängnis, wo er am Vorabend von dessen ruhmreichen Martyrium die göttliche Liturgie für ihn zelebrierte. Später sorgte er für die Bergung der Reliquien des Heiligen und seiner vier Gefährten. Einige Zeit danach zog sich der hl. Blasios ins nahe gelegene Gebirge zurück, auf den berg Argea, wo er sich in einer Höhle dem fortwährenden Gebet hingab. Die wilden tiere, angezogen vom Duft seiner Heiligkeit, kamen ohne furcht zu ihm wie zu einem neuen Adam und pflegten friedlich am Eingang der Höhle zu warten, bis er hinauskam und sie segnete oder ihre Gebrechen heilte.
Zur Zeit von Kaiser Licinius (um 316) kam Agrokolaos, der Gouverneur von Kappadokien, nach Sebaste, um die Christen festzunehmen und den Raubtieren vorzuwerfen. Deshalb sandte er Soldaten zum Tierfang in die Berge. Als diese in die Nähe von Blasios` Höhle kamen, fanden sie dort zu ihrem Erstaunen eine große Zahl von Löwen, Tigern, Bären, Wölfen und anderen Raubtieren einträchtig versammelt um den Heiligen. Sie meldeten es den Gouverneur, der ihnen sogleich befahl, Blasios zu verhaften. Der heilige Eremit empfing sie freundlich und folgte ihnen ohne Widerstand. Beim Anblick des Heiligen, der unaussprechliche Sanftmut und frieden ausstrahlte, bekehrten sich manche Heiden entlang des Wegs, und viele Kranke, Menschen ebenso wie Tiere, fanden Heilung. Vor Agrikolaos geführt und von diesem verhört, bekannte der hl. Blasios furchtlos den waren Glauben und verurteilte die Nichtigkeit des Götzenkults, wofür er mit Ruten blutig geschlagen und manchen anderen Qualen unterworfen wurde. Sieben Frauen, die ihre Bewunderung für den heiligen Martyrer bezeugten, wurden ebenfalls verhaftet und unter Todesdrohung zum Götzenopfer aufgefordert. Sie erklärten sich bereit dazu, verlangten aber, dass man ihnen die Götzenbilder an den See von Sebaste bringe ? jenem gleichen see, wo bald danach die 40 Martyrer ihren glorreichen Kampf gegen die Eiseskälte austragen sollten -, damit sie sie waschen könnten. Der Bitte wurde stattgegeben, worauf die Frauen die Standbilder im See versenkten. Wutentbrannt lies sie Agrikolaos grausam martern, ins Feuer werfen und schließlich enthaupten. Dann befahl er, den hl. Blasios im See zu ertränken. Doch als man ihn ans Ufer brachte, bekreuzigte er sich und schritt in Nachahmung des Herrn über das Wasser bis in die Mitte des Sees. Von dort forderte er die Heiden auf, ihm zu folgen, wenn sie sich auf ihre Götter verlassen zu können glaubten. 68 davon versuchten es und ertranken sogleich. Darauf erschien dem hl. Blasios ein lichter Engel und lud ihn ein, ans Ufer zurückzukehren, um die Siegerkrone zu empfangen. Nachdem er für all jene gebetet hatte, die in Zukunft seine Hilfe anrufen würden, wurde er enthauptet, zusammen mit zwei Kindern und einer der 7 Frauen, die sich ebenfalls zum Martyrium bereiterklärt hatten. Bis heute ist der hl. Blasios sowohl im Osten als auch im Westen einer der meistverehrten heiligen Heiler. Er wird insbesondere angerufen bei Erstickungsgefahr nach Verschlucken von Fischgräten u. dgl. Sein kostbarer Schädel wird im hl. Kloster Konstamonitou auf dem Hl. Berg Athos verehrt.?
aus dem Synaxarion
Herzliche Grüße René
?Der hl. Blasios wurde im 3. Jh. In der Provinz Armenien geboren und war Arzt von Beruf. Er führte ein Leben, wie der gerechte Hiob: in Gottesfurcht und Rechtschaffenheit. Alle seine Mitbürger achteten ihn, weshalb er zum Bischof von Sebaste (heute Sivas) in Ostanatolien geweiht wurde. Zur Zeit der großen Verfolgung (303 ? 311) setzte er sich mutig ein für die hl. Martyrer und spornte sie an zur Standhaftigkeit. Er besuchte auch den hl. Eustratios im Gefängnis, wo er am Vorabend von dessen ruhmreichen Martyrium die göttliche Liturgie für ihn zelebrierte. Später sorgte er für die Bergung der Reliquien des Heiligen und seiner vier Gefährten. Einige Zeit danach zog sich der hl. Blasios ins nahe gelegene Gebirge zurück, auf den berg Argea, wo er sich in einer Höhle dem fortwährenden Gebet hingab. Die wilden tiere, angezogen vom Duft seiner Heiligkeit, kamen ohne furcht zu ihm wie zu einem neuen Adam und pflegten friedlich am Eingang der Höhle zu warten, bis er hinauskam und sie segnete oder ihre Gebrechen heilte.
Zur Zeit von Kaiser Licinius (um 316) kam Agrokolaos, der Gouverneur von Kappadokien, nach Sebaste, um die Christen festzunehmen und den Raubtieren vorzuwerfen. Deshalb sandte er Soldaten zum Tierfang in die Berge. Als diese in die Nähe von Blasios` Höhle kamen, fanden sie dort zu ihrem Erstaunen eine große Zahl von Löwen, Tigern, Bären, Wölfen und anderen Raubtieren einträchtig versammelt um den Heiligen. Sie meldeten es den Gouverneur, der ihnen sogleich befahl, Blasios zu verhaften. Der heilige Eremit empfing sie freundlich und folgte ihnen ohne Widerstand. Beim Anblick des Heiligen, der unaussprechliche Sanftmut und frieden ausstrahlte, bekehrten sich manche Heiden entlang des Wegs, und viele Kranke, Menschen ebenso wie Tiere, fanden Heilung. Vor Agrikolaos geführt und von diesem verhört, bekannte der hl. Blasios furchtlos den waren Glauben und verurteilte die Nichtigkeit des Götzenkults, wofür er mit Ruten blutig geschlagen und manchen anderen Qualen unterworfen wurde. Sieben Frauen, die ihre Bewunderung für den heiligen Martyrer bezeugten, wurden ebenfalls verhaftet und unter Todesdrohung zum Götzenopfer aufgefordert. Sie erklärten sich bereit dazu, verlangten aber, dass man ihnen die Götzenbilder an den See von Sebaste bringe ? jenem gleichen see, wo bald danach die 40 Martyrer ihren glorreichen Kampf gegen die Eiseskälte austragen sollten -, damit sie sie waschen könnten. Der Bitte wurde stattgegeben, worauf die Frauen die Standbilder im See versenkten. Wutentbrannt lies sie Agrikolaos grausam martern, ins Feuer werfen und schließlich enthaupten. Dann befahl er, den hl. Blasios im See zu ertränken. Doch als man ihn ans Ufer brachte, bekreuzigte er sich und schritt in Nachahmung des Herrn über das Wasser bis in die Mitte des Sees. Von dort forderte er die Heiden auf, ihm zu folgen, wenn sie sich auf ihre Götter verlassen zu können glaubten. 68 davon versuchten es und ertranken sogleich. Darauf erschien dem hl. Blasios ein lichter Engel und lud ihn ein, ans Ufer zurückzukehren, um die Siegerkrone zu empfangen. Nachdem er für all jene gebetet hatte, die in Zukunft seine Hilfe anrufen würden, wurde er enthauptet, zusammen mit zwei Kindern und einer der 7 Frauen, die sich ebenfalls zum Martyrium bereiterklärt hatten. Bis heute ist der hl. Blasios sowohl im Osten als auch im Westen einer der meistverehrten heiligen Heiler. Er wird insbesondere angerufen bei Erstickungsgefahr nach Verschlucken von Fischgräten u. dgl. Sein kostbarer Schädel wird im hl. Kloster Konstamonitou auf dem Hl. Berg Athos verehrt.?
aus dem Synaxarion
Herzliche Grüße René