Geburt

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Julija
Beiträge: 13
Registriert: 04.04.2006, 17:50
Wohnort: Stuttgart

Geburt

Beitrag von Julija »

Liebe Frauen und Mütter! :) Und nicht nur Frauen, natürlich... :D
Was denken Sie über die Schmerzen, die wir haben, als wir das Baby entbinden? Warum soll jeder neue Mensch so auf die Welt kommen?
Bevor ich das Baby bekommen habe, dachte ich, dass es keine Sinn hat... Jetzt aber finde ich diese Schmerzen sehr sinvoll. Sie helfen uns durch die Geburt. Und nicht nur das. Sie änderen uns und vorbereiten auf unsere neune Rolle.
Ich freue mich an Ihre Antworten und Meinungen!
Mit Grüssen!
Julija
peter
Beiträge: 440
Registriert: 01.08.2006, 13:58
Religionszugehörigkeit: (russisch-) orthodox
Wohnort: Berlin

Beitrag von peter »

Liebe Julija !

Da ich noch dabei bin, die Vergangenheit dieses Forums zu erforschen und dabei feststelle, daß Du seit 4. April 2006 keine Antwort erhalten hast, möchte ich als schmerzentbundener Mann mich hierzu äußern. Mir fällt aus dem Alten Testament dazu ein, daß die Frau unter Schmerzen gebären soll, sozusagen unter Fluch steht, weil sie den Adam im Paradies verführt hat (Genesisstelle bitte heraussuchen). Dies hat religionsgeschichtlich bzw. geschichtlich oft zu einer Minderbewertung der Frau geführt, die ja auch, wie gleichfalls dem Schöpfungsbericht zu entnehmen ist, als "Männin" aus der Rippe Adams geformt wurde. Wie denkst Du als Frau über diese "sekundäre"
Behandlung Deines Geschlechts ? Empfindest Du die Geburtsschmerzen bei der Entbindung noch in irgendeiner Weise als gottgebene Strafe ? Z.B. könnte "man" ja auch sagen, aber das wäre kinderfeindlich, die Sünde des Sexualakts (es sei denn, er wäre durch Ehe legitimiert), zöge diesen Schmerz unweigerlich nach sich. Vielleicht in dem Sinne, daß wir eine kleine Seele mit der Lustgewalt in diese Welt zerren ? Ich sehe schon, ich befasse mich mehr mit der Zeugung als mit der Geburt. Entschuldige bitte, aber diese Fragen haben mich mein Leben lang bedrängt.

Dank' Dir, Dank Gott ! Peter
"Selig sind die, die nicht gesehen und doch geglaubt haben" (Joh. 20,31)
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