Kleiner Nachtrag zu dem was ich geschrieben habe:
Wer meine Wortmeldung wirklich aufmerksam durchliesst, wird merken dass ich nur die Position der Kirche darstelle und die natürlich auch die meine ist.
So bin auch ich absolut angehalten, den Vorgaben zu Sexualität und allem was damit zu tun hat einzuhalten.
Ich - z. B. - bin unverheiratet und wollte ich jetzt unbedingt einen Mann haben, ist das in unserer Gesellschaft schon schier unmöglich geworden, das ohne Sünde alleine zu bewerkstelligen.
In anderen Gesellschaften gibt es gerade auch weil eine grössere Religiosität vorhanden ist, noch die Sorge der Familie, der Gemeinde und auch des Pfarrers, die ledige Mitglieder - Männer wie Frauen - versuchen miteinander in Verbindung zu bringen.
Nicht zuletzt um der Sünde keine Chance zu geben.
Will man hierzulande jemanden finden, ist man sich selbst überlassen.
Und wer keusch in die Ehe möchte ist wohl nicht ganz richtig im Kopf.
Und so lässt sich wohl oder übel (fast) jeder erst mal auf eine (oder mehrere) Liebschaft(ten) ein und erst wenn Heiratspläne geschmiedet werden ist wieder eine Beichte angebracht.
Warum ich das anbringe ist, dass in der heutigen säkular-modernen Gesellschaft jeder von uns sich in Sachen Moral und Ansichten korrumpieren lässt. Leider.
Darüber wird aber so gut wie nie geredet.
Da zieht man doch lieber über Homosexuelle her, sozusagen Stellvertretend. Und es wird ganz vergessen, dass für alle die Vorgaben der Kirche verbindlich sind.
Fakt ist: wer homosexuell ist, ist nicht von der Kirche ausgeschlossen; niemals. Er (sie) kann an allen Sakramentalien teilhaben, selbst das der Ehe – nur eben nicht mit einem gleichgeschlechtlichen Partner.
Sobald aber einer von uns sich in eine aussereheliche Beziehung begibt, hetero - homo; ganz egal, der ist sofort von allem ausgeschlossen.
Da sind wir alle gleich.
Und das gilt für jedwedes sexuelle Fehlverhalten.
Was mich ferner betrifft ist, dass in der Stadt in der ich zurzeit lebe, ich mehr Freunde und Bekannte habe die eben aus diesem Teil der Gesellschaft stammen; das hat mit einem homosexuellen Familienmitglied aus dem engsten Kreis zu tun.
Wir feiern, grillen, gehen zusammen aus und was sonst noch alles und alle wissen welchen Glauben ich habe.
Nur wenn jemand kommt und von meiner Kirche verlangt sich dem Druck der modernen säkularen Meinung unter zuordnen, dann ist bei mir die Toleranz zu Ende.
Und das sage ich dann auch.
Ist alles gesagt, sitzen wir alle wieder bei einem Glaserl Wein zusammen und reden über was es sonst noch so alles gibt.
Wer als orth. Christ mit dieser Neigung zu kämpfen hat, sollte sich Vater Seraphim Rose zum Beispiel nehmen.
Der war schwul, bekanntermassen, und als er seine Heimat in der orthodoxen Kirche fand, Mönch und später Priester wurde hat sich keiner daran gestört und alle wussten wer er war.
Seine Schriften üben einen grossen Segen aus, sowohl in Osteuropa als auch immer mehr in den Ländern des Westens.
Es ist sicher nur noch eine Frage der Zeit, wann er kanonisiert wird und viele rufen jetzt schon seinen Beistand an.
Jemand mit einer gleichgeschlechtlichen Neigung, der innerhalb der Gemeinschaft seiner Kirche bleiben möchte, sollte - wenn er seinen Glauben und die Kirche aufrichtig und innig liebt – Gott um Hilfe bitten und wirklich einen Priester aufsuchen.
In diesem Sinne
LG Songul
PS: Wohlgemerkt ich bin nicht auf Partnersuche.