Menschen verlieren den Glauben!

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Ehre sei Dir oh Herr

Beitrag von Ehre sei Dir oh Herr »

Hallo Sebastian,

ich persönlich mag den Vergebungssonntag sehr. Da verneigt sich jeder vor jedem, auch der Priester.
Dies ist ein sehr guter Anlass um Vergebung zu bitten, da ja niemand ohne Sünde ist und es auch im Gebet des herrn erbeten wird.
Natürlich kann man dies auch jederzeit tun und muß nicht auf diesen Tag warten.

herzlichst René
Ellinas
Beiträge: 3
Registriert: 11.04.2006, 00:51
Wohnort: Frankfurt am Main

Beitrag von Ellinas »

Sebastian hat geschrieben:Hallo,

ich beobachte noch andere Vorkommnisse. Viele Menschen, viele Christen haben den Kontakt zu ihrer Kirche abgebrochen, da sie sich mit den Geistlichen zerstritten, oder etwas schlimmes vorgefallen ist.

Wie ist das bei euch?

LG
S.
Hallo...

Ich hatte ebenfalls eine Zeit in der mir 100 von Zweifel durch den Kopf gingen! Ich habe schon 6 Personen (engste Freunde) verloren, die tädlich ums Leben gekommen sind. :( Weil es mich ja so oft traf, fragte ich mich immer bzw. frage ich mich noch heute "Wieso Herr? Wieso hast du meine Freunde nicht beschützt?" Ich bekam noch nie eine Antwort! Als ich in Griechenland war, fragte ich den Pfarrer und er sagte mir dass ich einfach nur Glauben müsste um meine Fragen beantwortet zu kriegen! Heute noch hab ich meine Zweifel, die ich aber versuche aus meinem Kopf zu jagen, denn ich sehe dass auch so: "Hätte ich den Glauben niemals gehabt, wäre ich nicht jetzt hier wo ich bin!" Ich verdanke dem Herrn sehr viel.....
Milo
Beiträge: 966
Registriert: 19.06.2009, 23:00
Wohnort: Stuttgart

Beitrag von Milo »

Lieber Ellinas,

zu Deiner Geschichte fällt mir eine ein aus dem Evangelium:

Mt 14.26 Und als ihn die Jünger sahen auf dem See gehen, erschraken sie und riefen: Es ist ein Gespenst! und schrien vor Furcht. 27Aber sogleich redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich bin's; fürchtet euch nicht! 28Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so befiehl mir, zu dir zu kommen auf dem Wasser. 29Und er sprach: Komm her! Und Petrus stieg aus dem Boot und ging auf dem Wasser und kam auf Jesus zu. 30Als er aber den starken Wind sah, erschrak er und begann zu sinken und schrie: Herr, hilf mir! 31Jesus aber streckte sogleich die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: Du Kleingläubiger, warum hast du gezweifelt?

Wenn wir also zweifeln, scheidet Alles dahin...sinnlos. Wenn wir aber im Glauben an Christus ausharren, überstehen wir alle Stürme dieses Lebens, auch den letzten Abgrund, den Tod.

Mt 21.22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen.
Das hat wohl dein Priester in Griechenland gemeint.

Bei uns Serben gibt es ein Sprichwort:

...glaube und der Glaube wird dich retten!

Schöne Grüße nach Frankfurt
:)
Walter
Beiträge: 443
Registriert: 01.06.2006, 18:53

Beitrag von Walter »

Question hat geschrieben:
es gibt keine einzige orthodoxe regierung auf diesem erdball.
Putin ist orthodoxer Christ und über 90% der Russen bekennen sich zu der Orthodoxie.

Und, lieber Savo, Du hast ja mit der historischen Dimension angefangen (Zeitgeist, dies und das gibt es in der Gesellschaft nicht mehr). Dann soltte es um orthodoxe und nicht-orthodoxe Welt gehen, dann um Ost und West. Und jetzt sagst Du dass es gar keinen orthodoxen Staat/orthodoxe Regierung gibt. Mit wem soll ich nun unsere verkommene Gesellschaft vergleichen?
RIA Novosti hat geschrieben:Weihnachten in Russland: Nur für acht Prozent ein religiöses Fest

MOSKAU, 04. Januar (RIA Novosti) Das Datum des russisch-orthodoxen Weihnachtens (den 7. Januar) kennen 86 Prozent der Einwohner Russlands. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FOM.

Für 21 Prozent der Befragten ist dies ein ?großes?, ?echtes? und ?schönes? Fest. Bei 20 Prozent löst es eine fröhliche bzw. festliche Stimmung aus. Nur acht Prozent verwiesen auf den religiösen Charakter dieses Festes.

Vier Prozent verbinden das Weihnachtsfest mit der Hoffnung auf Wunder und positive Veränderungen. Drei Prozent kommen volksfestliche Assoziationen in diesem Zusammenhang in den Sinn. Zwei Prozent denken dabei an Weihnachtsbaum, Kerzen oder Festtisch. 40 Prozent der Befragten kennen keine Sitten und Bräuche, die mit dem Weihnachtsfest verbunden wären.

48 Prozent der Befragten gaben an, sie haben eine positive emotionale Einstellung zu diesem Fest. Bei 42 Prozent löst es kaum Gefühle aus.

Befragt wurden 1 500 Einwohner Russlands in 44 Regionen des Landes.
Wie kommen so unterschiedliche Zahlen zustande?

Das hier empfohlene "Orthodoxe Glaubensbuch" (Originaltitel "Kniga o Cerkvi") von Andrej Lorgos und Michail Dudko hat dafür eine Erklärung:
A. Lorgus hat geschrieben:Unter uns [in Russland] gibt es zur Zeit jedoch viele, welche sich nach dem Empfang des Taufsakramentes im Kindesalter praktisch außerhalb der Kirche befinden, d. h. - wie wir sagen - nicht in die Kirche "gehen" und nicht wissen, was in der Kirche geschieht. Es gibt auch solche, welche das Sakrament der Taufe nicht empfangen haben und sich aus unterschiedlichen Gründen doch für gläubig und sogar orthodox halten: etwa weil sie dem großen russischen Volk angehören, welches einst als ganzes orthodox war; oder weil sie auf dem Gebiet Russlands leben und einen gemeinsamen Glauben mit den orthodoxen Russen haben möchten.
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Helge
Beiträge: 19
Registriert: 04.01.2007, 00:09
Wohnort: Berlin

Beitrag von Helge »

also ich will nur mal darauf verweisen das 1500 menschen aus 44 regionen in russland befragt wurden ... da kann man ja nicht wirklich von einer repräsentativen umfrage sprechen, wenn man sich mal vor augen führt, das in deutschland meistens auch bei solchen umfragen 1000-2000 menschen befragt werden und deutschland ist ja um eiiiniges kleiner als russland.

soviel zu meiner meinung .)

lg
Walter
Beiträge: 443
Registriert: 01.06.2006, 18:53

Beitrag von Walter »

Helge hat geschrieben:also ich will nur mal darauf verweisen das 1500 menschen aus 44 regionen in russland befragt wurden ... da kann man ja nicht wirklich von einer repräsentativen umfrage sprechen, wenn man sich mal vor augen führt, das in deutschland meistens auch bei solchen umfragen 1000-2000 menschen befragt werden und deutschland ist ja um eiiiniges kleiner als russland.

soviel zu meiner meinung .)

lg
Off topic: Wie repräsentativ diese Umfrage ist, kann ich Dir natürlich auch nicht sagen, Helge, jedenfalls hängt die Repräsentativität weniger von der Zahl der Befragten ab, sondern mehr von deren Auswahl, den Fragen und den daraus möglichen Gewichtungsmöglichkeiten.

Die Anzahl der Befragten geht zwar schon in den statistischen Fehler ein, der Unterschied zwischen den Befragungen von 1500, 2000, 5000 oder mehr "Repräsentativen" ist aber nur sehr gering (0,x %).

Am wenigsten geht in den Fehler einer Umfrage jedoch die Anzahl derer ein, für die die Umfrage repräsentativ sein soll. Weit wichtiger ist, wieweit es mögliche Heterogenitäten gibt und wie diese im demoskopischen Modell berücksichtigt werden. Die Unterschiede der Bevölkerungsgröße von Russland (142 Mio.) gegenüber Deutschland (82 Mio.) ist hier komplett zu vernachlässigen.

LG
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