Verfasst: 18.12.2006, 22:48
Lieber Walter !
Wenn wir die orthodoxe Auffassung über die Rolle der Gottesgebärerin in der Verwirklichung des gottmenschlichen Erlösungsmysteriums betrachten, so denke ich daß - gemessen an der Autorität der Schriftoffenbarung und der gelebten kirchlichen Tradition (die ihren Rückhalt im consensus der Kirchenväter findet) - hier eben der Weg klar vorgegeben ist.
Darüberhinaus ist im Bewußtsein entsprechender Maßgaben, wie und wodurch rechtgläubige Überlieferung zu verankern ist, ein grundsätzliches "Abweichen" wohl nicht in Betracht zu ziehen - dies umso weniger, da die von Ihnen genannten "Kompromisse" der seitens des römischen Katholizismus der Orthodoxen Kirche aufgezwungenen "Unionskonzilien" Ausgeburten scholastischer Denkkapriolen waren, die mit der authentischen Überlieferung, wie sie von unserer Kirche begriffen wird, prinzipiell nichts gemeinsam hatten.
Ein jegliches diesbezügliche "Zugeständnis" unsererseits würde die Grundwahrheiten der gottmenschlichen Synergie, wie sie durch die Dogmen der Ökumenischen Konzilien verkündet und befestigt sind, in ihrem Wesen in Frage stellen und so den Verfall in die Häresie bedeuten. Ich denke wohl, daß dieses Bewußtsein doch sehr ausgeprägt vorhanden ist und - bei allen (durchaus berechtigten) theologischen Diskussionen dieses Fragenkomplexes - dem orthodoxen Gewissen doch die buchstäbliche "Grenze des Möglichen" sehr klar vor Augen steht.
In der Liebe Christi grüßt
Erzpr. Peter
Wenn wir die orthodoxe Auffassung über die Rolle der Gottesgebärerin in der Verwirklichung des gottmenschlichen Erlösungsmysteriums betrachten, so denke ich daß - gemessen an der Autorität der Schriftoffenbarung und der gelebten kirchlichen Tradition (die ihren Rückhalt im consensus der Kirchenväter findet) - hier eben der Weg klar vorgegeben ist.
Darüberhinaus ist im Bewußtsein entsprechender Maßgaben, wie und wodurch rechtgläubige Überlieferung zu verankern ist, ein grundsätzliches "Abweichen" wohl nicht in Betracht zu ziehen - dies umso weniger, da die von Ihnen genannten "Kompromisse" der seitens des römischen Katholizismus der Orthodoxen Kirche aufgezwungenen "Unionskonzilien" Ausgeburten scholastischer Denkkapriolen waren, die mit der authentischen Überlieferung, wie sie von unserer Kirche begriffen wird, prinzipiell nichts gemeinsam hatten.
Ein jegliches diesbezügliche "Zugeständnis" unsererseits würde die Grundwahrheiten der gottmenschlichen Synergie, wie sie durch die Dogmen der Ökumenischen Konzilien verkündet und befestigt sind, in ihrem Wesen in Frage stellen und so den Verfall in die Häresie bedeuten. Ich denke wohl, daß dieses Bewußtsein doch sehr ausgeprägt vorhanden ist und - bei allen (durchaus berechtigten) theologischen Diskussionen dieses Fragenkomplexes - dem orthodoxen Gewissen doch die buchstäbliche "Grenze des Möglichen" sehr klar vor Augen steht.
In der Liebe Christi grüßt
Erzpr. Peter
