Entschlafung der Gottesgebärerin
Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Allheilige Mutter, bitte für uns!
- Priester Alexej
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
- songul
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Wie hast du das mit dem Abfasten so gemeint....?Alexej hat geschrieben:Ich wünache auch allen ein Frohes Festes und ein gutes abfasten!
- Thuja
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
"Abfasten" - das ist ein guter Ausdruck...
Liebe Grüße
Thuja
- Elias
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Alles Liebe...
Ilias
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Oder gibt es native deutsche Wörter mit den entsprechenden Bedeutung?
- Thuja
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
nein, im Deutschen gibt es diese Bedeutungen in Worten nicht, das muss man umschreiben. Mit der Vorsilbe "an-" ist das eher zeitlich kurz gemeint, also z. B. "an-grillen" würde man auch nur so verstehen, dass gemeint ist: nur 'mal kurz ein bisschen grillen, das Grillgut ist noch längst nicht "durch", nicht "fertig".
Auch beim "an-fassen" langst Du nicht lange hin, hältst nichts fest, nur 'mal kurz...
Aber "an-fasten" ist so nicht verständich.
Und das "ab-" ist, was das Zeitliche angent (vor allem im Jugendslang), eigentlich ein Ausdruck für "fertig", "bis zum Ende", also "ab-feiern" etc., jedoch nicht praktisch "nach" dem Ende. "Ab-fasten" ist so auch nicht verständlich.
Das sind die sprachlich und inhaltlich russischen Eigenheiten, die den Übersetzern auf Deutsch dann Freude bereiten...
Liebe Grüße
Thuja
- Igor
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Allen ein gesegnetes Fest!
Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Holmes?
- Thuja
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
Werde morgen die Ermittlungen aufnehmen!
So intuitiv würde ich jetzt das "Fasten brechen" für die islamische Fastenzeit benutzen, aber nicht für die christliche...
Bis dann!
Liebe gute-Nacht-Grüße
Thuja
Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
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Ehemaliger
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
die Englisch-sprechenden machen es jeden Morgen: Das "break-fast".
Also mit dem Isam hat es nicht viel zu tun. Im Rahmen der Heil-Fastenbewegung wird auch vom Fasten brechen besprochen. Gemeint ist der Abschluss des Fastens.
- Priester Alexej
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
- Thuja
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
das, was Du als Beleg anführst, ist Umgangssprache, aber nicht Duden-konform. In der Umgangssprache "geht" vieles, was deswegen in der Hochsprache nicht richtig sein muss.
Lieber Benedikt,
das Heilfasten hat offensichtlich den Begriff "Fastenbrechen" sprachlich aus dem Fundus des "islamzugehörigen Wortschatzes" übernommen. Denn sprachgeschichtlich ist damit im Deutschen ursprünglich nur der Ramadan verbunden, und zwar konkret die jeweils abendliche erste Mahlzeit im Ramadan.
Liebe Grüße
Thuja
-
Ehemaliger
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Re: Entschlafung der Gottesgebärerin
die Verbindung mit dem Islam leuchtet mir nicht ein. Das Wort 'breakfast' ist so alt und so verbreitet, dass ich mir einen inslamische Ursprung nicht erklären könnte. Im Französischen ist es ebenso "jeuner" heisst fasten, 'de'jeuner eben das beenden desselben. Und hier ist die Idee, nicht das Wort, dasselbe, was bei einem Lehnwort/Begriff doch zu erwarten sein müsste. Wie beispielsweise bei Alfabet oder Schach.
Auch die Hl Hildegard hat (ich kann es nicht zu 100% beschwöre, aber es deucht mir heftg) vom 'Fastenbrechen schon geschrieben. Ich muss bekennen, ich kenne gar keinen anderen Ausdruck für das Beenden des Fastens als eben Fasten brechen. 'Beenden' klingt technisch und Abfasten klingt erfunden (allerdings gut erfunden!).
Kleiner Ausflug in die Wiki-Welt
Das deutsche Wort „Frühstück“ reicht etymologisch bis ins 15. Jahrhundert zurück und bedeutete ursprünglich das frühmorgens gegessene Stück Brot. Das Wort löste den bis dahin üblichen mittelhochdeutschen Ausdruck „morgenbrōt“ ab.[1]
Der englische Ausdruck „breakfast“ dagegen bezeichnet das durch die erste Nahrungsaufnahme am neuen Tag vollzogene „Fastenbrechen“ nach der Nacht. Auch im Spanischen ist die Benennung „desayuno“ (= Frühstück) für das erste Essen am Tag auf diese Weise motiviert (ayunar = fasten). Ähnliches gilt für das Französische, wo sich „petit-déjeuner“ (= Frühstück) wörtlich auf das „kleine“ Fastenbrechen bezieht („jeûner“ = fasten; „déjeuner“ = Mittagessen, gekürzt aus „petit-déjeuner“ auch Frühstück).
Richtig ist ja, dass DAS Fastenbrechen der Muslime als Feier eine so grosse Bedeutung hat, dass es 'durch die Hintertür' in die Sprache hereinkommen kann, da ja nur noch wir im Christentum fasten. Aber noch hast du mich nicht überzeugt, dass die Reformbewegung der 20-er Jahre des letzten Jahrhunderts bei den Muslimen Anleihen genommen hat.
LG
Benedikt
