Liebe Brüder und schwestern,peter hat geschrieben:Apage Satanas,
ausgehend von der grundlegenden Warnung Jesu Christi laut Luk. 12,4-5: "Fürchtet Euch nicht vor denen, die den Leib töten, und danach nichts weiteres tun können. Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt. Fürchtet den, der nachdem er getötet hat, Macht hat, in die Hölle hineinzuwerfen", werden orthodoxe Christen nicht an Satan und den dämonischen Helfershelfern zweifeln. Das Negative ist eine Realität wie das "banale" Böse oder wie das äußerste Grauen. Die Teufels-und Dämonenfurcht unterscheidet sich aber von der Gottesfurcht darin, daß wir Christen uns nicht im geringsten diesen Mächten unterwerfen, sondern uns in Gottes Hand wissen, und in Jesus Christus durch Taufe, Eucharistie, Mysterien grundsätzlich geschützt sind. Daß das Negative uns permanent, auch nach der Taufe, angreift, ob in Taten, Worten, Gedanken, ist eine Alltagserfahrung. Und wenn wir trotz allen heißen Bemühns immer wieder sündigen, ist das nichts
anderes, als dieser Brut ein Einfallstürchen zu öffnen. Im Normalfall läßt sich das über reuevolles Gebet, Beichte, Buße
regeln, doch im außerordentlichen Fall mag eine Besessenheit auch von uns Besitz ergreifen. In meiner mittleren, "ab-trünnigen" Lebensphase hatte ich häufig Alpträume, in einem bestimmten Fall lag der Alp beim Aufwachen auf meiner
Brust wie eine eklige Kröte. Häufig nachts, z.B. in meiner "ufologischen" Phase griffen mich nachts ziemlich konkrete Schatten spürbar körperlich an. Das war verbunden mit innerem Stammeln vor Angst. Erst als ich das Jesus-Gebet er-
lernte, verging allmählich die Gefahr, und vertrieb den Spuk. Wir müssen bedenken, daß uns nach gewissen Lehren
der Altväter unmittelbar nachtodlich ein Dämonen-Sperrfeuer ("Zollämter") erwartet, durch welches wir nur mit Hilfe
des fest eingeübten Regelgebets, mit Hilfe unseres Schutzengels, durch intensive Anrufung der Gottesgebärerin und
unseres Retters und Erösers Jesu Christi hindurchdringen. Ansonsten sind wir verloren und werden gekapert. Nach
Johannes Klimakos, den wir gerade gefeiert haben, können uns Dämonen noch von der letzten Leitersprosse, z.B.
durch selbstgefällige Eitelkeit, hinunterstoßen. Also Vorsicht und Achtsamkeit, Freunde. Im Übrigen wünsche ich
euch allen Mut und Zutrauen zu unserem Herrn und Heiland, der den "Fürsten dieser Welt" (Jh. 12.31) am Kreuz
besiegt hat. Exorzismen brauchen die Ungläubigen, die wahrhaft Besessenen, bei denen das Negative noch nicht
aus der Seele ausgegrenzt ist. In solchem Fall kann der Teufel auch vom Geist "Besitz ergreifen".
peter
ein lob an dich das du den mut hast es zu schreiben. Mich hat man glaube ich versucht bzw. man wollte mich mal unterm Bett ziehen. Nun ja und solche gedanken kommen mir auch aber nur wenn ich "schlafe" das hat echt was.
der HERR schütze euch
