Re: Die wahre Kirche Christi
Verfasst: 21.03.2010, 22:36
Entschuldigung, Abraham, aber es fällt mir schwer, mich ganz aufrichtig mit Dir zu unterhalten. Ich glaube z.B. nicht, dass es in einer schismatischen Kirche Heilige geben kann. Wenn es so wäre, dann gäbe es zwei Kirchen Christi, was wir Orthodoxe nicht glauben. Wir glauben nicht, dass es Zweige gibt, die alle einen Teil der Wahrheit besitzen, sondern, dass es nur eine Kirche gibt, die Orthodoxe, auf der der Heilige Geist ruht. Hast Du manchmal den Eindruck, dass Dich das Licht Christi überflutet? Nun, heilige Orthodoxe Väterchen, die noch am Leben sind, leben in diesem Licht Gottes, und jeder kann sehen, dass das wahr ist.
Ich kann eine der unzähligen Geschichten von Altvater Porphyrios erzählen (+ 1991). Während er die Beichte abhielt und Hunderte von Gläubigen in seiner Zelle empfing, arbeitete draußen ein Elektriker. Am Abend fragte er spöttisch den Priestermönch:
- Was erzählst du denn, Alter, allen diesen Leuten, dass sie zu dir in Scharen laufen?
Vater Porphyrios sagte:
- Ach, Märchen, erzähle ich ihnen.
- Was für Märchen? Erzähl mir doch auch eins!
Und da fing der gesegnete Vater an und erzählte dem Elektriker sein ganzes Leben in jeder Einzelheit, auch Sachen, die nur der Betroffene selbst wissen konnte.
Und da rief der Elektriker:
- Hör auf, Opa, das sind doch keine Märchen!
aus: Αναστάσιου Τζαβάρα Αναμνήσεις από τον γέροντα Πορφύριο. Αθήνα: Επτάλοφος, 8 Aufl. 2001, 65.
Solche heiligen Gestalten gab es und gibt es überall in der Orthodoxie. Du kannst aus jedem orthodoxen Land wunderbare Geschichten von ihnen hören. Heilig wird bei uns derjenige gesprochen, wenn sich im Volk der Glaube an seiner Heiligkeit festgesetzt hat durch sein Leben, durch seine Worte, durch Wunder. Erst nachträglich kommt die Kirche und erkennt sozusagen seine Heiligkeit an.
Und wir, die mit der Wahrheit leben, brauchen nur eine Voraussetzung zu erfüllen, damit unser Herr einen Heiligen aus uns macht: Wir müssen unseren Herrn Christus lieben.
Aber, nur Mut, auch Leute, die außerhalb der Wahrheit leben, können gerettet werden: Eine Bekannte von mir lebte, so wie ich übrigens auch, ohne Christus. Ihr Bruder, ein gläubiger Christ, betete um ihre Rettung. Er ging zu Vater Paisios und fragt ihn:
- Was glauben Sie, Vater, wird sie jemals zur Kirche zurückkehren?
Vater Paisios fragte:
- Hat sie den Geist der Liebe und der Aufopfererung?
- Ja, gewiss.
- Ja, dann wird Christus in ihrem Leben eingreifen (gr. επέμβαση). Wenn sie den Geist der Liebe und der Aufopferung nicht hätte, würde Christus eine Attaque (απόβαση, V. Paisios macht hier ein Wortspiel) auf sie machen.
Einige Jahre später kehrte diese Frau zur Kirche zurück.
Also, hab Geduld! Auch Cornelius (Apostelgeschichte 10) hat anhand seiner guten Taten das Mitleid Gottes auf sich gezogen.
Ich kann eine der unzähligen Geschichten von Altvater Porphyrios erzählen (+ 1991). Während er die Beichte abhielt und Hunderte von Gläubigen in seiner Zelle empfing, arbeitete draußen ein Elektriker. Am Abend fragte er spöttisch den Priestermönch:
- Was erzählst du denn, Alter, allen diesen Leuten, dass sie zu dir in Scharen laufen?
Vater Porphyrios sagte:
- Ach, Märchen, erzähle ich ihnen.
- Was für Märchen? Erzähl mir doch auch eins!
Und da fing der gesegnete Vater an und erzählte dem Elektriker sein ganzes Leben in jeder Einzelheit, auch Sachen, die nur der Betroffene selbst wissen konnte.
Und da rief der Elektriker:
- Hör auf, Opa, das sind doch keine Märchen!
aus: Αναστάσιου Τζαβάρα Αναμνήσεις από τον γέροντα Πορφύριο. Αθήνα: Επτάλοφος, 8 Aufl. 2001, 65.
Solche heiligen Gestalten gab es und gibt es überall in der Orthodoxie. Du kannst aus jedem orthodoxen Land wunderbare Geschichten von ihnen hören. Heilig wird bei uns derjenige gesprochen, wenn sich im Volk der Glaube an seiner Heiligkeit festgesetzt hat durch sein Leben, durch seine Worte, durch Wunder. Erst nachträglich kommt die Kirche und erkennt sozusagen seine Heiligkeit an.
Und wir, die mit der Wahrheit leben, brauchen nur eine Voraussetzung zu erfüllen, damit unser Herr einen Heiligen aus uns macht: Wir müssen unseren Herrn Christus lieben.
Aber, nur Mut, auch Leute, die außerhalb der Wahrheit leben, können gerettet werden: Eine Bekannte von mir lebte, so wie ich übrigens auch, ohne Christus. Ihr Bruder, ein gläubiger Christ, betete um ihre Rettung. Er ging zu Vater Paisios und fragt ihn:
- Was glauben Sie, Vater, wird sie jemals zur Kirche zurückkehren?
Vater Paisios fragte:
- Hat sie den Geist der Liebe und der Aufopfererung?
- Ja, gewiss.
- Ja, dann wird Christus in ihrem Leben eingreifen (gr. επέμβαση). Wenn sie den Geist der Liebe und der Aufopferung nicht hätte, würde Christus eine Attaque (απόβαση, V. Paisios macht hier ein Wortspiel) auf sie machen.
Einige Jahre später kehrte diese Frau zur Kirche zurück.
Also, hab Geduld! Auch Cornelius (Apostelgeschichte 10) hat anhand seiner guten Taten das Mitleid Gottes auf sich gezogen.