Lieber IoannesProselytos
IoannesProselytos hat geschrieben:
Als Gott? Ja, als Gott muss es zwingend so sein. Es wäre ja wohl noch schöner, wenn Gott in irgendwelchen menschlichen Vorstellungswelten "gefangen" wäre ...
Du schreibst, daß es zwingend notwendig ist, weil er Gott ist.
aber das macht beim Nachdenken auch Probleme, denn wie hätte er als Gott sterben können?
IoannesProselytos hat geschrieben:
Das ist immer das Typische, was so angeführt wird, gerade von der "liberalen Theologie". Wie heißt es bei Petrus? Für den Herrn sind tausend Jahre wie ein Tag. Für einen, der jeden Augenblick gegenwärtig hat, als Gott, ist es durchaus nahe.
Als Mensch hat Er selbst gesagt, dass die Stunde nur der Vater weiß, aber als Gott hat Er auch am Vater teil.
Ok, dann muß ihm auch klar gewesen sein, daß seine Freunde und Nachfolger das nicht auch so verstehen konnten, da sie ja mit einem anderen "Zeitgefühl" ausgestattet waren, und ihn da gründlich mißverstehen mußten.
Wenn mein Mann mir beispielsweise erklären wollte, daß ich meinen Sohn opfern sollte, weil Gott es so will, würde ich ihm sagen, daß so eine Forderung niemals von Gott kommen kann.
IoannesProselytos hat geschrieben:
Das habe ich auch schon einmal von einer Freihkirchlerin gehört (bei der Barbara Karlich-Show

). Die Auslegung finde ich aber nicht in Ordnung und wäre auch absurd. Ich sehe nicht unbedingt etwas Grausames an dieser Opferhandlung, sondern eher das Tröstende.
Auf diese Problematik stößt man ganz leicht, ohne Freikirchler zu sein,
oder diverse mir nicht bekannte Shows zu sehen.
(nichts gegen Freikirchler, habe einfach keine Ahnung von ihnen, oder
Meinung über sie)
Man muß nur z. b. Kinder haben und denken, daß man das nie und nimmer bringen könnte.
Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, mit denen manche Frauen sich eben schwer tun.
Ich gebe Dir recht, daß die Geschichte auch etwas tröstendes haben kann.
Nur dann sehe ich sie komplett anders.
IoannesProselytos hat geschrieben:
Der Herr hat das Opfer auch nicht zugelassen, aber Er mutet einem jeden Opfer zu - immer. Es ergeht zwar nicht an jeden ein so direkter Ruf, wie an Abraham, aber die Bereitschaft wird bei jedem geprüft, irgendwie.
Noch was bzgl. Halbheiten und "Kuschelgott":
Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert, und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht wert.
(Mt 10,37)
Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern und dazu noch sein eigenes Leben hasst, der ist meiner nicht würdig.
(Lk 14,26)
Es nützt nicht, was sich die Menschen bei uns hier selbst zu Recht reimen; weil sie wollen, wird es eben nicht besser ... Ich persönlich finde da einiges hart, aber ich versuche auch das zu machen bzw. anzunehmen bzw. zu befolgen, was ich hart finde. Ich versuche möglichst bedingungslos (denn wer kann an den Allmächtigen Forderungen stellen?) Ihm zu folgen; ansonsten könnte ich auch Katholik bleiben, das wäre wesentlich einfacher für mich, aber es geht nicht, das wäre nicht richtig, damit würde ich Ihn verachten ...
Ich denke mal, daß die Katholiken die letzen Absätze mit Dir im Chor sprechen könnten.
Ihr habt da alle recht. ...
Nur das ich nicht mitsprechen kann, weil da eine persönliche Größe zugehört, die ich nicht habe.
Das mit dem "Kuschelgott" stimmt schon.
Es gibt noch eine andere Stelle
" Wo Dein Schatz ist wird auch Dein Herz sein."
Meine Schätze sind nicht im Himmel , sie sind durchaus auf der Erde, und die, die vielleicht im Himmel sind, waren es einmal.
Ich weiß, das ist nicht christlich, aber wenn ich etwas Anderes schreiben würde, wäre es in Bezug auf meine Person einfach "Ettikettenschwindel".
Gottes Segen für diesen Tag
Mary