Verfasst: 08.06.2007, 19:27
Lieber Br. Milo !
Der von Ihnen genannte Text ist im Liturgikon enthalten, um zu untwerweisen, wie und unter welchen Umständen eine gottesdienstliche Handlung zu vollziehen ist/nicht vollzogen werden darf. Hier ist es eindeutig - es handelt sich um widernatürlichen Blutfluß, der als Verunreinigung zu erfassen ist. Demgegenüber ist die Menstruation - wie schon in verschiedener Weise von den Diskussionsteilnehmern ausgeführt - jedoch zur naturgemäß-gottgegebenen Existenz einer Frau gehörig; es handelt sich dabei weder um eine Krankheit noch um eine wie auch sonst geartete Anomalie.
Die Frage des Eucharistieempfangs kann dabei durchaus unterschiedlich geregelt sein; allerdings: Es ist zu beachten, daß einige Kirchenväter (hier ist etwa auf Basilios den Großen zu verweisen) zu diesem Thema eine etwas rigidere Auffassung als beispielsweise Johannes Chrysostomos vertraten. Alleine - in der Gesamttradition unserer Kirche verbleibt als Quintessenz aus den verschiedenen Väteransichten ein entscheidender Ermessensspielraum, der durch das oikonomia-Prinzip geleitet ist.
Brüderlich grüßt
Erzpr. Peter
Der von Ihnen genannte Text ist im Liturgikon enthalten, um zu untwerweisen, wie und unter welchen Umständen eine gottesdienstliche Handlung zu vollziehen ist/nicht vollzogen werden darf. Hier ist es eindeutig - es handelt sich um widernatürlichen Blutfluß, der als Verunreinigung zu erfassen ist. Demgegenüber ist die Menstruation - wie schon in verschiedener Weise von den Diskussionsteilnehmern ausgeführt - jedoch zur naturgemäß-gottgegebenen Existenz einer Frau gehörig; es handelt sich dabei weder um eine Krankheit noch um eine wie auch sonst geartete Anomalie.
Die Frage des Eucharistieempfangs kann dabei durchaus unterschiedlich geregelt sein; allerdings: Es ist zu beachten, daß einige Kirchenväter (hier ist etwa auf Basilios den Großen zu verweisen) zu diesem Thema eine etwas rigidere Auffassung als beispielsweise Johannes Chrysostomos vertraten. Alleine - in der Gesamttradition unserer Kirche verbleibt als Quintessenz aus den verschiedenen Väteransichten ein entscheidender Ermessensspielraum, der durch das oikonomia-Prinzip geleitet ist.
Brüderlich grüßt
Erzpr. Peter