Es sind in Zusammenhang mit der Rede von v. Wsewolod doch viele Frage aufgetaucht.
Erstmal zu der Aussage selbst. Hier die Übersetzung der Stelle.
Die Weltlichkeit funktioniert nicht. Die Weltlichkeit ist eine tote Ideologie. Wenn die Gesellschaft einige Jahrzehnte, 20-30, in relativem Frieden lebt – in Ruhe, Sättigkeit, - kann sie in weltlichen Bedingungen leben. Niemand wird gehen, um für den Markt zu sterben, für die Demokratie. Doch die Notwendigkeit für die Gesellschaft zu sterben entsteht immer, früher oder später. Der Frieden dauert nie lange, und er wird auch jetzt – Gott sei dank – nicht lange sein. Warum sage ich „Gott sei dank“ – die Gesellschaft, in der es zu viel sattes, ruhiges, problemloses, komfortables Leben gibt, ist eine Gesellschaft, die von Gott verlassen ist, eine solche Gesellschaft existiert nicht lange.
Die Balance zwischen der Weltlichkeit und Religiosität, wird letzten Endes, wahrscheinlich, Gott selbst schaffen, in dem Er sich in die Geschichte einmischt und Leiden schickt. Leiden, die in diesem Fall gut tun werden. Denn sie erlauben es, denen sich zu besinnen, die sich zu sehr gewohnt haben leise, ruhig und komfortabel zu leben. Sie werden dann anders leben müssen. Und dann wird es eine wirkliche Balance geben.
Светскость не работает. Светскость это мертвая идеология. Если общество живет в условиях относительного мира, — спокойствия, сытости какое-то количество десятилетий, парочку-троечку, — оно может прожить в условиях светскости. Никто не пойдет умирать за рынок, никто не пойдет умирать за демократию, а необходимость умирать за общество, за его будущее всегда, рано или поздно, возникает. Мир долгим не бывает, мир сейчас долгим, слава богу, не будет. Почему я говорю „слава богу“ — общество, в котором слишком много сытой и спокойной, беспроблемной, комфортной жизни, это общество, оставленное Богом, это общество долго не живет.
Вот баланс между светскостью и религиозностью, в конце концов, наверное, выправит сам Бог, вмешавшись в историю и послав страдания. Страдания, которые в этом случае пойдут на пользу. Потому что они позволят опомниться тем, кто слишком привык жить тихо, спокойно и комфортно. Придется пожить иначе. И вот тогда настоящий баланс снова нарисуется.
Beim Lesen muss man aber bedenken, dass das kein einfaches Statement war – es war die frei formulierte Antwort in einem Disput. Idealerweise müsste man also das ganze Gespräch lesen, um den Kontext zu verstehen. Außerdem ist es in Gespräch zwischen Russen über Russland, ein Thema, was ein außenstehender, der den kulturellen und geschichtlichen Kontext nur aus Medienberichten kennt, kaum verstehen kann.
Auf jeden Fall kann man aber aus dem Zitat genau sehen, dass V. Wsewolod den Krieg selbst nicht als etwas Gutes sieht und keinesfalls dazu aufruft.
Nach der Definition der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien liegt Kriegsverherrlichung dann gegeben, „wenn Krieg als Abenteuer, als reizvoll oder als Möglichkeit beschrieben wird, zu Anerkennung und Ruhm zu gelangen und wenn das Geschehen einen realen Bezug hat.“ Nichts davon hat V. Wsewolod gesagt. Deshalb würde ich bitten von Tatsachen zu sprechen und nicht mit dem Staatsanwalt zu drohen.
Nun die Frage, ob Menschen durch Drangsalen errettet werden und das Verhältnis Gottes dazu. Wir kennen die Geschichte von Hiob. Gott Selbst tut ihm nichts Schlechtes, aber er nimmt Seine schützende Hand von ihm weg und überlässt ihn dem Satan. Sagen wir also – Gott schickt die Drangsalen nicht Selbst, sondern lässt vom Menschen ab und überlässt ihn somit den Drangsalen. Der Unterschied zwischen AT und NT in Bezug auf dieses Thema sehe ich nicht.
Ein Beispiel aus dem Evangelium – der Blindgeborene, der so geboren wurde und sein ganzes Leben gelitten hat, damit „die Werke Gottes an ihm offenbart würden“. Wir haben auch Jakobus 1:12 „Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! Denn nachdem er bewährt ist, wird er den Siegeskranz des Lebens empfangen, den der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.“
Auch den Apostel Paulus, dem ein Stachel gegeben wurde: „Und damit ich mich wegen der außerordentlichen Offenbarungen nicht überhebe, wurde mir ein Pfahl fürs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, daß er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.“
Interessanter Weise sagt Christus selbst, dass Kriege geschehen müssen: „Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Seht zu, erschreckt nicht! Denn es muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 7 Denn es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich, und es werden Hungersnöte und Erdbeben da und dort sein. 8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. 9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst werden um meines Namens willen. 10 Und dann werden viele verleitet5 werden und werden einander überliefern und einander hassen; 11 und viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen6; 12 und weil die Gesetzlosigkeit überhandnimmt, wird die Liebe der meisten erkalten; 13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.“
Also nochmal – Christus selbst sagt, dass Kriege geschehen müssen, und die errettet werden, die bis zum Ende ausharren.
Eine weitere Stelle des Evangeliums, die sicherlich nicht wortwörtlich zu verstehen ist, aber doch davon Spricht, dass Gott in die Welt das Schwert gebracht hat: „Meint nicht, dass ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Mt 10, 34
Und im Prediger haben wir sogar eine Stelle, die V. Wsewolods Gedanken von der Balance wiedergibt: „Zeit fürs Lieben und Zeit fürs Hassen, Zeit für Krieg und Zeit für Frieden. “ Ekk. 3, 8
Das sind einige Stellen, es gibt noch viele mehr, und es gibt noch einiges, was die Heiligen Väter dazu geschrieben haben. Es ist ein sehr kompliziertes Thema, und der protestantisch geprägte Pazifismus ist mit Sicherheit keine erschöpfende Antwort auf dieses.
Im Hebräerbrief scheibt der Apostel Paulus: „Was ihr erduldet, ist zur Züchtigung: Gott behandelt euch als Söhne. Denn ist der ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt? Denn sie züchtigten uns zwar für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum Nutzen, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden. 11 Alle Züchtigung scheint uns zwar für die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie geübt sind, die friedvolle Frucht der Gerechtigkeit.“
Hier sehen wir also, dass Gott durchaus den Menschen Leiden schicken kann - Züchtigung, die eben weh tut. Diese Feststellung findet sich auch regelmäßig bei den Heiligen Vätern, dass Menschen durch Leiden zur Heiligung kommen.