18. Dezember: O ADONAI / O HERR
Gott ist groß, der Herr wird nicht an mir vorübergehen Unser Richter ist der HERR, unser Herrscher ist der HERR, Unser König ist der HERR, dieser wird uns retten.
Isaias 33:22
Antiphon im 2.Ton
O Adonái * et Dux domus Israël, * qui Móysi in igne flammæ rubi apparuisti, * et ei in Sina legem dedísti: * veni ad redimendum nos ** in bráchio extento.
Das heißt übersetzt:
O Herr * und Führer des Hauses Israel: * Du erschienest dem Mose im Feuer des brennenden Dornbusch´ * und gabest ihm auf dem Sinai das Gesetz: * Komm, uns zu erlösen ** mit ausgestrecktem Arme.
Ach komm, o komm Emanuel, mach frei dein armes Israel!
Komm starker Gott, Gott Sabaoth!
Mach frei dein Volk von aller Not.
Freu dich, freu dich o Israel,
bald kommt bald kommt Emanuel!
Da man ja als "guter" "Orthodoxer" patriotisch sein soll, ...
... ist heute neben dem des hl. Sebastians auch
der Gedenktag der Gottesmutterikone von Grüssau:

- GRSSAU~1.JPG (68.89 KiB) 17293 mal betrachtet
Nach alter, glaubwürdiger Überlieferung schenkte Herzog Bolko I. das Bild den Mönchen bei der Stiftung des Klosters. Das Bild trägt von jeher den Namen "Gratia Sanctae Mariae - Mariä Gnaden", der in der Form "Gnadenhaus Mariä" auf das Kloster überging. 1426 wurde das Bild beim Überfall der Hussiten versteckt. Erst am 18. Dezember 1622 fand es Abt Adam Wolfgang beim Umbau der Sakristei in einer Kiste aus Eichenholz unter dem Belag des Fußbodens auf. Der Überleferung nach fand man es an der Stelle, auf die beim Finden das Sonnenlicht viel. Deshalb wird dieser Tag aud Dies lucis, Tad des Lichtes genannt. Die heilige Ikone wurde zunächst in einem kleinen,, heute zerstörten Kirchlein auf dem Klosterhof, dann in einer Kapelle der alten Abteikirche, seit 1735 aber auf dem Hochaltar verehrt. (nach
http://abtei-gruessau.eu/kirchenfuehrer ... altar.html )
Die Gedanken zu einem Troparion spielen auf diese Begebenheit an und bringt sie in Beziehung zum Fest der Christgeburt: So wie die Heiden den Sieg des Sol Invictus, der unbesiegbaren Sonne mit der Wintersonnenwende erwarteten, erwarten wir die Sonne der Gerechtigkeit, Christus. Die Anspielungen auf das Troparion zur Christgeburt sind ein Zeichen der Vorfreude:
4. Ton
In freudiger Erwartung * des Aufganges der Sonne der Gerechtigkeit * und des Sieges über die Finsternis, * feiern wir heute dein Fest, Gottesgebärerin: * Denn wie ein Vorbote des Lichtes des Erkenntnis * wies ein Strahl der Sonne uns den Weg * und so erheben wir von Neuem dein heiliges Bild. * Stärke und schütze den christlichen Glauben * in deinem schlesischen Lande * und schenke Frieden unseren Völkern, die dich allezeit ** als wahrhafte Gottesgebärerin verehren.
Auch ein Kontakion soll nicht fehlen, es verbindet die Form des Akathistos´ mit Bildern der Grüssauer Marienrufe:
8. Ton
Sei gegrüßt, Gottesgebärerin, wir rufen zu dir: * Sei gegrüßt, dich preisen die Heiligen im Himmel und auf Erden, * sei gegrüßt, von den Propheten verheißen, * sei gegrüßt, du Morgenröte der Erlösung, * sei gegrüßt, du Thronsitz der Weisheit, * sei gegrüßt, du Ursache unserer Freude, ** sei gegrüßt, unvermählt Vermählte!
Lazarus silesius