Re: Pater Augustinos Kantiotis entschlafen
Verfasst: 31.08.2010, 16:01
Alexej hat geschrieben:Auch wenn er Inhaltlich recht haben mag, kann ich kaum der Wortwahl zustimmen.. Es hört sich fast an wie ein Aufruf zum Heiligen Kampf. Väter haben nie zu einer Rebellion aufgerufen, den Glauben zu Bewahren - ja. Das Ding ist - es gibt immer weniger fromme Orthodoxe Christen nicht, weil die Katholische Kirche oder die Freimaurer uns bedrängen und unterwandern, sondern weil wir uns von Christus abwenden - zu dieser Welt. Wenn wir wieder zu richtigen und frommen Orthodoxen werden, wird uns kein Feind gewachsen sein. Wenn wir und unsere Brüder aber so leben, wie bis jetzt, werden wir selbst, auf natürlichem Weg, zu Abtrünnigen. Mann sollte also nicht den "Feinden des Glaubens" den blutigen Kampf erklären, sondern seinen Leidenschaften, den wirklichen Dämonen. Und dann werden um uns herum tausende errettet werden. Ich bin zuversichtlich, dass der Vater es mit seinem Leben auch so bezeugt hat.
Wir lesen schon in den Apostelbriefen von Kampf, und Soldaten des Glaubens. Auch die heiligen Altväter benutzten diese Ausdrücke. Das bedeutet nicht , dass wir als Kreuzritter (die gab es bei uns nähmlich nicht), andere Menschen angreifen, oder sie bekriegen. Das bedeutet, dass wir die Sünde bekämpfen, in diesem Falle die Häresie. Wie bekannt, gehört die Häresie zu den schlimmsten Sünden, weil es ein Verrat an der Wahrheit, an Gott ist, am heiligen Geist (siehe fillioque). In anderen Predigen spricht er natürlich über andere sünden, über Leidenschaften. Das bedeutet nicht das wir die Menschen hassen, sondern die Sünde.
Der pater Augustinos selbst hat sich für die anderen Menschen und die Kirche aufgeopfert, in seinem ganzen Leben. Er war war-ist ein Mensch voller Liebe und hat allen geholfen, auch andersgläubige, und hat sehr viele getauft.
Die Art, auf die er predigte, ist kein einzelfall in der griechischen Kirche. In einer anderen Sprache klingen die Ausdrücke vielleicht nicht richtig.
genauso würde sich ein nicht- Grieche wundern, wie simpel geschrieben die Bibel für uns klingt. In so einer Sprache.
Warum ist euch der agonistische Teil des Glaubens so fremd? das wundert mich richtig.
En Christo
Alexia