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Verfasst: 08.11.2007, 17:29
von Walter
Rene hat geschrieben:Hallo,
ich persönlich halte die Übersetzung aus München für besser, textgenauer. Ein Beispiel ist das "Vater unser", das weißt Du aber sicher auch, lieber Walter.
Maßgabe ist eben der griechische Text.
Das hat weniger mit dem griechischen Text zu tun (auch die Münchner Übersetzung ist m.W. aus dem Kirchenslawischen oder gar Russischen); Vater Benedikt nimmt hier aus Gründen der Einheitlichkeit die ökumenischen Texte. Darüber kann man gewiss streiten; es gibt hier ja auch schon mehrere Threads darüber.

Für das Vaterunser und Glaubensbekenntnis verwende ich persönlich momentan sowieso die Geilnauer Version, aber auch die liturgische Arbeitsgruppe der KOKiD (die übrigens auch Vater Benedikt koordiniert) macht gute Fortschritte bei der Ausarbeitung einer für alle kanonischen orthodoxen Jurisdiktionen verbindlichen Übersetzung der Göttlichen Liturgie in die deutsche Sprache. Danach dürften sich wohl auch die zukünftigen Gebetbücher richten werden.

Verfasst: 08.11.2007, 18:45
von Marypoppins
Herzlichen Dank Euch Allen.

Es tut mir leid, daß ich die Links bisher übersehen habe.

Aber das Forum ist immer noch eine Fundgrube mit vielen neuen und fremden Gedanken für mich , so daß ich manchmal vor lauter Bäumen den Wald nicht sehe.

Habt Alle einen friedlichen Abend und eine erholsame Nacht.

Gottes Segen
Mary

Verfasst: 08.11.2007, 19:19
von Rene
Walter hat geschrieben: Das hat weniger mit dem griechischen Text zu tun (auch die Münchner Übersetzung ist m.W. aus dem Kirchenslawischen oder gar Russischen); Vater Benedikt nimmt hier aus Gründen der Einheitlichkeit die ökumenischen Texte. Darüber kann man gewiss streiten; es gibt hier ja auch schon mehrere Threads darüber.

Für das Vaterunser und Glaubensbekenntnis verwende ich persönlich momentan sowieso die Geilnauer Version, aber auch die liturgische Arbeitsgruppe der KOKiD (die übrigens auch Vater Benedikt koordiniert) macht gute Fortschritte bei der Ausarbeitung einer für alle kanonischen orthodoxen Jurisdiktionen verbindlichen Übersetzung der Göttlichen Liturgie in die deutsche Sprache. Danach dürften sich wohl auch die zukünftigen Gebetbücher richten werden.
Hallo Walter,

die Münchner Übersetzung ist wohl aus dem Griechischen übersetzt worden, habe ich zumindest gelesen. Dennoch ist sie m.E. wesentlich textgenauer.
Ja, ich glaube auch, dass sich dann alle Gebetbücher an die Ergebnisse der Arbeitsgruppe halten werden. Dann kommt es endlich zu einer guten einheitlichen Lösung.
Aber wir werden es dann sehen, wenn die Arbeit beendet und von den Bischöfen abgesegnet ist.
v.G. Rene

Verfasst: 12.11.2007, 22:43
von Nassos
Hallo Leute,

ich hätte das Gebet betreffend auch eine Frage. Ich hatte mal vor einigen Jahren irgendwo gelesen (weiß leider nicht mehr wo), dass man in der Anfangszeit des Christentums beim Gebet beide Arme angewinkelt vom Körper erhob (ungefähr in der Form von "Hände hoch!").
Den Geistlichen sieht man diese Haltung in der Liturgie auch einnehmen.

War dies tatsächlich so?

Gruß,
Nassos

Verfasst: 13.11.2007, 07:51
von Marypoppins
Lieber Nassos,

Du meinst sicher die Orante.

Das ist eine Gebetshaltung, die schon aus dem alten Testament bekannt ist.
Vielleicht hat Jesus ja auch so gebetet.

Im außerchristlichen Bereich der Antike findest Du sie auch.(Ägyprer, Hetitter u.s.w.)

Der Betende steht, hat die Arme ausgebreitet und die Hände emporgehoben.
Das Innere der Hand zeigt nach oben.
Es bedeutet, daß wir für Gott so offen sein wollen wie unsere Hände.

Ein Rkk Priester hält an bestimmten Teilen der Messe die Hände so.


In den Catakomben findest Du zum Beispiel solche Abbildungen

http://www.santamelania.it/preg_lett/orante/orante.htm

http://www.aug.edu/augusta/iconography/ ... Jonas.html


Auf frühen Sakophagen siehst Du sie auch.

http://domitilla.it/Catacombe/tedesco.htm

Klick Dich auf diesem Link bis nach unten zu den Symbolen, und da bis zu Orante.

Auf den Ikonen findet man die Orante ganz oft.

Na, wenn Du erst mal weißt was Du suchst, ist das Net voll von Abbildungen.

Habt einen guten Tag
Mary

Verfasst: 18.11.2007, 01:56
von Nassos
Liebe Mary,

habe mir erst heute die Zeit genommen, mir die Links anzuschauen. GEnau das meinte ich. Von wegen, Du hast wenig wissen... :wink:
Was soll ich erst dazu sagen?

Heute beten wir ja mit vor dem Körper zusammengelegten Händen. Ich nehme an, dass sich diese Haltung mit weniger Mühe durchhalten läßt und dabei Demut bezeugt. Aber die Orante ist erhabender.
Weiß jemand den griechischen`/slawischen Begriff hierfür?

Liebe Grüsse,
Nassos