Verfasst: 08.05.2007, 19:41
Lieber Ioannes !
Die "Schutzfunktion" des Kaisers wurde aus der alttestamentlichen Vorstellung entlehnt: Die Könige des Alten Bundes waren dazu berufen, die monotheistische Kulteinheit gegenüber Angriffen von "außen" zu verteidigen; eine analoge Rolle nahmen in Bezug auf die Rechtgläubigkeit Kaiser und Zar wahr.
Zum Begriff des "Priesterkönigs" ist zu sagen, daß es im byzantinischen Zeremoniell dem Kaiser tatsächlich gestattet war, an drei höchsten kirchlichen Feiertagen - zu Weihnachten, zu Ostern und an Pfingsten - während der Liturgie das Evangelium zu lesen; außerdem kommunizierte er zusammen mit dem Klerus im Altarraum. Dagegen war dieser Brauch in Rußland und anderen orthodoxen Monarchien unbekannt. Die Begründung dafür ist aus der schon genannten Definition des Kaisers als Bischof der äußeren Angelegenheiten der Kirche abzuleiten.
Grüße aus Salzburg sendet
Erzpr. Peter
Die "Schutzfunktion" des Kaisers wurde aus der alttestamentlichen Vorstellung entlehnt: Die Könige des Alten Bundes waren dazu berufen, die monotheistische Kulteinheit gegenüber Angriffen von "außen" zu verteidigen; eine analoge Rolle nahmen in Bezug auf die Rechtgläubigkeit Kaiser und Zar wahr.
Zum Begriff des "Priesterkönigs" ist zu sagen, daß es im byzantinischen Zeremoniell dem Kaiser tatsächlich gestattet war, an drei höchsten kirchlichen Feiertagen - zu Weihnachten, zu Ostern und an Pfingsten - während der Liturgie das Evangelium zu lesen; außerdem kommunizierte er zusammen mit dem Klerus im Altarraum. Dagegen war dieser Brauch in Rußland und anderen orthodoxen Monarchien unbekannt. Die Begründung dafür ist aus der schon genannten Definition des Kaisers als Bischof der äußeren Angelegenheiten der Kirche abzuleiten.
Grüße aus Salzburg sendet
Erzpr. Peter