Seite 2 von 2
Verfasst: 03.01.2007, 12:04
von Jeremias
Nur als kleiner Denkanstoss: wie genau ist es uns möglich Gott in Begriffen zu definieren, die aus unserem Denken kommen, ist er doch unendlich und daher nicht von uns zu begreifen und von unserem Denken nicht zu beschreiben?
undefinierbar
Verfasst: 03.01.2007, 14:48
von peter
Lieber BlackandGold,
wir bewegen uns hier immer noch im Saddam-Thread, welcher bei der
Frage des Bösen, der Theodicee usw. anlangte. Wie sogar schon Dein selbstgewählter Forumsname andeutet, ist der gesamte Umfang und
Inhalt unserer Erfahrung und Erkenntnis zwischen "Gold" und "Black", zwischen dem Positiven und Negativen, zwischen Gott und Satan
aufgespannt. Gott ist selbstverständlich unendlich, unergründlich, unerforschlich. Ob das auch für Satan gilt, da bin ich mir noch
unschlüssig. Beide wirken allerdings in unserer Endlichkeit, Gott als
Heilige Dreieinigkeit, Satan als "Fürst dieser Welt". Vom Bösen sagen
wir, wie bei Hitler, Stalin, Saddam: es ist "unfaßbar", von Gott sagen wir,
er ist "unbegreiflich". Deshalb möchte ich genau das Undefinierbare, Unbegreifliche und Unfaßbare einer postmaterialistischen Dialektik hervorheben, was wiederum nicht hindert, davon, damit, darüber
zu sprechen. Gerade auch, um den Schock des Grauens mit den
"Ekstasen" unserer orthodoxen Gotteserfahrung zu lindern.
Dein Peter