Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Nassos
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Nassos »

Das ist persönlich, lieber Christ...

Noch eins. Vor einiger Zeit sagte mir ein lieber Freund, ich solle endlich damit aufhören, mich selber irgendwas zu bezeichnen. Davon bliebe nämlich auch etwas an der eigenen Seele hängen. Seitdem versuche ich das nicht mehr zu tun. Ich kann das nur weiterempfehlen.

Lieben Gruß,
Nassos
Christ7777777
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Christ7777777 »

Also mir würde das nichts ausmachen hier zu schreiben was ich so alles bete. Ich denke auch Gott hätte nichts dagegen.
Die Liebe macht dich närrisch. Im Guten Sinne jetzt. ;)
Dum Didl dei Dum dum dum.
Nassos
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Nassos »

Liebe Forer,

im orthodoxen Gebetsbuch steht bei den Abendgebeten, beim 3. Gebet , an den Heiligen Geist unter anderem
Wenn ich ... zur Unzeit geschlafen habe...
Was genau ist denn damit gemeint? Mir gehen verschiedene Antworten durch den Kopf, aber weiß jemad, was damit genau gemeint ist? Ich würde gerne wissen, was ich in dem Gebet herantrage.

Seit herzlich gedankt!
Nassos
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songul
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von songul »

Nassos hat geschrieben:Liebe Forer,

im orthodoxen Gebetsbuch steht bei den Abendgebeten, beim 3. Gebet , an den Heiligen Geist unter anderem
Wenn ich ... zur Unzeit geschlafen habe...
Was genau ist denn damit gemeint? Mir gehen verschiedene Antworten durch den Kopf, aber weiß jemad, was damit genau gemeint ist? Ich würde gerne wissen, was ich in dem Gebet herantrage.

Seit herzlich gedankt!
Nassos
Man möge nicht vergessen, dass diese Gebet aus alten Zeiten stammen in denen der Mensch mehr gebetet hat als heute. Man stand früh auf (um mehr vom Tageslicht zu haben, denn es gab keinen Strom) und die Arbeit war für die meisten auch mehr als heutzutage.
Man schlief in der Regel nicht aus.
Man verschlief vor allem nicht die Zeiten des Gebets und damit dürfte auch in erster Linie das mit der "Unzeit" gemeint sein.
Wie man das allerdings auf heute übertragen könnte?
Nun, wenn man nicht gerade im Kloster ist, ist eigentlich die einzigste Unzeit wenn man am Sonntag die Liturgie verschläft...
Oder die geistliche Regel die man sich gesetzt hat (am besten mit seinem geistlichen Vater).
Lazzaro
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Lazzaro »

Lieber Nassos!

Songuls Beitrag würdich gerne um einen Punkt ergänzen:
"Wenn ich ... zur Unzeit geschlafen habe..." heißt auch dann zu schlafen, wenn ich eigentlich etwas anderes tun soll: Arbeiten, sich um die Familie Kümmern, Haushalt et cetera. Oder anders ausgerückt: "...wenn ich faul war..."

Das ist so meine Assoziation zu diesem Thema ...
Lazarus
Ehemaliger
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Ehemaliger »

Ich möchte noch dem von Lazarus hinghaltenen Horn ein Tönchen entlocken.

Ich möchte euch nochmals anregen, die Sprüche zur Hand zu nehmen und zu lesen. Und diesen Durchgang eben mal mit der Frage nach dem 'zeitgemässen' und 'unzeitgemässen' Schlaf im Auge. Da steht vieles recht intressantes darüber drin.

Ich finde es wichtig fest zu halten, dass es das Schlafen zur UN-zeit ist. Nicht also das Schlafen an sich. In den Abendgebeten steht ja auch etwas von der Erholung und der Bitte um ungestörten Schlaf.

Wann also schlafen wir zur Unzeit? --> Wenn etwas anderes dran gewesen wäre.
Zum Beispiel, sich um das Reich Gottes zu kümmern (trachtet zuerst nach dem Reich Gottes ALLES andere wird euch hinzugetan) . Das mag in Gebet und Hausarbeit, im Beruf oder Gemeinde sein. Natürlich ist es 'falsch' (also zur Unzeit), wenn ich morgens nicht aus den Federn komme und mein Tagwerk nicht getan wird. Natürlich ist es falsch am Sonntagmorgen zu pennen und nicht zur Liturgie zu gehen. Natürlich ist es falsch, Nickerchen am Arbeitsplatz zu halten und den Arbeitgeber damit zu betrügen.

Aber: wie oft schlafe ich gar nicht, bin aber unaufmerksam und auf anderes 'gepolt' als auf das, worauf es ankäme? Auf mein Handy und nicht auf die alte Frau, der das Türen-öffnen schwer fällt, zum Beispiel. Ist also meine mangelnde Wachheit für den Herrn und das, was Er will eher das Problem als das 'Schlafen' an sich?

Beim Schlafen zur Unzeit denke ich an die Jungfrauen, die mit der Öleinteilung. Die, die sich Gedanken machen und bereit sind wenn es darauf ankommt, eben weil sie sich Gedanken gemacht haben, worauf es ankommt und wann es gilt 'da' zu sein. (Und zwischendurch wohl auch ein Nickerchen gehalten haben, aber eines in Erwartung!)
Und die, die es so treiben lassen und sich wenn überhaupt Gedanken um die beste Ruhestellung machen, oder ..., oder ... und damit den Herrn aus ihrem Leben (aus der Wachheit) ausklammern und dann erstaunt sind und krakelen, alles sei ungerecht.

Ich denke also bei dem Passus von der Unzeit an die Jungfrauen MIT Öl und bitte darum, so eine zu sein, deren durchaus gottgewollte Ruhe auch von der Erwartung Gottes geprägt und durchzogen ist.

Liebe Grüsse
Benedikt

P.S. ich finde es problematisch, dieses Umgehen mit der Wachheit zur 'Zeit' zu einer Forderung nach permanenter 'Wachheit' oder Produktivität oder so etwas verkommen lassen und mich daran erhängen müssen, weil ich so was wie permanentes Wachsein (wie auch immer man das definieren könnte) nicht leisten kann. daher bin ich für den Ausdruck UNzeit auch sehr dankbar, da es dann ja auch eine ZEIT zum Sch :dream2: lafen gibt
Nassos
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Nassos »

Vielen herzlichen Dank für die Antworten. In die Richtung gingen meine Gedanken auch, wobei mir aber hauptsächlich das sehr späte zu Bett gehen (quasi zu ... unchristlichen Zeiten!) durch den Kopf ging (was man auch dann bereut, wenn man früh aufsteht - je älter man wird, desto heftiger, ähem).

Sehr gut finde ich den Hinwes auf die Sprüche (und evtl. auch die Psalme, in denen der Mittagsdämon erwähnt wird?). Das Thema "Verpennen" (darum geht es wohl im großen und ganzen) wird natürlich in der Parabel der Jungfrauen hervorgehoben, danke Benedikt! Das hat mich "Siehe, der Bräutigam kommt" denken lassen, in dem u.a. gesagt wird

Unwürdig wiederum [ist der Knecht], den er schlafend vorfindet
Siehe zu, meine Seele, dass Du nicht vom Schlaf übermannt wirst, auf dass Du nicht dem Tode übergeben wirst.

Benedikt hat geschrieben:UN-zeit
An die UN hatte ich bisher noch nicht gedacht, aber man lernt nie aus. ;-)

Habt vielen Dank!
Nassos
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Thuja
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Thuja »

Ihr Lieben,

diese Frage ist mir auch schon "aufgestoßen", ich hab' sie gestern bei unserer "Fragestunde" mit unserem Erzbischof Mark gestellt.
Und er hat gesagt, die Regeln sind für den Menschen aufgestellt, nicht der Mensch für die Regeln... es soll ein ausgewogenes Verhältnis im Alltag von Gebet, Arbeit und Ruhe (also Schlaf) herrschen. Aber das ist für jeden anders, genauso wie das Fasten für jeden anders ist, für den einen ist Fasten ein-ganzes-Brot-essen, für den anderen nur 3 Scheiben am Tag. Man kann also nicht grundsätzlich sagen, wer am Tag schläft, schläft zur "Unzeit"... wie das für jeden konkret aussieht, muss jeder mit seinem geistlichen Vater besprechen. Prinzipiell ist aber auf jeden Fall gemeint, dass Faul- und Trägheit kein Vorschub geleistet werden soll, aber vernünftig mit den eigenen "Ressourcen gehaushaltet" werden muss, wozu eben auch ausreichend Schlaf zählt, den der Mensch braucht, um gesund zu bleiben.
Also keine "Pauschalratschläge".

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!
Nassos
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Nassos »

Liebe Thuja,

vielen lieben Dank für Deine Mühe und die Bereitstellung der Antwort durch S.E. Mark. Das hört sich doch sehr gut an und damit kann ich das nun im Gebet ohne Fragezeichen "angehen".

Wiewohl ist das richtige Einteilen eine Sache der Disziplin und somit eine Herausforderung.

Nochmal vielen Dank!
Nassos
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Thuja
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Thuja »

Gern geschehen, lieber Nassos!

Liebe Grüße
Thuja
Господи помилуй мя!
Elvis
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Re: Das persönliche Gebet, Beziehung zu Gott

Beitrag von Elvis »

Nassos hat geschrieben:Liebe Forer,

im orthodoxen Gebetsbuch steht bei den Abendgebeten, beim 3. Gebet , an den Heiligen Geist unter anderem
Wenn ich ... zur Unzeit geschlafen habe...
Was genau ist denn damit gemeint? Mir gehen verschiedene Antworten durch den Kopf, aber weiß jemad, was damit genau gemeint ist? Ich würde gerne wissen, was ich in dem Gebet herantrage.

Seit herzlich gedankt!
Nassos
nun ja um mich mal wieder zu melden :oops:

ich interpretiere diesen satz direkt mit träumen oder ähnliches wenn man doch eigentlich da sein sollte. :angle:

gruss

Elvis
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
NI KA
noliestrue
Beiträge: 17
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Religionszugehörigkeit: (noch)katholisch

Gebet?

Beitrag von noliestrue »

Hallo ich wollte fragen in welchem Zeitraum man Morgen und Abendgebet beten sollte?
Und ist es Pflicht diese als orthodoxer Christ zu beten ?
Und wo steht z.B. in der Bibel das man Morgens und Abends beten sollte, oder wer sagt das?
Danke :)
Nikolaj
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Registriert: 08.03.2011, 09:17

Re: Gebet?

Beitrag von Nikolaj »

Apostel Paulus im 1. Thessalonicherbrief "Betet ohne Unterlass."
Daher morgens und abends ist nur zur Erleichterung.
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