Was haltet ihr davon?
Was haltet ihr davon?
Bin zufällig darauf gestossen. Weis jemand etwas mehr darüber?
Sollten wir es in unsere Linkliste aufnehmen?
http://www.fvb-niederaltaich.de/index.html
a.
Re: Was haltet ihr davon?
Grüß Gott M.,administrator hat geschrieben:Grüß Gott zusammen!
Bin zufällig darauf gestossen. Weis jemand etwas mehr darüber?
Sollten wir es in unsere Linkliste aufnehmen?
http://www.fvb-niederaltaich.de/index.html
a.
ja, ich habe letztens erst eine Reportage über genau dieses Kloster gesehen. Handeln tut es sich hierbei um einen Zweig des röm. Kath. Benediktinerordens. Es sind also kath. Mönche, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Liturgie bzw Gottesdienstgestaltung nach der östlich byzantinischen (russischen?) orth. Weise zu gestalten. So ganz verstanden habe ich den Zweck bzw Sinn nicht, aber hier kann man ihn nachlesen. Interessant allemal, da anscheinend dieses Kloster ein "Anziehungspunkt" für den interkonfessionellen Austausch ist. Ob dieser Ort auch dem ökumenischen Dialog zuträglich ist? Hmm, schwierig, ich glaub man müsste selbst hinfahren und prüfen, was es damit auf sich hat!?
Grüsse
Sebastian
ich bin schonwieder ungenau bzw unkonkret.
Mit "was ich nicht verstehe", meine ich Folgendes:
a) Dieses ist ein röm. kath. Orden
b) Gottesdienstgestaltung verläuft nach orthodoxem Vorbild
Daraus ergeben sich für mich folgende Fragen:
1. Nimmt der Orden die orthodoxe Auffassung von Gottesdienst an? Z.B. was ist mit der Eucharistiefeier: gesäuertes/ungesäuertes Brot (Gut ist vielleicht nicht der endscheidenste Punkt), wie sieht es mit der Kinderkommunion aus, oder wird den Kindern wie bei den Katholiken die Eucharistie erst nach der sog. Kommunion zuteil?
2. Wie steht der Zweigorden zu Themen wie Filoque?
3. Wie zum Papsttum?
u.v.m
Abschleissend: Umgeht der Orden, setzt dieser Orden die momentan gültigen r. kath. Dogmen aus, um sich der Orthodoixie zuzuwenden? Hat er dazu eine "Lizenz" seiner Kirche? Ist es ein Pilotprojekt? Wie soll man das verstehen?
Vielleicht schreibt jemand hier denen mal eine Mail (E-Mail: vorsitzender@fvb-niederaltaich.de ), oder ich mache das nach dem Urlaub (glaube aber bis dahin habe ich es wieder vergessen
Gruß
Sebastian
Re: Was haltet ihr davon?
Der byzantinische Ritus wird in allen orthodoxen Kirche gefeiert, aber auch in der mit Rom unierten griechisch-katholischen, russisch-katholischen, ukrainisch-katholischen, etc.Ostkirchen. In Niederaltaich sowie in der Abtei Weingarten wird in Deutscher Sprache zelebriert.Sebastian hat geschrieben:Es sind also kath. Mönche, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Liturgie bzw Gottesdienstgestaltung nach der östlich byzantinischen (russischen?) orth. Weise zu gestalten. So ganz verstanden habe ich den Zweck bzw Sinn nicht, aber hier kann man ihn nachlesen. Interessant allemal, da anscheinend dieses Kloster ein "Anziehungspunkt" für den interkonfessionellen Austausch ist. Ob dieser Ort auch dem ökumenischen Dialog zuträglich ist? Hmm, schwierig, ich glaub man müsste selbst hinfahren und prüfen, was es damit auf sich hat!?
Sie feiern den Ritus tatsächlich genau so wie in den orthodoxen Kirchen, also auch mit gesäuertem Brot und reichen es mit Wein und Zeon vermischt dar. Dazu habe ich hier schon einmal etwas geschrieben.Sebastian hat geschrieben:1. Nimmt der Orden die orthodoxe Auffassung von Gottesdienst an? Z.B. was ist mit der Eucharistiefeier: gesäuertes/ungesäuertes Brot (Gut ist vielleicht nicht der endscheidenste Punkt), wie sieht es mit der Kinderkommunion aus, oder wird den Kindern wie bei den Katholiken die Eucharistie erst nach der sog. Kommunion zuteil?
2. Wie steht der Zweigorden zu Themen wie Filoque?
3. Wie zum Papsttum?
Trotzdem ist es ein katholischer Gottesdienst, es dürfen an der Kommunion also nur Katholiken nach ihrer Erstkommunion teilnehmen, auch Unierte, aber keine Orthodoxen. Natürlich gilt hier die vollständige katholische Kirchenlehre inkl. filioque, Papsttum, unbefleckte Empfängnis Mariens, etc., auch wenn das nicht explizit im Credo aufgeführt wird, m.W. auch das filioque nicht.
In der römischen Kirche gab es schon immer verschiedene Riten (Messordnungen) und der byzantinische Ritus war in der römisch-katholischen Kirche noch nie verboten, allerdings braucht es eine bischöfliche, bzw. päpstliche Erlaubnis. Ein Priester kann sich nicht einfach aussuchen, welchen Ritus er zelebriert.Sebastian hat geschrieben:Abschleissend: Umgeht der Orden, setzt dieser Orden die momentan gültigen r. kath. Dogmen aus, um sich der Orthodoixie zuzuwenden? Hat er dazu eine "Lizenz" seiner Kirche? Ist es ein Pilotprojekt? Wie soll man das verstehen?
Wenn ich mal in die Nähe komme, würde mich eine Gastteilnahme schon interessieren. Ich finde, das öffnet zumindest den Weg zur Ökumene, es ist aber kein ökumenischer Gottesdienst oder schon gar keine Wiederherstellung der Ökumene zw. West und Ost.
LG
Walter
PS: Alles Gute für deinen Urlaub, aber wir wir werden uns wohl vorher noch einmal hier "sehen". Nur, dass ich's nicht vergesse.
danke für deine Erläuterungen.
und keine Neuapostolen.Walter hat geschrieben: Trotzdem ist es ein katholischer Gottesdienst, es dürfen an der Kommunion also nur Katholiken nach ihrer Erstkommunion teilnehmen, auch Unierte, aber keine Orthodoxen
Hättest du Lust unter *"Interkonfessionelles"* das Thema Eucharistie (->Guck mal wie schön ich das Wort in Gänsefüsschen gesetzt habe
Matthäus 19,14
Markus 10,14
Lukas 18,16
Und ihr?
Warum sieht dies die RKK anders. Ist die Auffassung der RKK eine inakkurate/unrechte Sehensweise. Bitte nicht nach Wikipedia Prinzip (Kopieren/Einfügen) argumentieren. Ich würde gerne eure Stellungnahmen mir durchlesen und ordentlich was zum lesen haben, wenn ich wieder da bin.
S.
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protopeter
- Priester
- Beiträge: 698
- Registriert: 24.07.2006, 21:21
- Wohnort: Salzburg
problematisch...
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peter
- Beiträge: 440
- Registriert: 01.08.2006, 13:58
- Religionszugehörigkeit: (russisch-) orthodox
- Wohnort: Berlin
Niederaltaich
aus unserer Gemeindebrief-Arbeit ist mir bekannt, daß die Einrichtung Niederaltaich sich von katholischer Seite um die Pflege "des sog. östlichen Ritus" bemüht. Es handelt sich also um die Bemühung der katholischen Kirche, den christlich-orthodoxen Ritus einzuverleiben und unter eigene Fittiche zu nehmen, im Interesse der sog. unierten Kirchen. Deshalb votiere ich deutlich gegen eine Verlinkung mit unserem Forum.
Peter
ich würde nicht unterstellen, den Katholiken ginge es dort ums "Einverleiben". Sicherlich ist die Kath. Mission aus orthodoxer Sicht als fragwürdig zu sehen, allerdings findet im besagten Kloster ein reger ökumenischer Dialog statt, dass bewerte ich positiv.
Wie Walter es bereits schrieb, es ist ein kath. Orden mit kath. Gottesdiensten daher auch nicht orthodox.
Eine Linkempfehlung erübrigt sich deshalb.
S.
Die Sache wird noch vertrackter:
Ich frage mich, ob das ein gesundes geistiges Leben möglich macht?
Alles Gute
Novize Johannes
Es passt wohl nicht zum Thema, aber ich bin aus dem Kloster des Hl. Hiob in München.
ZUM Thema:
Was man den Katholiken des östlichen "Ritus" zugute halten kann ist, dass sie sich unter anderem um Veröffentlichung orthodoxer Literatur in deutscher Sprache bemühen (Verlag Christlicher Osten). Die Vorworte und Einleitungen abgesehen, sind das wichtige Beiträge für die ohnehin recht karge deutsch-orthodoxe Literatur.
Gott mit Uns!
S.N.J.
CoolBratIvan hat geschrieben:Vielen Dank!
Es passt wohl nicht zum Thema, aber ich bin aus dem Kloster des Hl. Hiob in München.
Schon richtig, allerdings liegt hier der Gedanke nahe, dass Orthodoxie mit römischischen Katholizismus vermengt wird. Will sagen, dem vielleicht unwissenden Betrachter fällt es schwer zu differenzieren "was stammt aus orthodoxer - was aus r.Kath. Hand" oder "wurde evtl. etwas weggelassen/zugefügt, was dem Kanon entbehrt/widerspricht?". Ich will den Katholiken nichts unterstellen (um Gottes Willen!), denke aber, dass Interessenten orthodoxe Literatur aus Orthdoxer Hand gereicht werden sollte. Bei diesem Punkt hast du leider recht; deusprachige orthodoxe Literatur ist -eigene Erfahrung- eher karg.ZUM Thema:
Was man den Katholiken des östlichen "Ritus" zugute halten kann ist, dass sie sich unter anderem um Veröffentlichung orthodoxer Literatur in deutscher Sprache bemühen (Verlag Christlicher Osten). Die Vorworte und Einleitungen abgesehen, sind das wichtige Beiträge für die ohnehin recht karge deutsch-orthodoxe Literatur.
Gott mit Dir!
Sebastian