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Heute habe ich mal eine Sendung (sowas wie eine theologische Talkshow^^) im griechischen Fernsehen mitverfolgt. Es ging um den Hl. Nikodimos den Hagioriten (schreibt man das so auf deutsch?) und es wurde erwähnt, das er damalige Praktiken aus römisch-katholischem und protestantischem Stall, die in Mode waren und denen aber ein großer geistiger Nutze abzugewinnen war, orthodox interpretierte und auch für uns anwendbar machte, wenn ich es richtig verstanden habe. Generell ist es ja in unserer Kirche so, das gerne Vorhandenes auf neuen Gebieten gerne glaubensgemäß interpretiert wird und genutzt wird. Das ist schließlich keine Veränderung aber eine Erweiterung und das halte ich für eine erstrebenswerte Form von Entwicklung.
Wie seht ihr das? Habe ich alles verdreht?
Tradition wahren heißt nicht, Betonkopf zu sein. Wenn "Erneuerungen" sich mit der Hl. Schrift und den Hl. Vätern vereinbaren lässt, dann spricht eigentlich nichts dagegen.
Das haben die Hll. Synoden ja im Endeffekt auch getan (also nichts neu erfunden, sondern anscheinend Neues aus dem Fokus der Quellen betrachtet).
Liebe Loukia,
das berühmte Buch des hl. Nikodimos Agioritis "Der Unsichtbare Kampf" ist quasi eine Übersetzung des Buches "Der geistliche Kampf" des Lateiners Lorenzo Scupoli von 1585, aber mit kluger Anpassung und orthodoxen Korrektur. So wurde ein westliches röm.-kath. Werk zu einem der wichtigsten orthodoxen geistlichen Bücher.
Wir haben niemals Schwierigkeiten, etwas, das wahr ist, als wahr anzuerkennen. Aber genauso klar sind wir, wenn etwas falsches als falsch gekennzeichnet werden muß.
Sinaitis hat geschrieben:und auch den unsichtbaren Kampf vom hl. Nikodimos gibt es auf Deutsch, herausgegeben von Hans Vorbach in Salzburg.
Online ist der wohl nicht zu haben? Dann könnte man ganz gut sehen, wo und wie Änderungen vorgenommen wurden. Immerhin ein positives Zeichen der Geistesoffenheit von Nikodimus, heutzutage wird ja oftmals vieles allein deshalb schon abgelehnt, WEIL es aus dem Westen kommt und gar nicht mehr darauf geschaut, was eigentlich darin ausgesagt wird.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Lieber Holzi,
was erwartest Du denn, was wir vom Westen noch annehmen sollen? Im Westen ist ja nicht einmal mehr die eigene Tradition bekannt. Oder kennst Du jemanden, der noch Lorenzo Scupoli kennt? Das muß doch zu denken geben, daß sein Werk eigentlich nur in der Orthodoxie real überlebt hat. Bei uns ist es ein spirituelles Zentralwerk geworden.
So sieht ein Kulturgefälle aus.
Agioreites, Nikódemus Der Unsichtbare Krieg
Der geistige Kampf zur Vervollkommung der Seele und zum inneren Frieden
Beiträge von Scupoli, Laurentius. Bearbeitet von Vorbach, Hans. Übersetzt von Vorbach, Hans
Verlag : Unipress
ISBN : 978-3-85419-101-8
Einband : Kunststoff
Preisinfo : 33,80 Eur[D] / 33,80 Eur[A] / 59,50 CHF UVP
Alle Preisangaben in CHF (Schweizer Franken) sind unverbindliche Preisempfehlungen.
Seiten/Umfang : 400 S. - 21,5 x 14 cm
Erschienen : 1998
Sinaitis hat geschrieben:Lieber Holzi,
was erwartest Du denn, was wir vom Westen noch annehmen sollen? Im Westen ist ja nicht einmal mehr die eigene Tradition bekannt. Oder kennst Du jemanden, der noch Lorenzo Scupoli kennt? Das muß doch zu denken geben, daß sein Werk eigentlich nur in der Orthodoxie real überlebt hat. Bei uns ist es ein spirituelles Zentralwerk geworden.
So sieht ein Kulturgefälle aus.
Das stimmt so gesehen natürlich auch wieder. Ich muß gestehen, ich kannte ihn natürlich auch nicht. Das wird sich aber ändern - versprochen!
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Dann wollen wir auch nicht verschweigen, daß auch die röm.-katholische Fassung als Büchlein erhältlich ist:
Der geistliche Kampf
von Lorenzo Scupoli
hrsg. und eingel. von Norbert Esser
Sankt Meinrad Verlag Norbert Esser
Sinzig 1998
ISBN 3-927593-25-7. Sehr preiswert.