Vorbereitungen für das große panorthodoxe Konzil
-
Anastasis+
- Beiträge: 424
- Registriert: 16.12.2008, 15:33
- Religionszugehörigkeit: griechisch-orthodox
- Wohnort: Wien
Vorbereitungen für das große panorthodoxe Konzil
utl: Einer der dramatischen "Stolpersteine" auf dem Weg zum großen
panorthodoxen Konzil - die Regelung der kirchenrechtlichen
Verhältnisse in der orthodoxen Diaspora - wurde aus dem Weg
geräumt
Genf, 15.06.2009 (KAP) Die orthodoxen Kirchen ordnen ihre
Zusammenarbeit in der Diaspora neu. Weltweit werden in mehreren
Regionen neue gemeinsame Bischofsversammlungen eingerichtet. Das
beschloss die vierte vorkonziliare panorthodoxe Konferenz im
schweizerischen Chambesy. Den neuen Bischofsversammlungen sollen
jeweils alle kanonischen Bischöfe angehören, die Verantwortung für
Gemeinden in diesen Regionen tragen. Ziel der Versammlungen sei die
Stärkung der Einheit der orthodoxen Kirche und des gemeinsamen
Hirtendienstes an den orthodoxen Christen, die außerhalb der
traditionellen Grenzen der orthodoxen Ortskirchen leben, hieß es
weiter. Beobachter werteten die Beschlüsse in Chambesy als
"Durchbruch", der jetzt den Weg zum panorthodoxen Konzil frei macht.
An der vierten vorkonziliaren panorthodoxen Konferenz nahmen rund 40
Vertreter aller 14 kanonischen orthodoxen Kirchen teil. Den Vorsitz
hatte der Metropolit von Pergamon (Bergama), Ioannis Zizioulas,
inne. Die vorkonziliaren Konferenzen sollen das große panorthodoxe
Konzil vorbereiten. Erst im Oktober 2008 hatte nach zwei Jahrzehnten
Unterbrechung ein Treffen aller orthodoxen Kirchenoberhäupter
("Synaxis") aus Anlass des Paulus-Jubiläums in Istanbul den Weg für
eine Wiederaufnahme der Vorbereitung des panorthodoxen Konzils
freigemacht.
Bei der Konferenz wurden Beschlüsse der interorthodoxen
Vorbereitungskommission für das Konzil (die im Dezember wieder in
Chambesy zusammentreten wird) aus den Jahren 1990 und 1993 im
Hinblick auf die Diaspora bestätigt. Entscheidend sei, dass die
Bischofsversammlungen in der Diaspora im Geist der "Konziliarität"
(sobornost) stattfinden. Im Schlussdokument der Konferenz wird
ausdrücklich betont, dass der "gemeinsame Wille" aller orthodoxen
Kirchen zum Ausdruck gekommen sei, das Problem der
kirchenrechtlichen Organisation der "orthodoxen Diaspora" im
Einklang mit der orthodoxen Lehre von der Kirche, mit der Tradition
und der kirchenrechtlichen Praxis zu lösen. Den Vorsitz der neuen
Bischofsversammlungen soll jeweils der örtlich dienstälteste Bischof
des Ökumenischen Patriarchats übernehmen. Wenn es keinen solchen
gibt, geht der Vorsitz an jeweils dienstältesten Bischof des
nächsten Patriarchats auf der orthodoxen Ehrenliste über.
Der Prozess zur Einberufung eines panorthodoxen Konzils war -
parallel zum Zweiten Vatikanischen Konzil - mit einer panorthodoxen
Konferenz in Rhodos 1961 gestartet worden. Weitere solcher
Konferenzen fanden 1963 und 1964 auf Rhodos und 1968 in Chambesy
statt. Dabei wurden die Themen festgelegt, mit denen sich das
panorthodoxe Konzil zu befassen habe. In der Folge formierte sich
die interorthodoxe Vorbereitungskommission für das Konzil, die 1971,
1986, 1990 und 1993 in Chambesy tagte. 1976 versammelte sich -
ebenfalls in Chambesy - die erste vorkonziliare panorthodoxe
Konferenz, der 1982, 1986 und jetzt weitere folgten.
Die vielfältigen Begegnungen führten dazu, die Themenliste für das
Konzil genauer zu definieren: Außer Frage standen die Veränderung
der Fastenvorschriften, der kirchenrechtlichen Regeln für Heirat und
Scheidung, das Osterdatum und die ökumenischen Beziehungen zu den
anderen Christen. Heikel wurde es bei der "Ehrenliste" (der
kanonischen Reihenfolge der Patriarchate und selbständigen Kirchen,
weil sich hier der Zwiespalt zwischen Konstantinopel und Moskau am
deutlichsten zeigte), der Frage der Anerkennung der Selbständigkeit
(Autokephalie) oder Autonomie von Ortskirchen (etwa im Hinblick auf
den Zerfall von föderalen Gebilden wie der Sowjetunion und
Jugoslawien) und vor allem beim Problem der kirchenrechtlich
korrekten Organisation der "Diaspora".
Dass es jetzt gelang, einen Weg für diese Organisation der
"Diaspora" zu finden, war auch für Insider nicht selbstverständlich.
"Ich bin selbst von diesem guten Ausgang überrascht", sagte
Metropolit Ioannis Zizioulas. Er hatte am Beginn der Konferenz
eindringlich zur Eintracht aufgerufen. Die bisherige Unfähigkeit der
Orthodoxie, "ihr" Konzil auf die Beine zu stellen, sei ein Ärgernis,
das ihre Einheit und Zukunft gefährde und sie in den Augen einer
nichtglaubenden Welt zum Gespött mache. In diesem Sinn äußerte sich
auch der "Organisator" der Konferenz, Archimandrit Bartholomaios
Samaras aus Istanbul.
Die Lösung des jahrelangen Streites darüber, ob für die orthodoxe
"Diaspora" das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel allein
zuständig sein soll (wie das schon ein Beschluss des Konzils von
Chalcedon 451 nahe legt) oder ob die heutige Praxis der Leitung
jeder Diasporadiözese durch die jeweilige Mutterkirche beibehalten
wird, ist "salomonisch". Konstantinopel akzeptiert die
Diasporabischöfe der slawischen, rumänischen, georgischen,
arabischen, albanischen usw. Orthodoxen. Doch werden diese in den
Diasporaländern in Bischofsversammlungen zusammengefasst, die
ihrerseits in der Regel unter dem Vorsitz eines Bischofs des
Ökumenischen Patriarchats stehen.
Das könnte zur Bildung neuer orthodoxer Kirchen in den Staaten der
Diaspora führen, wie das der Leiter des Außenamtes der
russisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hilarion (Alfejew), schon im
Vorfeld der Begegnung von Chambesy angeregt hatte. Dem neuen
Erzbischof von Wolokolamsk (und früheren russisch-orthodoxen Bischof
von Wien) wird ein großer Anteil an der erzielten Einigung
zugeschrieben.
Der rumänisch-orthodoxe Priester und Theologe Viorel Ionita
(Direktor der Kommission "Kirchen im Dialog" der "Konferenz
Europäischer Kirchen"/CEC) schätzte die Bedeutung der vierten
vorkonziliaren panorthodoxen Konferenz im Gespräch mit der Schweizer
katholischen Nachrichtenagentur KIPA/APIC so ein: "Die Konferenz war
von einem gegenseitigen Vertrauen wie auch von dem gemeinsamen
Willen bestimmt, die Zusammenarbeit zwischen den orthodoxen Kirchen
auf allen Ebenen einschließlich der Diaspora zu festigen. Der
Vorsitzende der Konferenz, Metropolit Ioannis, einer der
bedeutendsten orthodoxen Theologen der Gegenwart, hat mit einem
tiefen Sinn für die Gemeinschaft der einen orthodoxen Kirche zu dem
hervorragenden Erfolg dieser Tagung entscheidend beigetragen. Die
Konsensfindung wie auch die ganze Stimmung auf dieser Konferenz
haben deutlich gezeigt, dass die Vorbereitung des Heiligen Konzils
der orthodoxen Kirche eine tiefernste Angelegenheit ist, die sich
mehr und mehr konkretisiert. Die Beschlüsse der Konferenz in
Chambesy werden nun allen orthodoxen Kirchen mitgeteilt und dann
veröffentlicht. Sie haben jedoch bereits provisorische Gültigkeit
bis zum Konzil, das sie definitiv verabschieden soll. Schon jetzt
stellen die Beschlüsse der Konferenz einen klaren Rahmen und
wichtige Richtlinien für eine bessere Koordinierung der
Zusammenarbeit aller orthodoxen Gemeinden in der Diaspora dar".
Das Konzil habe aber bereits begonnen, indem die orthodoxen Kirchen
auf dem Weg zu dieser Synode gemeinsam als "die eine orthodoxe
Kirche beraten und entschieden haben", so Ionita.
Quelle: http://www.ots.at
meine Zuflucht der Sohn,
mein Schutz der Heilige Geist.
Heilige Dreiheit, Ehre sei dir.
-
Anastasis+
- Beiträge: 424
- Registriert: 16.12.2008, 15:33
- Religionszugehörigkeit: griechisch-orthodox
- Wohnort: Wien
Orthodoxe Kirchen ordnen Zusammenarbeit in der Diaspora neu
Die orthodoxen Kirchen ordnen ihre Zusammenarbeit in der Diaspora neu. Weltweit werden in mehreren Regionen neue gemeinsame Bischofsversammlungen eingerichtet. Das beschloss laut "Kathpress" die vierte vorkonziliare panorthodoxe Konferenz im schweizerischen Chambesy.
Den neuen Bischofsversammlungen sollen jeweils alle kanonischen Bischöfe angehören, die Verantwortung für Gemeinden in diesen Regionen tragen. Ziel der Versammlungen sei die Stärkung der Einheit der orthodoxen Kirche und des gemeinsamen Hirtendienstes an den orthodoxen Christen, die außerhalb der traditionellen Grenzen der orthodoxen Ortskirchen leben, hieß es laut "Kathpress" weiter. Beobachter werteten die Beschlüsse in Chambesy als "Durchbruch", der jetzt den Weg zum panorthodoxen Konzil frei macht.
Vorbereitung eines panorthodoxen Konzils
An der vierten vorkonziliaren panorthodoxen Konferenz nahmen rund 40 Vertreter aller 14 kanonischen orthodoxen Kirchen teil. Den Vorsitz hatte der Metropolit von Pergamon (Bergama), Ioannis Zizioulas, inne. Die vorkonziliaren Konferenzen sollen das große panorthodoxe Konzil vorbereiten. Erst im Oktober 2008 hatte nach zwei Jahrzehnten Unterbrechung ein Treffen aller orthodoxen Kirchenoberhäupter ("Synaxis") aus Anlass des Paulus-Jubiläums in Istanbul den Weg für eine Wiederaufnahme der Vorbereitung des panorthodoxen Konzils freigemacht.
Bischöfe des Ökumenischen Patriarchats übernehmen den Vorsitz
Bei der Konferenz wurden Beschlüsse der interorthodoxen Vorbereitungskommission für das Konzil (die im Dezember wieder in Chambesy zusammentreten wird) aus den Jahren 1990 und 1993 im Hinblick auf die Diaspora bestätigt. Entscheidend sei, dass die Bischofsversammlungen in der Diaspora im Geist der "Konziliarität" (sobornost) stattfinden. Im Schlussdokument der Konferenz wird ausdrücklich betont, dass der "gemeinsame Wille" aller orthodoxen Kirchen zum Ausdruck gekommen sei, das Problem der kirchenrechtlichen Organisation der "orthodoxen Diaspora" im Einklang mit der orthodoxen Lehre von der Kirche, mit der Tradition und der kirchenrechtlichen Praxis zu lösen. Den Vorsitz der neuen Bischofsversammlungen soll jeweils der örtlich dienstälteste Bischof des Ökumenischen Patriarchats übernehmen. Wenn es keinen solchen gibt, geht der Vorsitz an jeweils dienstältesten Bischof des nächsten Patriarchats auf der orthodoxen Ehrenliste über.
Vorbereitung für panorthodoxes Konzil begann 1961
Der Prozess zur Einberufung eines panorthodoxen Konzils war - parallel zum Zweiten Vatikanischen Konzil - mit einer panorthodoxen Konferenz in Rhodos 1961 gestartet worden. Weitere solcher Konferenzen fanden 1963 und 1964 auf Rhodos und 1968 in Chambesy statt. Dabei wurden die Themen festgelegt, mit denen sich das panorthodoxe Konzil zu befassen habe. In der Folge formierte sich die interorthodoxe Vorbereitungskommission für das Konzil, die 1971, 1986, 1990 und 1993 in Chambesy tagte. 1976 versammelte sich - ebenfalls in Chambesy - die erste vorkonziliare panorthodoxe Konferenz, der 1982, 1986 und jetzt weitere folgten.
Viele Themen
Die vielfältigen Begegnungen führten dazu, die Themenliste für das Konzil genauer zu definieren: Außer Frage standen die Veränderung der Fastenvorschriften, der kirchenrechtlichen Regeln für Heirat und Scheidung, das Osterdatum und die ökumenischen Beziehungen zu den anderen Christen. Heikel wurde es bei der "Ehrenliste" (der kanonischen Reihenfolge der Patriarchate und selbständigen Kirchen, weil sich hier der Zwiespalt zwischen Konstantinopel und Moskau am deutlichsten zeigte), der Frage der Anerkennung der Selbständigkeit (Autokephalie) oder Autonomie von Ortskirchen (etwa im Hinblick auf den Zerfall von föderalen Gebilden wie der Sowjetunion und Jugoslawien) und vor allem beim Problem der kirchenrechtlich korrekten Organisation der "Diaspora".
Metropolit: Nichtzustandekommen des Konzils ist ein Ärgernis
Dass es jetzt gelang, einen Weg für diese Organisation der "Diaspora" zu finden, war auch für Insider nicht selbstverständlich. "Ich bin selbst von diesem guten Ausgang überrascht", sagte Metropolit Ioannis Zizioulas. Er hatte am Beginn der Konferenz eindringlich zur Eintracht aufgerufen. Die bisherige Unfähigkeit der Orthodoxie, "ihr" Konzil auf die Beine zu stellen, sei ein Ärgernis, das ihre Einheit und Zukunft gefährde und sie in den Augen einer nichtglaubenden Welt zum Gespött mache. In diesem Sinn äußerte sich auch der "Organisator" der Konferenz, Archimandrit Bartholomaios Samaras aus Istanbul.
Eine "salomonische" Lösung
Die Lösung des jahrelangen Streites darüber, ob für die orthodoxe "Diaspora" das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel allein zuständig sein soll (wie das schon ein Beschluss des Konzils von Chalcedon 451 nahe legt) oder ob die heutige Praxis der Leitung jeder Diasporadiözese durch die jeweilige Mutterkirche beibehalten wird, ist "salomonisch". Konstantinopel akzeptiert die Diasporabischöfe der slawischen, rumänischen, georgischen, arabischen, albanischen usw. Orthodoxen. Doch werden diese in den Diasporaländern in Bischofsversammlungen zusammengefasst, die ihrerseits in der Regel unter dem Vorsitz eines Bischofs des Ökumenischen Patriarchats stehen. Das könnte zur Bildung neuer orthodoxer Kirchen in den Staaten der Diaspora führen, wie das der Leiter des Außenamtes der russisch-orthodoxen Kirche, Erzbischof Hilarion (Alfejew), schon im Vorfeld der Begegnung von Chambesy angeregt hatte. Dem neuen Erzbischof von Wolokolamsk (und früheren russisch-orthodoxen Bischof von Wien) wird ein großer Anteil an der erzielten Einigung zugeschrieben.
Quelle: religion.orf.at
meine Zuflucht der Sohn,
mein Schutz der Heilige Geist.
Heilige Dreiheit, Ehre sei dir.
-
Anastasis+
- Beiträge: 424
- Registriert: 16.12.2008, 15:33
- Religionszugehörigkeit: griechisch-orthodox
- Wohnort: Wien
Verteter des Ökumenischen Patriarchates, des Patriarchats von Alexandria, des Patriarchats von Antiochien, des Patriarchats von Jerusalem, des Patriarchats von Moskau, des Patriarchats von Serbien, des Patriarchats von Rumänien, des Patriarchats von Bulgarien, des Patriarchats von Georgien (Metropolit Germanos von Zoukidi und Tsaisi), der Kirche von Zypern, der Kirche von Hellas, der Kirche von Albanien, der Kirche von Polen, der Kirche von Tschechien
En Christo
meine Zuflucht der Sohn,
mein Schutz der Heilige Geist.
Heilige Dreiheit, Ehre sei dir.
-
Anastasis+
- Beiträge: 424
- Registriert: 16.12.2008, 15:33
- Religionszugehörigkeit: griechisch-orthodox
- Wohnort: Wien
-
Mops
- Beiträge: 735
- Registriert: 02.12.2008, 12:27
- Religionszugehörigkeit: christlich orthodox
- Kontaktdaten:
Die Fastenvorschriften, naja - wenn man überlegt, dass sie eigentlich sehr alt sind und in einer Gegend um das Meer Gültigkeit hatten... kann ich den Gedanken einer Anpassung an heutige Gegebenheiten schon nachvollziehen.
Manche Fisch oder Meerestiere die damals für jeden zu haben waren sind heute Delikatessen usw...
Der Ostertermin, kann ich auch nicht verstehen, aber das wird sich dann klären, wenn es soweit ist. Machen wir uns bis dahin keine unnützen Sorgen.
Die Bischöfe werden da sicher nichts über das Bein brechen und sicher verantwortungsvoll und überlegt agieren. Schließlich hängt da auch das Seelenheil der Gläubigen (und auch ihr eigenes) damit zusammen.
Aber dafür haben wir ja unsere Bischöfe. Beten wir für sie!
l.G. Rene
-
Anastasis+
- Beiträge: 424
- Registriert: 16.12.2008, 15:33
- Religionszugehörigkeit: griechisch-orthodox
- Wohnort: Wien
- songul
- Beiträge: 987
- Registriert: 19.12.2008, 09:47
- Religionszugehörigkeit: orthodox
- Wohnort: Isarwinkel
Hierzu folgendes Zitat:Ilija hat geschrieben:Was mich etwas beschäftigtsind die "Veränderungen der Fastenvorschriften, Eherecht, Ostertermin..." Weiß einer mehr darüber? Das mit der Diasporasituation freut mich wenn dadurch neue Orthodoxe Kirchen entstehen würden....
LG
So wie sich der Satz liesst, verstehe ich ihn so, dass darüber nicht diskutiert werden soll.Anastasis+ hat geschrieben:Die vielfältigen Begegnungen führten dazu, die Themenliste für das Konzil genauer zu definieren: Außer Frage standen die Veränderung der Fastenvorschriften, der kirchenrechtlichen Regeln für Heirat und Scheidung, das Osterdatum und die ökumenischen Beziehungen zu den anderen Christen.
Aber vielleicht kann Vater Martinos etwas genaueres dazu sagen.
LG Songul
in den Vorbereitungen geht es nur um die ThemenLISTE, nicht um die Beantwortung der Themen und Fragen und erst recht nicht darum, WIE die Fragen vom Konzil zu beantworten sind.
"Außer Frage" heißt, daß keine autokephale Kirche Einwände hat, die Themen auf dem Konzil zu diskutieren.
Ich würde sogar auch die Frage nach dem Frauenpriestertum auf die Themenliste setzten und sei es nur darum, damit wir vor aller Welt noch einmal die Tradition unserer Kirche bestätigen. So war es immer in der Geschichte, daß ein Konzil keine Neuerungen beschloß, sondern die Lehre der Väter bestätigte. Und das braucht unsere Kirche auch heute wieder und dieses Zeugnis braucht die ganze Welt.
Vertrauen wir doch ruhig ein klein bißchen auf den Heiligen Geist, der seine - unsere - Kirche nicht im Stich läßt.
Angst ist ein schlechter Ratgeber, aber ein guter Nährboden für Fanatismus.
Aber Rene hat das schon längst richtig formuliert.











