Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Basti02
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Basti02 »

Servus,

in der Diskussion wurde zur Genüge klargestellt, wieso die Kreuzzüge richtig und wichtig waren - sofern man Wert drauf legt, sich gegen Angreifer zu verteidigen. Wenn man andererseits jedoch dem modernen, weichgespülten und halbagnostischen Christentum anhängt, das "die andere Wange darbieten" (Mat 5,39) fälschlicherweise als "mach mit mir und meiner Familie, was du willst, ich tu euch nichts" liest, so mögen die Kreuzzüge moralisch verwerflich sein.
Elias70
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elias70 »

Haben dann die Märtyrer der ersten Jahrhunderte (und auch viele späterer Zeiten) unchristlich gehandelt, wenn sie keine Gewalt angewendet haben, während ihre Familien zum Teil vor ihren Augen gefoltert und ermordet wurden?

Elias.
Dank sei GOtt in allem!
Elvis
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elvis »

Elias70 hat geschrieben: 12.12.2025, 16:57 Haben dann die Märtyrer der ersten Jahrhunderte (und auch viele späterer Zeiten) unchristlich gehandelt, wenn sie keine Gewalt angewendet haben, während ihre Familien zum Teil vor ihren Augen gefoltert und ermordet wurden?

Elias.
hmmm, lass mich mal entzaubern:

-der heilige georg hat diokletion sein dekret direkt vor seiner Nase zerissen und den Tempel des Apollon zerstört.
-der heilige Theodor hat einen ganzen Tempel verbrannt und ja auch einen Drachen getötet
-Der heilige Konstantin hat an der milvinischen Brücke gekämpft im zeichen des Kreuzes
-Der Gottesgebärerin wird im akathist für ihre fürbitte um Schutz Constantinopels gedacht
-in der regula Benedikti wird auch von Rutenschlägen gesprochen
-der heilige Nikolaus verpasst den unheiligen Ar(sch)ius eine Ohrfeige, ja er befreit auch einen Unschuldig Verurteilten

Seit wann ist Pazifismus Kirchliche-Doktrin?

Oder um genauer zu sein

Seit wann ist Pazifismus Doktrin in Kirchen die Apostolischer Kontinuität und somit heiliger Tradition folgen?

Zorn ist nich immer Zorn.

Denk vielleicht doch darüber bitte nach.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Elvis
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elvis »

Basti02 hat geschrieben: 12.12.2025, 16:45 Servus,

in der Diskussion wurde zur Genüge klargestellt, wieso die Kreuzzüge richtig und wichtig waren - sofern man Wert drauf legt, sich gegen Angreifer zu verteidigen. Wenn man andererseits jedoch dem modernen, weichgespülten und halbagnostischen Christentum anhängt, das "die andere Wange darbieten" (Mat 5,39) fälschlicherweise als "mach mit mir und meiner Familie, was du willst, ich tu euch nichts" liest, so mögen die Kreuzzüge moralisch verwerflich sein.
Du weisst schon was mit der Anderen Wange gemeint ist? Und du weisst schon das auch so die Kreuzfahrer handeln sollten und auch teilweise gehandelt haben? Du weisst schon das die Kreuzzüge keine Verteidigung sondern Schutz von Pilgern und Reliqiuen usrprünglich waren bzw. darin erfolg gehabt hatten?

Du weisst auch das die Reconquista die Blutsreinheit gepusht hat, worauf moderner Rassismus und die NS-Ideologie basiert? Du weisst auch das es genügend märtyrer gab aus Ost und West unter diesen Regimen?

Du solltest auch wissen, dass gerade Serbien unter diesen Rassenwahn gelitten hat und das serbien historische gute Verbindungen zu den Kreuzfahrern hatte.

Also meine Frage jetzt so direkt.

Was suchst du bei "uns" in der Ostkirche? Wir sind nicht wesentlich anders als die Westler nur hesychastischer :mrgreen:

Mal ne kleine Anmerkung, so nebenbei.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Elias70
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elias70 »

Elvis hat geschrieben: 24.12.2025, 15:26 hmmm, lass mich mal entzaubern:
[...]
Denk vielleicht doch darüber bitte nach.
Da brauche ich nicht lange nachzudenken, da ich nirgends geschrieben habe, dass Pazifismus kirchliche Doktrin sei.
Ich habe vielmehr Basti02 eine Frage zu seiner letzten Aussage gestellt und dabei, wie anscheinend nicht klar geworden ist, (physische) Gewalt gegenüber den Verfolgern gemeint.

Elias.
Dank sei GOtt in allem!
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