Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Elias70
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elias70 »

Ich habe nicht die kirchliche Position gemeint, die relativiert werden soll, sondern die persönliche.

Im Internet achte ich vor allem darauf, ob der "Influencer" seinen Einfluss nutzt, um zu verbinden oder zu trennen. Jay Dyer ist für letzteres bekannt, über V. Josiah bin ich mir da nicht ganz im Klaren. Ich höre lieber V. Paul Truebenbach und V. Alexej Veselov, bei denen geht es um das geistliche Leben und nicht um Politik, um das himmlische Königreich und nicht um weltliche Vorherrschaft.

Elias.
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Ambrosius
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Ambrosius »

Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich mangels Fachwissen nicht einmischen, habe aber folgendes gelesen(sollte zumindest für den ersten Kreuzzug gelten):
eigentlich hatten die Oströmischen Kaiser in Konstantinopel den "Westen/ den Papst" gebeten ihnen gegen die Muslime zu helfen.
Ihre Vorstellung scheint aber gewesen zu sein: Helft uns, vertreibt die Muslime bitte aus den Gebieten die früher Teile des Oströmischen Reiches waren. gebt es wieder an UNS (und dann geht wieder zurück in den Westen).
Die Kreuzritter hatten aber ihre eigenen Pläne und Absichten.
Lief nicht so wie geplant für Ostrom .

Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht sagen.
Basti02
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Basti02 »

Ambrosius hat geschrieben: 06.07.2025, 15:46 Ich wollte mich zu dem Thema eigentlich mangels Fachwissen nicht einmischen, habe aber folgendes gelesen(sollte zumindest für den ersten Kreuzzug gelten):
eigentlich hatten die Oströmischen Kaiser in Konstantinopel den "Westen/ den Papst" gebeten ihnen gegen die Muslime zu helfen.
Ihre Vorstellung scheint aber gewesen zu sein: Helft uns, vertreibt die Muslime bitte aus den Gebieten die früher Teile des Oströmischen Reiches waren. gebt es wieder an UNS (und dann geht wieder zurück in den Westen).
Die Kreuzritter hatten aber ihre eigenen Pläne und Absichten.
Lief nicht so wie geplant für Ostrom .

Ob das stimmt oder nicht, kann ich nicht sagen.
Lass das "eigentlich" weg. Alexius bat um Hilfe und 1096 stand sie vor seiner Haustür. Doch bevor Alexios die Kreuzritter in Konstantinopel einkehren ließ, forderte er das Versprechen, sie sollen ihm alle zurückeroberten Gebiete geben; sonst wollte er sie draußen stehen lassen. Dieses Versprechen wurde letztlich nur teils gehalten. Einiges bekam Alexios zurücke, manche Städte wie beispielsweise Antioch nicht. Städte wie Jerusalem hingegen waren schon so lange an die Moslems verloren, dass sie wohl kaum Teil des Versprechens sein konnten.

Die Kreuzritter hatten Pläne und Absichten,ja - Pläne und Absichten, die christlichen Gebiete und christlichen Dhimmis (das sind Nichtmuslime unter Sharia; in etwa wie Sklaven, aber mit gewissen Rechten) zu befreien. Dabei waren sie mehr oder weniger erfolgreich. Hundert Jahre später marschierten die Moslems leider wieder ein.
Wenn es den Kreuzrittern jedoch bloß um Beute ginge, wie du andeutest, so hätten sie sich nie aufgemacht, sondern wären zu Hause geblieben. Helden wie Gottfried von Bouillon mussten ihre Besitztümer verkaufen und Länder aufgeben, um sich diesen Spaß überhaupt zu finanzieren. Was hatten sie davon? Nichts! Nur Tod. Manche verdursteten, viele fielen in der Schlacht oder wurden versklavt, andere starben an Schlangenbissen - herrgott, Gottfried selbst überlebte einen Kampf mit einem Bären, wenn auch nur knapp. Am Ender starb er dort im Jahr 1100, möglicherweise vergiftet. Habgier war definitiv kein Grund für die ersten Kreuzfahrer.

Viele Grüße
Basti
Elvis
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elvis »

es kommt darauf an, welches Land du ansprichst. Nich jedes orthodoxe Land hat gute erfahrungen gemacht, mit kreuzritter, ritterorden und dergleichen.

Eigenglich gab es nur in Serbien eine Ritterkultur die sich durch die Kreuzfahrer und Templer eigentlich gut und in freundschaft ausgebildet hat, der rest hat halt nicht so gute Erinnerungen. :lol:

Die meisten orthodoxen sind an der moderne angepasst und stehen eher neutral den Kreuzfahrern über. Ich selbst sage, dass zumindest der erste Kreuzzug richtig war, auch wenn dieser gegen einige Kirchenkanones geht. :sailor:
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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Basti02
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Basti02 »

Servus,

etwas spät, hatte leider vergessen, früher zu schreiben.

Ob orthodoxe Länder ihre Kämpfer Ritter nannten oder nicht, spielt keine Rolle. Ganz gleich wie man die Kämpfer nannte, auch orthodoxe Länder haben gegen den Islam gekämpft (und das war und ist richtig so!). Natürlich ist der Angriff auf Konstantinopel eine schlechte Erinnerung. Aber davon mal abgesehen was meinst du mit schlechten Erinnerungen bzgl. der Kreuzritter?
Leider sind Katholiken und Protestanten noch viel mehr an die Moderne angepasst. :cry:

Und welche Kirchenkanons meinst du?

Viele Grüße
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Elias70
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elias70 »

Mich erinnert das an die beiden Konzepte des Jihad im Islam, den kleinen und den großen: Der große Jihad ist der schwierigere, der geistliche Kampf mit sich selbst, der kleine für die Schwächeren die kriegerische Behauptung der Religion.

Wie ein rumänischer Ältester, der selbst unter dem Kommunismus jahrelang inhaftiert war, den "wahren christlichen Kämpfer" beschreibt, behandelt V. Paul Truebenbach in diesem Video: https://youtu.be/VH-CYPgjup0?si=kCJaYfNtSg9egKHI

Elias.
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Alexander84
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Alexander84 »

Basti02 hat geschrieben: 05.07.2025, 14:10
Ich hasse nicht unbedingt einzelne Moslems (musst mit vielen aufwachsen, teils auch super Leute). Manche Moslems sind super Menschen - jedoch nicht wegen, sondern trotz des Islams. Was ich verabscheue, ist der Islam. Der Islam predigt Hass, Mord an Ungläubigen, Sklaverei, Vergewaltigung und so weiter und so fort. Alles ausdrücklich im Koran und den Hadiths formuliert. Und nach eben solchen Prinzien terrorisiert der Islam seit 1400 Jahren alle Nichtmoslems. So hat der Islam Arabien, Nordafrika, den mittleren Osten, Spanien, Indien, Persien, Konstantinopel und so weiter erobert.
Wenn du nicht den Islam verurteilst, so bist du nichts als eine Fußmatte für den Jihad und billigst all das, wofür der Islam ausdrücklich steht.

Auch wenn mich die Antworten auf meine Frage etwas ernüchtert haben, werde ich mir das orthodoxe Christentum näher anschauen. Anders als bei den Katholiken gibt's bei euch kein heuchlerisches, über alle bestimmendes Papstum.
Wie alt bist du? Dann kann man das ganze besser einordnen. Klingt alles sehr Jugendlich.

Eine falsche Religion verabscheuen? Ich mag den Islam auch nicht sonderlich, gibt aber durchaus Regionen in der Welt wo Christen und Muslime friedlich zusammenleben. Dieser ganze Jihadismus ist zum Teil eine recht junge Erfindung.

Und ich glaube du hast komplett falsche Ideen was die Orthodoxie ist. Klar, wir haben keinen "heuchlerischen Papst" aber auch nicht jeder unserer Patriarchen ist ohne Fehler. Einen davon könnte ich auf den Mond schießen. Aber egal.

Generell passen Hass und Orthodoxie null zusammen, Wir sollen unseren Nächsten lieben. Sogar unsere Feinde. Und Versuchen mit jedem Menschen in Frieden zu leben. Notwehr ist erlaubt, aber einen Bürgerkrieg gegen den Islam herbeifantasieren ist schon Grenzwertig. Ich persönlich arbeite mit einigen Muslimem zusammen und es gab noch nie ein Problem. Eher im Gegenteil, denn viele Wissen meinen Glauben zu schätzen und gerade das Fasten stoßt sogar auf großes Interesse. Dadurch entstehen Gespräche, Vertrauen und dadurch werden eben auch Vorurteile abgebaut. Übrigens meinte Patriarch Kyrill, dem ich sonst echt nie Zustimme, zum Thema Islam z.B. dass man den Islam nicht generell Verurteilen und auf keinen Fall mit Terrorismus gleichsetzen soll. Er sieht Islam und Orthodoxie sogar als Teil einer "östlichen Gruppe" und sehr viele gemeinsame Werte. Mehr Gemeinsamkeiten als mit dem angeblich zu liberalen Westen.

Zusammengefasst könnte man also sagen die Orthodoxie hat es eher mit dem Islam als mit den Heterodoxen im Westen.
Basti02
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Basti02 »

Servus,

Sie verstehen nicht. Wie ich oben schon geschrieben habe, betrifft mein Hass keine einzelnen Moslems, sondern den Islam. Wenn für Sie Nächstenliebe jedoch Ideologien wie den Islam miteinschließt so muss deine Nächstenliebe genauso für Mord, Krieg, Sklaverei, Frauenfeindlichkeit, Pädophilie und so weiter und so fort gelten. All das sind nämlich wesentliche Elemente des Islams.
Merken Sie sich Folgendes: Liebe den Sündiger, doch hasse die Sünde. Wer Nächstenliebe auch auf Sünden ausweitet, wird zwangsläufig zu einer Fußmatte und ist somit wie ein getrübter Brunnen oder ein verschütteter Quell (Spr 25,26).
Interessant, was Kyrill so sagt. Wenn Kyrill den Islam als östliche Gruppe sieht, hat er, so wie schon Papst Franziskus, das Christentum verlassen. Solcher Schwachsinn widerspricht dem christlichen Grunddogma schlechthin: Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus (Joh 14,6). Jedoch leugnet der Islam Jesus.

Sie machen mir einen sympathischen Eindruck, aber Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung vom Islam. Wer meint Jihadismus sei eine neue Erfindung, hat nicht den leisesten Schimmer weder von der islamischen Geschichte noch vom Koran oder den Hadiths. Und Sie haben keine Ahnung, wie eure rückgratlose Naivität der gesamten Welt schadet.

Gruß
Basti
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Alexander84
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Alexander84 »

Basti02 hat geschrieben: 31.07.2025, 18:56 Servus,

Sie verstehen nicht. Wie ich oben schon geschrieben habe, betrifft mein Hass keine einzelnen Moslems, sondern den Islam. Wenn für Sie Nächstenliebe jedoch Ideologien wie den Islam miteinschließt so muss deine Nächstenliebe genauso für Mord, Krieg, Sklaverei, Frauenfeindlichkeit, Pädophilie und so weiter und so fort gelten. All das sind nämlich wesentliche Elemente des Islams.
Schon mal das alte Testament gelesen? Oder Aussagen mancher russischer Priester und Bischöfe gelesen? Oder einiger serbischer Geistlicher in den 90ern? Paar Probleme haben wir in dem Bereich ja auch. Und im AT die selben Inhalte. Im Koran auch, aber genau so wie niemand von uns seine Tochter als Sklavin verkauft oder eine Wahrsagerin tötet (beides erlaubt bzw fordert ja die Bibel), genau so wird der Islam von den meisten Muslimen nicht als Kriegsideologie verstanden sondern recht Vernünftig auisgelegt und gelebt.
Merken Sie sich Folgendes: Liebe den Sündiger, doch hasse die Sünde. Wer Nächstenliebe auch auf Sünden ausweitet, wird zwangsläufig zu einer Fußmatte und ist somit wie ein getrübter Brunnen oder ein verschütteter Quell (Spr 25,26).
Interessant, was Kyrill so sagt. Wenn Kyrill den Islam als östliche Gruppe sieht, hat er, so wie schon Papst Franziskus, das Christentum verlassen. Solcher Schwachsinn widerspricht dem christlichen Grunddogma schlechthin: Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus (Joh 14,6). Jedoch leugnet der Islam Jesus.
Kyrill sieht den Islam nicht als Heilsweg, aber als in vielen moralischen Bereichen Verbündeten gegen sogenannte westliche Irrwege und für traditionelle Werte.

Sie machen mir einen sympathischen Eindruck, aber Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung vom Islam. Wer meint Jihadismus sei eine neue Erfindung, hat nicht den leisesten Schimmer weder von der islamischen Geschichte noch vom Koran oder den Hadiths. Und Sie haben keine Ahnung, wie eure rückgratlose Naivität der gesamten Welt schadet.

Gruß
Basti
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Noch zur Zeit des zweiten Weltkriegs wollte niemand im Orient was vom Jihad wissen. Hitler hat ja Versucht die Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Briten zu bringen. Die wollten aber von Krieg nichts wissen und ihre Ruhe haben. So wie auch heute noch die meisten Muslime. Probleme macht ja eher die Unterschicht aus diesen Ländern die dann nach Deutschland kommt und sich entsprechend aufführt. Die selben Probleme wie heute mit jungen Arabern hatten wir in den 90ern mit Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und bisschen später mit Flüchtlingen aus Ex-Jugoslawien. Und das waren zum größtem Teil Christen. Zumindest auf den Papier. Liegt also weniger an der Religion als an Bildung, Zukunftsperspektiven usw.

Selbst die muslimischen Anschläge in Russland waren ja nie wirklich Religiös motiviert sondern Nationalistisch. Gerade in Russland sieht man dass Christen und Muslime friedlich in einem Land leben können, wenn sie sich als Teil der selben Nation sehen.
Elvis
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elvis »

Basti02 hat geschrieben: 27.07.2025, 14:35 Servus,

etwas spät, hatte leider vergessen, früher zu schreiben.

Ob orthodoxe Länder ihre Kämpfer Ritter nannten oder nicht, spielt keine Rolle. Ganz gleich wie man die Kämpfer nannte, auch orthodoxe Länder haben gegen den Islam gekämpft (und das war und ist richtig so!). Natürlich ist der Angriff auf Konstantinopel eine schlechte Erinnerung. Aber davon mal abgesehen was meinst du mit schlechten Erinnerungen bzgl. der Kreuzritter?
Leider sind Katholiken und Protestanten noch viel mehr an die Moderne angepasst. :cry:

Und welche Kirchenkanons meinst du?

Viele Grüße
Basti
Es geht um die Geschichte zweier kollektive die ich ausmachen konnte, die eben die Kreuzfahrer (leider) verabscheuen und lieber auf den zug der verweichlichung aufsteigen und sich dann wundern warum die muslime frech und unverschämt werden.

Einmal ist das der Deutschherrenorden der versucht hat in Russland den lateinischen ritus aufzuzwingen und den papst als seinen Oberhirten. Dieser wurde aber von einen russischen heiligen weggeschlagen (Daran erinnern sich die russen heute noch)

Einmal der Vierte Kreuzzug, der dank streitereien zu Plünderung und Zerstörung von Constantinopel führe was der Anfang vom Ende es Oströmischen Reiches. Eben aufgrund dieser Nachwirkung der die Türkenherrschaft zur folge hatten, sind insbesondere die Griechen heute noch gut angepisst :lol:

Ich selbst sehe das eher nicht so eng, einfach weil nun mal Geld die Habgierigen anlockt.

Es gibt mehrere Kanones vom Heiligen Basilius den Grossen, der einen Menschen ob militärdienst oder nicht, von der Eucharistie ausschliessen tut. Das ist was ich meine.

Bei uns in Serbien werden die Kinder, traditionell nach ritterlichen ethos herangezogen, sofern traditionell, ein relikt der Kreuzfahrer, Tempelritter und der Nemaniden die sehr gut mit einigen der Kreuzfahrer befreundet waren. :)
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elvis »

Alexander84 hat geschrieben: 31.07.2025, 19:19
Basti02 hat geschrieben: 31.07.2025, 18:56 Servus,

Sie verstehen nicht. Wie ich oben schon geschrieben habe, betrifft mein Hass keine einzelnen Moslems, sondern den Islam. Wenn für Sie Nächstenliebe jedoch Ideologien wie den Islam miteinschließt so muss deine Nächstenliebe genauso für Mord, Krieg, Sklaverei, Frauenfeindlichkeit, Pädophilie und so weiter und so fort gelten. All das sind nämlich wesentliche Elemente des Islams.
Schon mal das alte Testament gelesen? Oder Aussagen mancher russischer Priester und Bischöfe gelesen? Oder einiger serbischer Geistlicher in den 90ern? Paar Probleme haben wir in dem Bereich ja auch. Und im AT die selben Inhalte. Im Koran auch, aber genau so wie niemand von uns seine Tochter als Sklavin verkauft oder eine Wahrsagerin tötet (beides erlaubt bzw fordert ja die Bibel), genau so wird der Islam von den meisten Muslimen nicht als Kriegsideologie verstanden sondern recht Vernünftig auisgelegt und gelebt.
Merken Sie sich Folgendes: Liebe den Sündiger, doch hasse die Sünde. Wer Nächstenliebe auch auf Sünden ausweitet, wird zwangsläufig zu einer Fußmatte und ist somit wie ein getrübter Brunnen oder ein verschütteter Quell (Spr 25,26).
Interessant, was Kyrill so sagt. Wenn Kyrill den Islam als östliche Gruppe sieht, hat er, so wie schon Papst Franziskus, das Christentum verlassen. Solcher Schwachsinn widerspricht dem christlichen Grunddogma schlechthin: Niemand kommt zum Vater außer durch Jesus (Joh 14,6). Jedoch leugnet der Islam Jesus.
Kyrill sieht den Islam nicht als Heilsweg, aber als in vielen moralischen Bereichen Verbündeten gegen sogenannte westliche Irrwege und für traditionelle Werte.

Sie machen mir einen sympathischen Eindruck, aber Sie haben offensichtlich nicht die geringste Ahnung vom Islam. Wer meint Jihadismus sei eine neue Erfindung, hat nicht den leisesten Schimmer weder von der islamischen Geschichte noch vom Koran oder den Hadiths. Und Sie haben keine Ahnung, wie eure rückgratlose Naivität der gesamten Welt schadet.

Gruß
Basti
Noch zur Zeit des zweiten Weltkriegs wollte niemand im Orient was vom Jihad wissen. Hitler hat ja Versucht die Muslime zum Heiligen Krieg gegen die Briten zu bringen. Die wollten aber von Krieg nichts wissen und ihre Ruhe haben. So wie auch heute noch die meisten Muslime. Probleme macht ja eher die Unterschicht aus diesen Ländern die dann nach Deutschland kommt und sich entsprechend aufführt. Die selben Probleme wie heute mit jungen Arabern hatten wir in den 90ern mit Zuwanderern aus der ehemaligen Sowjetunion und bisschen später mit Flüchtlingen aus Ex-Jugoslawien. Und das waren zum größtem Teil Christen. Zumindest auf den Papier. Liegt also weniger an der Religion als an Bildung, Zukunftsperspektiven usw.

Selbst die muslimischen Anschläge in Russland waren ja nie wirklich Religiös motiviert sondern Nationalistisch. Gerade in Russland sieht man dass Christen und Muslime friedlich in einem Land leben können, wenn sie sich als Teil der selben Nation sehen.
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Ach komm hör doch auf damit, dieses alles auf die Klasse und rasse der Individuen zu schieben! Nein, der Islam ist auf Krieg und Eroberung ausgerichtet und nur das entgegenstehen kann diesen Wahn Stoppen.

Der Islam bezieht sich auf die sogenannten Altvorderen und dieser möchte eine sekuläre religiöse gesetzgebung einführen die man als die (eklige) scharia bezeichnen kann. Eine Gesetzgebung die wie die der alten römer gegen Christen sind und Frauen generell als NInjas betrachten möchte :lol:

Ich kenn doch selbst genug muslime die frech und unverschämt sich und erst bei widerstand werden diese Leute halbwegs normal.

Der Jihad wird daher nicht als seelisches werk verstanden sondern ruft zu mord und totschlag auf!
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Jeremias
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Jeremias »

Ich merke schon, hier sind einige Srebrenica-Fans.
Elias70
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Elias70 »

Nun, dann scheint ja nach deinem Urteil, Basti, so gut wie die gesamte Christenheit vom wahren Glauben abgefallen zu sein, weil sie nicht nach deinen Vorstellungen "den Islam" (- den es so wenig gibt wie "das Christentum") als Hauptfeind betrachtet. Aber Vorsicht: Selbst mein Namenspatron, der ruhmreiche Prophet Elija, nach der Hl. Schrift "ein Prophet wie Feuer", ist Gott letztlich in der Stille begegnet und musste sich in seinem Verständnis, der einzig übriggebliebene Rechtgläubige zu sein, korrigieren lassen.
Die orthodoxe Kirche betrachtet jedenfalls den Teufel und unsere Hinneigung zu seinen Einflüsterungen als das "Hauptproblem" des christlichen Lebens und nicht den heiligen Krieg, sondern die tägliche Umkehr als unsere wichtigste Aufgabe.

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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Marian »

Grüß Gott Ragazzi,

unser in Serbien sehr streng zum Glauben erzogener Bischof zum Thema:
"IHR DÜRFT ÜBERHAUPT NICHTS HASSEN; AUßER DER SÜNDE! DIE SOLLT IHR HASSEN!"
Metropolit Mark
Marian
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Re: Wie stehen Orthodoxe zu den Kreuzzügen?

Beitrag von Marian »

Grüß Gott,
sehr sehr gut eure Diskussion. Da ist von allem was dabei. Lasst alles raus, ohne den anderen zu verletzen und es wird für alle von Nutzen sein. Dieser Satz beinhaltet alles, was für den Christen (jeglicher Colour) wichtig ist.

Lasst uns vor Augen halten, dass moderne Christen Industrien aufbauen können, die Waffen produzieren um ganze Erdteile zu entvölkern, dass mittelalterliche Christen sich ständig gegenseitig bekämpft haben und daher immer und ausschließlich auf den eigenen Vorteil bedacht waren, dass Juden und Proselyten (zur Zeit des Pilatus 10% der Bevölkerung und möglicherweise 20% der Wirtschaftskraft) im Jahr 66 und nochmals im Jahr 132 alles für Krieg und Aufstand mobilisierten für ein irdisches Reich Gottes.

Diese Fakten betrachtend, möchte ich das Zitat von ganz oben von Basti02 aufnehmen, und uns in die Situation vor 2000J versetzen, als der Herr leibhaftig präsent war:

Lukas 22,36:
"Jesus sagte zu ihnen: »Von jetzt an gilt: Wer einen Geldbeutel hat, soll ihn mitnehmen und ebenso eine Vorratstasche. Wer aber nichts anderes hat, soll seinen Mantel zu Geld machen und sich dafür ein Schwert kaufen."

Da hört aber das Herrenwort nicht auf, sondern: Lk 22,37-38

"denn ich sage euch, dass noch dieses, was geschrieben steht, an mir erfüllt werden muss: »Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden«; denn auch das, was mich betrifft, hat eine Vollendung. Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug."

Wie aber könnten zwei Schwerter genug sein gegen die vielen röm. Soldaten in Judäa? Ganze Legionen befanden sich zu dieser Zeit in Syrien und Ägypten. Es gab aber sehr wohl nach etwa 100 Jahren röm. Besatzung einen großen Willen in den Fraktionen und Sekten der Juden Gewalt anzuwenden und den eigenen Staat von den Ungläubigen zu befreien. Historisch war es immer wieder mit Gottes Hilfe gelungen, übermächtige Gegner zu siegen. Ganz genau so wie es am Sabbat fortwährend vorgelesen wird, denn diese Gegner waren immer auch Gegner des einen waren Gottes, und die Siege möglich durch das Eingreifen Gottes - sozusagen heilige Kriege.

Seht ihr es!? Daher reichen auch zwei Schwerter! Der Allmächtige Gott setzt seinen Willen durch und sei es mit einem Heurechen. Diesen Willen richtig mit der Seele zu erfühlen, zu erkennen und realisieren helfen, das war schon immer die große Herausforderung aller Gläubigen und vornan der Väter. Lk 22,49-53 gibt uns die Antwort, wie es geht:

"Als aber die, welche um ihn waren, sahen, was es werden würde, sprachen sie: 'Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?' Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohen Priesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Jesus aber antwortete und sprach: 'Lasst es soweit!' Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn. ... 'Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.' "

Die Gewalt wird angedroht. Die Gewalt wird angewandt und das Ohr ist ab. Gott greift aber nicht ein und die Angreifer rennen nicht weg. "Dein Wille geschehe" hatte ER kurz zuvor gebetet und der Herr stoppt nun genau deshalb die Gewalt. ER zeigt den Willen Gottes, den Anwesenden, den Überlieferern des Evangeliums und uns. "Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn." Gott möchte die Menschen heilen, damals wie heute. Und wie tut ER das? Mit Demut und Liebe durch unseren Herrn Jesus Christus, damals wie heute. Ja deswegen musste der Christus ja überhaupt erst geboren werden, weil sie bei Adam angefangen an sich selbst (und ihren Kampf) mehr glaubten als an Gott.

Das ist der orthodoxe Standpunkt zu jeglichen Kreuzzügen. Und wenn Frauen durch den Glauben Gesundheit und Familienglück versuchen zu erreichen und Männer als orthodoxe sich erhabener und edler fühlen als andere, dann ist es eigentlich die Sünde und nicht die Frömmigkeit, obwohl sie es durch Frömmigkeit zu erreichen hoffen!!!

So war es und vor allem IST es mit jeglichen Kreuzzügen und Gewaltanwendung. Es ist immer Krieg Gegen den Willen Gottes, d.h. gegen die Seelenheilung des Menschen, dem Grund der Geburt unseres Herrn Jesus Christus. Die welche die Kirche Gottes mit Kampf erhalten wollen, werden zu ihren größten Feinden und am Ende Zerstörern.

Diese Leute, welche sich mit der Osterkerze in der Hand präsentieren und gleichzeitig den Kampf und den Tod von abertausenden Orthodoxen anordnen, das sind die immer und immer wiedergeborenen Zeloten, welche damals, im Mittelalter und heute das Unheil heraufbeschwören. Damals im Jahre 70 griff dann Gott ein: Die Zeloten (Glaubenseiferer) wollten und wollten nicht aufgeben, doch sie wurden besiegt oder brachten sich selbst um. Die Jüdische Bevölkerung (das Volk, dem der Herr Jesus Christus angehörte) wurde in Judäa um 40% dezimiert, der Rest wurde in alle Winde zerstreut, seither ohne Tempel und Staat weiter lebend. Der Glaube an den einen wahren Gott wurde im gesamten römischen Imperium als besiegt propagiert. Der Sieger wurde als Kaiser Flavius Vespasian als Gott kultisch verehrt.

Dem kann man sicher noch 1000 Anekdoten aus der Geschichte zum Kampf der Gläubigen anfügen und ganz klar sehen: Gott greift ein. Aber nicht so wie man denkt. ER kennt keine Völker mehr, seitdem ER sein Auserwähltes fallen lassen musste. ER kennt nur Einzelseelen, heilt hier ein Ohr, gibt dort einen Rat und führt heraus aus der Versuchung. Aber: Der Zelot macht sich zum Judas, den ER fallen lässt.

Darum nochmals das weise Wort: " Hasst überhaupt nichts! Hasst nur die Sünde! Die müsst ihr hassen! " + M.M.

{In der Hoffnung nicht all zu viel verwirrendes geschrieben zu haben, Marian. Bitte vergebt mir}
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