Wer hat gesagt gehabt dass es die Dreieinigkeit gibt ? Jesus ? Gott ? Paulus?
Bibelstelle vorhanden ?
Gruß,
Pavle
Da du Serbe bist, kann ich dir auch diese Katechismen (Grundsätze des Glaubens) auf Serbisch reinstellen, die Online zugänglich sind: Das erste ist vom heiligen Filaret von Moskau, in welchem er sich sehr viel mit den Zitaten aus der Bibel bedient bei der Auslegung des Glaubensbekenntnisses und allgemein, und so die christliche Lehre auch mit der Bibel untermauert! Kann ich nur empfehlen: http://svetosavlje.org/biblioteka/Bogos ... kovski.htmPavle hat geschrieben:Guten Abend
Wer hat gesagt gehabt dass es die Dreieinigkeit gibt ? Jesus ? Gott ? Paulus?
Bibelstelle vorhanden ?
Gruß,
Pavle
Deine Vermutung ist korrekt. Es gibt wenige Dogmen in der orthodoxen Kirche, das hier ist aber das zentrale.gawan hat geschrieben: 06.01.2024, 04:01 Ist eigentlich die Lehre von der Dreieinigkeit notwendig dafür, ein orthodoxer Christ zu sein bzw. zu werden?
Oder anders gefragt: Ist zum Beispiel das Glaubensbekenntnis von Nicäa eine Nowendigkeit dafür, ein orthodoxer Christ zu sein bzw. zu werden.
Und sind die Lehren aus orthodoxer Sicht "heilsnotwendig" - also notwendig für die Errettung? Ich vermute, dies trifft alles zu.
Gott hat uns zwar den Verstand gegeben, aber nicht alles lässt sich durch diesen erschließen. Dann kommt der Glauben ins Spiel, entweder, wir nehmen das an oder nicht.Ich meine, heutzutage wird wahrscheinlich kein einziger Orthodoxer dazu eine richtig eigene Meinung haben und das Bekenntnis einfach abnicken. Doch jemand, der sich da tiefer "verirrt" und recherchiert und in einem einzigen Puzzle-Teil des größeren Bildes "Dreieinigkeit" anders denkt, kann dann doch recht schnell sein Heil verlieren - aus orthodoxer Sicht. Sogesehen ganz viel Aufwand für ein "negatives" Ergebnis.
Dass wir Gott nicht vollständig mit unserem Verstand beschreiben können, ist z.B. auch Bestandteil der apopathischen Theologie. Dort wird Gott durch Verneinungen von Eigenschaften charakterisiert:Jesus aber rief die Kinder zu sich und sagte: Lasst die Kinder zu mir kommen und hindert sie nicht daran! Denn solchen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.
Es ist aber in der Tat so, dass du ohne die Akzeptanz der Dreieinigkeit (du musst das nicht einmal komplett verstehen, das tun die allerwenigsten Menschen!) den Boden des klassischen Christentums verlässt und dich in die Gegenden der Sekten begibst. Die Zeugen Jehovas z.B. lehnen die Trinität ab, ebenso beispielsweise die Mormonen.Troparion (1. Ton)
Als Du, Herr, im Jordan getauft wurdest, da wurde geoffenbart die Anbetung der Dreifaltigkeit; denn des Vaters Stimme gab Dir das Zeugnis, Dich den geliebten Sohn nennend, und der Geist in Gestalt einer Taube verkündete des Wortes Untrüglichkeit. Der Du erschienen bist, Christus, Gott, und die Welt erleuchtet hast, Ehre sei Dir!
Kontakion (4. Ton)
Du erschienst heute der Welt, und Dein Licht, Herr, ward auf uns gezeichnet, die wir in der Erkenntnis Dir lobsingen: Du kamst und Du erschienst, du unnahbares Licht!
Und mir scheint das oben der Kern des Problems zu sein - entweder:In den Akten der Synode von Konstantinopel vom Jahre 1351 ist gesagt: »Wir
denken sie (die Energie) nicht als außerhalb der göttlichen
Wesenheit befindlich, sondern ... sagen, dass sie aus der
göttlichen Wesenheit wie einem ewigen Quell entfließt und
entspringt und ohne diesen nie wahrgenommen wird. Sie bleibt
mit der göttlichen Wesenheit untrennbar verbunden, koexi-
stiert von Ewigkeit mit ihr und ist untrennbar mit ihr vereint.«
Deshalb wird die Energie auch mit dem Terminus »Gottheit«
bezeichnet. In denselben Synodalakten wird bemerkt : »Nicht
die Wesenheit, sondern die schaubare Energie wird mit dem
Namen «Gottheit» zum Ausdruck gebracht ...«
Wo siehst Du hier Inkonsistenz?gawan hat geschrieben: 07.01.2024, 03:57 Zitat: "Gott hat uns zwar den Verstand gegeben, aber nicht alles lässt sich durch diesen erschließen.
Dann kommt der Glauben ins Spiel, entweder, wir nehmen das an oder nicht."
Da klingt nach einem Problem mit Unvollständigkeit, jedoch denke ich, dass das eigentliche Problem
die Inkonsistenz ist - d.h. die innere Widersprüchlichkeit der schon bestehenden Formulierungen.
Hier wird die "Einheit Gottes" auf "Personen" bzw. "Energien"-Ebene genannt - allein der Vater ist Gott.so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir zu ihm, und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.