Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Die deutschsprachige Orthodoxie stellt sich vor
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Westiwan
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Westiwan »

Thuja hat geschrieben: 13.03.2021, 09:54 'was leckeres, guckst Du hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Koliva

Liebe Grüße
Thuja
Na, ja, wenn man Rosinen mag... 😉
Wenn man sie weglässt oder aussortiert aber ultralecker.

Eine gesegnete Fastenzeit! 🙏
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holzi
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von holzi »

Osthugo hat geschrieben: 19.03.2021, 18:04
Thuja hat geschrieben: 13.03.2021, 09:54 'was leckeres, guckst Du hier:
https://en.wikipedia.org/wiki/Koliva

Liebe Grüße
Thuja
Na, ja, wenn man Rosinen mag... 😉
Wenn man sie weglässt oder aussortiert aber ultralecker.

Eine gesegnete Fastenzeit! 🙏
Du alter Rosinenpicker, du! :lol:
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Marian
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Marian »

Rosinen mögen nicht alle.

Doch was ist die Koliva? Ist sie mit Reis? Wie jetzt bei uns im Regensburger Stadtpark gereicht? In der Übersetzung des Gottesdienst vom Reinen Freitag aus dem Kloster des Heiligen Hiob v. Počaev wird auch Reis angegeben.
Manchmal war sie aber auch aus gekochtem Weizen.

Hängt es vom Anlass ab, oder hängt es von Geschmacksvorlieben ab?

M
Lazzaro
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Lazzaro »

Die Koliva wird grundsätzlich aus gekochtem Weizen gemacht. Punkt.
Die Variante mit Reis war eine sowjetische Notlösung für den Fall, daß man keinen Weizen auftreiben konnte.

Lazarus

PS: Meine persönliche Meinung:
Angesichts der Tatsache, daß zur Zeit 50% der europäischen Weizenfelder als Schlachthaus missbraucht werden, wird diese Notlösung demnächst öfters vorkommen.
Lazzaro
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Lazzaro »

Ich stelle es hier zur allgemeinen Information kommentarlos rein:
Es gibt in Wangen, Allgäu eine neue Gemeinde der ukr. Auslandskirche unter der Jurisdiktion des ökumenischen Patriarchates.
https://orthodox-bodensee.de/
Lz.
holzi
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von holzi »

Die Deutsch- und Englischsprachige orthodoxe Gruppe in Regensburg wurde als Gemeinde "Verklärung Christi" von Seiner Eminenz Metropolit Jean von Dubna in das Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa aufgenommen. In den kommenden Monaten werden Priester des Erzbistums weiterhin regelmäßig zu uns kommen, um die Liturgie zu zelebrieren.

Mit sofortiger Wirkung trägt unsere Gemeinschaft den Namen „Kirchengemeinde Verklärung Christi“ und ihr Schutzpatron ist unser Vater unter den Heiligen Methodios, Erzbischof von Thessaloniki und Erleuchter der Slawen, der aufgrund seiner Missionstätigkeit in Mähren in Bayern inhaftiert war.

Wir freuen uns weiterhin, eine runderneuerte Website mit aktualisierten Informationen präsentieren zu können.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Marian
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Marian »

Grüß Gott,
und nun eine erfreuliche Nachricht aus der Gemeinde der Verklärung Christi in Regensburg (Erzbistum russ. Tradition Westeuropa).
Metropolit Jean von Dubna hat nun in Paris zwei Gemeindemitglieder zu Mönchen und auch zu Priestermönchen geweiht.
Daher ist es jetzt mit Sicherheit jede Woche möglich, zu beichten und die Kommunion zu empfangen.

Das volle liturgisches Programm, einschließlich Vigil und Liturgie an jedem Wochenende, findet ihr wie zuvor von Holzi schon gepostet auf der fortlaufend aktualisierten Website. Die russische Tradition ist hier allerdings in abgeschwächter (oder vielleicht auch zukünftiger) Form erlebbar, denn die Feiertage werden nach dem neuen Kalender gefeiert.
Für Newcomer ist es nun Vater Gregor und Vater Samuel auch offiziell erlaubt Katechese und Theologieunterricht zu geben.

Gott sei Dank für alles.

M
Lazzaro
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Lazzaro »

Lieber Marian,

Es ist ja sehr trostreich:
Immerhin sind im Gegensatz zu den "nicht richtig orthodoxen" Deutschen die Engländer nur "abgeschwächt" orthodox.

Aber:
Solange der Nikonianerbischof von Obermenzing nicht "... и во веки векомъ. Аминь", nicht "Аллелуиа, Аллелуиа, слава тебе Боже" betet, solange er moderne viersimmige Kirchenmusik duldet und dann noch (Praxis der bartholomaistischen Schismatiker!) das Deifingerkreuz macht, hat er selber die
russische Tradition "abgeschwächt"!

Kümmere Dich bitte erst um Deine eigenen Leute.

Lazarus



Postscriptum primum:
Dieser Beitrag könnte eventuell Spuren von Spott und / oder Satire beinhalten.

Postscriptum secundum et severum*:
Unser Tomos zur Autonomie definiert es genau: Alle sprachlichen und liturgischen Besonderheiten des Erzbistums der Gemeinden russ. Tradition in Westeuropa bleiben bestehen. Damit wird die russische Tradition durch den neuen Kalender NICHT "abgeschwächt." Ganz im Gegenteil, der neue Kalender wird durch den Tomos GESTÄRKT!
Warum ist das so: Im Gegensatzt zu den Russen glauben wir jedenfalls nicht an die russ. Tradition, sondern an Jesus Christus! Komisch, Zar Ivan IV. wußte so etwas noch.



* Zweites und ernstes PS
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Germanus
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Germanus »

Marian hat geschrieben: 08.11.2023, 10:52 Grüß Gott,
und nun eine erfreuliche Nachricht aus der Gemeinde der Verklärung Christi in Regensburg (Erzbistum russ. Tradition Westeuropa).
Metropolit Jean von Dubna hat nun in Paris zwei Gemeindemitglieder zu Mönchen und auch zu Priestermönchen geweiht.
Daher ist es jetzt mit Sicherheit jede Woche möglich, zu beichten und die Kommunion zu empfangen.

Das volle liturgisches Programm, einschließlich Vigil und Liturgie an jedem Wochenende, findet ihr wie zuvor von Holzi schon gepostet auf der fortlaufend aktualisierten Website. Die russische Tradition ist hier allerdings in abgeschwächter (oder vielleicht auch zukünftiger) Form erlebbar, denn die Feiertage werden nach dem neuen Kalender gefeiert.
Für Newcomer ist es nun Vater Gregor und Vater Samuel auch offiziell erlaubt Katechese und Theologieunterricht zu geben.

Gott sei Dank für alles.

M
Lieber Marian,
Du wirst mitbekommen haben, dass es Reizwörter in der Orthodoxie gibt, die als solche ausnahmlos eingestreut wurden, um uns "durcheinanderzubringen". Die Kalenderfrage und die richtige Orthodoxie gehören dazu. Beide Begrifflichkeiten sind zeitbedingt mit Missverständnissen behaftet, die sich bei genauer Betrachtung in Luft auflösen. Du hast das sehr geschickt ausgedrückt, als Du bzgl. der russischen Tradition die "abgeschwächte (oder vielleicht auch zukünftige) Form" erwähnt hast, die von der Regensburger Gemeinde gepflegt wird. Beide Formen sind für die Orthodoxen völlig legitim, aber nicht alle Gläubigen können und wollen für sich persönlich und als Gemeinde in diesen Formen leben. Das war lange Jahre überhaupt kein Problem, weder für die Bischöfe, noch für die Gläubigen: Man hat sich eben auf die Tradition, die Überlieferung verlassen, der so viele Heilige gefolgt waren. Heutzutage ist das schwierig, da viel Vertrauen verspielt worden ist, auch in Bezug auf den guten Umgang miteinander innerhalb der orthodoxen Kirchen. Es darf also ruhig für uns die "Kindernahrung" des hl. Ap. Paulus sein, an die ich persönlich bei der "abgeschwächten Form" dachte. Und das habe ich nicht als Anklage Deinerseits aufgefasst, in welche Richtung auch immer.
Gruß G.
Marian
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Marian »

Grüß Gott,
natürlich keine Anklage, wie käme ich denn dazu. Vielleicht etwa weil wir jetzt 3 Gemeinden russischer Tradition in Regensburg haben und dabei 2 verschiedene Kalender? Iss halt so.
Es hatte mich zuvor gestört, ja. Aber da waren die beiden noch nicht Priester und es ging nichts zusammen. Doch jetzt ist das vom Tisch. Denn so wie der Priester es segmet, bzw. betet so isses. Und wer dann noch jammert, hat was zu beichten.

Viel mehr find ich deine Anmerkung "Reizworte" diskutabel. Denn diese sind ja wichtig. Du schreibst es ein wenig maskiert mit durcheinanderbringen ... bis ... auflösen. Eigentlich meinst du doch bestimmt, dass wenn wir die Leiter hoch wollen bis zur Erlösung, dann müssen wir auch die Versuchungen gottesfürchtig und orthodox durchstehen. Da hilft uns, dass keiner über seine Kräfte versucht wird. Nicht der Bischof von Moskau, nicht der von Paris und auch nicht der kleine Hanswurst aus Regensburg.
Ich bin drüber weg, dass es verschiedene Orthodoxien gibt und doch alle orthodox sind, weil sie eben nich häretisch sind. Doch was man hört, diskutieren etliche Bischöfe noch. Ja sind sie sich denn nicht bewusst, dass sie beim Fehltritt 10000 mal früher von der Leiter stürzen als der Hanswurst?
Ich jedenfalls sag nichts dazu, will ja nicht von der Leiter fallen!
:indian: :volley_service:
Lazzaro
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Lazzaro »

Hallo Marian!
Du hast geschrieben:
natürlich keine Anklage, wie käme ich denn dazu. ... Denn so wie der Priester es segmet, bzw. betet so isses. Und wer dann noch jammert, hat was zu beichten.
Und warum hast Du dann vorher Vorwürfe gemacht?
Ich habe mich maßlos geärgert.Inzwischen ärgere ich mich nur noch normal, weshalb ich einige grunsätzliche Bemerkungen zu Deiner Aussage machen werde:

Die orthodoxe Kirche wurde Jahrhunderte vor der Ethnogenese der Russen gegründet. Das heißt es gab bereits "richtige" Orthodoxe bevor es überhaupt Russen gab. Später wurde die Orthodoxe Kirche von griechisch sprechenden Oströmern, also von Nichtrussen, im Kiever Reich eingeführt. Der Erstmärtyrer in Kiev, der hl. Feodor Warjag, war ein gräzisierter Skandinavier. Also immer noch kein "Russe".
Wie können nichrichtigorthodoxe Oströmer den Ostslaven die richtige Orthodoxie beibringen, so daß die Oströmer weiterhin nichtrichtigorthodox bleiben, die Ostslaven, die aber est später zu modernen Russen werden, dennoch richtig orthodox sind?
Damit ist Eure Sonderlehre, daß nur ein Russe richtig orthodox sein könne, ad absurdum geführt.

Natürlich hat die orthodoxe Kirche den späteren Russen kulturelle Fertigkeiten wie Lesen & Schreiben und die Steinarchitektur beigebracht, aber das war lediglich eine Art Kollateralnutzen.
Die Aufgabe der Kirche ist es nicht, den Russen Ihre eigene Zivilisation beizubringen, sondern in alle Welt zu gehen und das Evangelium zu Verkünden.

Selbstverständlich gab es im ostslvischen Mittelalter eine genuin russische Variante der orthodoxen Kirche, das ist ein normaler Vorgang. Diese wurde dann aber von Patriarch Nikon bewußt und absichtlich entrussifizert und gräzisiert. Das bedeutet "allerdings", daß spätestens seit 1667 die "russische Tradition" "abgeschwächt" ist. Und diese damals bereits vorgenommene "Abschwächung" der "russische Tradition" ist bekanntlich der Türöffner für den restlichen westlichen Einfluß. Ich könnte Dir und Thuja jetzt, beginnend mit dem Verbot Kaffee zu trinken bis hin zur Taufe eures Bischofes seitenlang Vorhaltungen machen, wo Ihr selbst die "russische Tradition" "abgeschwächt" habt. Aber ich erwähne jetzt einfach nur mal die Einführung westlicher Kirchenmusik italienischer und -wie fütrchterlich!- deutscher Tradition, ein Modernismus, den sogar die Griechen verabscheuen! Ebenso die sanktpeterburger Barockkirchen, die mit Verlaub weder "russisch", noch "orthodox" sind.
Angesichts dieser Ausgangslage erinnert mich der Vorwurf "abgeschwächt" orthodox zu sein, doch zu sehr an: "Wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen."

Wenn jetzt aber, nur der moderne russische Nikonianismus die einzige "richtige Orthodoxie" ist, der Nikonianismus aber selbst eine entrussifizerte und gräzisierte, damit "abgeschwächte Form" der Orthodoxie ist ...

... dann solltest Du, lieber Marian, langsam merken, daß Nationalismus im Christentum kein guter Ratgeber ist.


ABSATZ GELÖSCHT VOM MODERATORENTEAM

Lazarus
Lazzaro
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Lazzaro »

Ich fasse es zusammen:
Nichtrichtigorthodoxe griechisch sprechende Oströmer christianisieren die Ostslaven.
Diese entwickeln sich zu ethnischen Russen und etablieren eine genuine russische Variante der Orthodoxie.
Diese genuine russische Variante der Orthodoxie wird von Patriarch Nikon entrussifiziert und öffnet sich westlichen Einflüssen.
Diese verwestlichte Variante ist die einzige richtige Orthodoxie, weshalb man orthodoxe Engländer als abgeschwächt orthodox beschimpfen darf.
:lol: :lol: :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: 8) :lol: :lol: :lol:
Ich lach mich tot!
Marian, aufgrund der Heimtücke geht eine Anzeige wegen Mordversuch heraus.
L.
LukasH
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von LukasH »

Ihr Lieben,
ich möchte kein Öl ins Feuer (und noch weniger auf nordsüdliche Westostslawen und -römer) gießen, aber - und das Frage ich mich seit Lazarus' erster Antwort - WO hat Marian denn über abgeschwächte Orthodoxie oder abgeschwächte Orthodoxe gesprochen? Ich habe schon in einigen Diskussionen mitbekommen, dass das ein Reizthema sein kann und ich möchte das auch überhaupt nicht despektierlich behandeln. Es ging m. A. aber doch darum, dass die Gottesdienste der Regensburger Gemeinde dem neuen Kalender folgen. Wenn man dann bei "abgeschwächt" einmal kurz durchatmet, steht da sogar, quasi als Relativierung des vorher gesagten oder besser: Ausblick auf Mögliches "vielleicht auch zukünftiger Form".
Ich habe das auf einer völlig anderen Folie als Lazarus' gelesen, nämlich: "Wir machen es nach dem neuen Kalender, vielleicht werden sich die Diözesen oder mit Gottes Hilfe sogar die Kirchen irgendwann mal einig."
Nicht mehr und nicht weniger.
Marian
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Marian »

Grüß Gott,
Lieber Lazzaro,
aus den allermeisten deiner Beiträge geht hervor, dass du extrem und allseitig gut über die Orthodoxie informiert bist. Das betrifft die Glaubenslehre genau wie Administratives und kommt sicher daher, dass du "dich selbst und dein ganzes Leben Christus, Gott anbefohlen" hast, so wie wir das in der Liturgie x mal beten.
Nun ist aber, und das sicherlich nicht nur mir, völlig unverständlich, wie du meine Worte "abgeschwächte, ggf. zukünftige russische Tradition" so extrem falsch verstehen konntest, dass sie eine so furchtbar harte Reaktion hervorrufen.
Die Gemeinde der Verklärung Christi ist allseits und vollständig orthodox. Und das hab ich auch geschrieben und meine Freude mitgeteilt, dass die Gemeinde eben nicht ohne Priester noch dahindümpelt und langsam abstirbt. Nein. Die Gemeinde lebt nun auf und das hochgradig orthodox und NULL nationalistisch.
Es gibt die Liturgie, es gibt die Mysterien, es gibt sogar unter der Woche 2-3 Abendgottesdieste, zu Beginn der Fastenzeit und in der hohen heiligen Woche gibt's tägliche Gottesdienste, am Karfreitag sind es drei. Und das alles haben sie dort schon die ganze Zeit gemacht, aber eben zwischenzeitlich ohne Priester. Da konnte ich nicht so Reklame dafür machen, weil es dann eben eher was "privates" ist. Nun aber ist es das Göttliche, was der orthodoxe Christ dort in den heiligsten Mysterien finden wird. Und dafür wollte ich hier im Forum auf die Trommel schlagen und keineswegs auch im geringsten dagegen.
Vater Gregor kennt die orthodoxen monastischen Regularien genau, die zugehörigen Texte und Gesänge zu den Feiertagen kann man in deutsch oder englisch hören.
Doch die Sprache, der Kalender und vielleicht auch noch andere Details sind eben nicht die reinste russische Tradition bzw. eben "abgeschwächte" . Das berührt aber nicht die Orthodoxie. Genau wie in den russisch orthodoxen Diözesen in Japan, China und dem Heiligen Land.

M
Marian
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Re: Neues aus der Orthodoxen Kirche in Deutschland

Beitrag von Marian »

Ein Reizthema ist ein Thema was reizt. Der gereizte Mensch, z.B. ich wenn meine Jungs nicht machen was sie sollen, befindet sich in einer Versuchung. Was aber ist die Versuchung. Sie ist der Anreiz zur Sünde. Wenn man da raus will, muss man die Sünde hassen und Gott lieben und so die Versuchung hinter sich lassen. Wenn man das nicht schafft, wird man nach dem Tod auf ewig mit dem Groll verharren. Dieser Zustand heißt nach allgemeiner Auffassung nicht Himmel.
Das gilt für mich, den Hanswurst, und für die Bischöfe 10000 mal mehr.
Lazzaro hat es wunderbar hergeleitet (bis auf das Wort nichtrichtigorthodox), dass die Glaubens- bzw. Gottesträger griechisch sprachige Oströmer waren.
Deswegen folgt mein Bischof, der Metropolit von Berlin und Deutschland Mark, nicht etwa diesem oder jenem. Er folgt vorrangig den Heiligen Überlieferungen vom Berg Athos (dem Rest Ostroms) in allen Belangen die Heiligen Mysterien unseres Herrn und Gottes Jesus Christus betreffend.
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