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rassophor_josef hat geschrieben: 09.08.2012, 14:50
Lieber "apxwn".
Auch das "Bekenntnis" (Vgl. die Bekenntnisschriften in der reformatorischen Literatur) von Kyrillos Loukaris ist stark von der westlichen, speziell der protestantischen Theologie geprägt. Was das Eucharistie-Verständnis anbetrifft, hält er sich natürlich an die katholische Linie.
Der Begriff "Transsubstantiation" ist m.E. deshalb problematisch, weil er die Aristotelische Lehre von der Substanz und den Akzidenzien in die Theologie einführt, wonach bei der Wandlung die "Substanz" von Brot und Wein durch die von Leib und Blut Christi ausgetauscht würden, während die Akzidenz, also die äußeren Eigenschaften die des Brotes und des Weins blieben. Dass steckt ja auch direkt in dem Begriff Transsubstantiation drin. Mit dem altkirchlichen und orthodoxen Verständnis hat das jedoch nichts zu tun. Brot bleibt Brot und Wein bleibt Wein. Wenn man will, dann kann man die chakedonensische Formel hernehmen und sagen. Die Eucharistischen Gaben sind wahrhaft Brot und Wein aber auch wahrhaft Leib und Blut Christi, "unvermischt, unverändert, ungeteilt und ungetrennt" oder man nimmt das schöne Bild von Cyrill von Jerusalem vom Eisen, dass im Feuer erhizt wird und dadurch selbst Feuer/Glut wird...
Die Tatsache, dass das "Bekenntnis" des Kyrillos Loukaris nachher in mehreren Konzilen bestätigt und verteidigt wurde zeugt m.E. lediglich von dem Erstarren der orthodoxen Theologie in dieser Zeit. Die durchaus interessanten Ansätze in jenem Werk wurden nicht weitergedacht, kritisiert und debattiert, sondern im Gegenteil festgeschrieben und zur Autorität erhoben. Heute darf dieses Bekenntnis m.E. nicht als verbindliche orthodoxe Lehre angesehen werden. Wo kämen wir denn da hin?
Ja, als einer, der zwar vom "bösen Westen" kommt, aber Platoniker ist, kann ich das nur unterschreiben: Die KirchenVäter kamen meistens ebenso von Platon her (Schopenhauer: "Das Christenthum ist ein Platonismus fürs Volk"...) und verstanden z.B. auch "symbolon" durchaus metabolisch, d.h. nicht wie die Modernen als ein leeres Symbol, hinter dem nichts steckt; sondern als axiomatische Essenz des trivial DaSeienden.
Für uns Platoniker ist schon die Idee "Brot", d.i. der BeGriff, der Wert, mehr als das bloße Faktum einer AnSammlung von Teig oder ATomen.
Mit EntSetzen mußte ich hören, daß gewisse TheoLogen der OrthDoxie teils aus anti-westRömischem Affekt, teils aus WissenschaftsGläubigkeit behaupten, daß es keinerlei Wandlung gibt - ist das wahr?
Die Priestergebete im eucharistischen Kanon sind diesbezüglich eindeutig (Hervorhebung in fett durch mich):
Diakon: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
Priester: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Diakon: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
Priester: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Diakon: Amen. Segne, Gebieter, beides.
Priester: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
Diakon: Amen. Amen. Amen.
Als der Höchste hernieder fuhr, verwirrte Er die Sprachen, zerteilte Er die Völker, nun, da Er Feuerzungen ausgeteilt, ruft Er alle zur Einheit: Einmütig preisen wir deshalb den Heiligen Geist. (Pfingstkondakion im 8. Ton)
Igor hat geschrieben: 01.07.2022, 16:05
Grüß Gott!
Ich hoffe, dass das nicht zutrifft.
Die Priestergebete im eucharistischen Kanon sind diesbezüglich eindeutig (Hervorhebung in fett durch mich):
Diakon: Segne, Gebieter, das Heilige Brot.
Priester: Und mache dieses Brot zum kostbaren Leib Deines Christus.
Diakon: Amen. Segne, Gebieter, den Heiligen Kelch.
Priester: Und was in diesem Kelch ist, zum kostbaren Blut Deines Christus.
Diakon: Amen. Segne, Gebieter, beides.
Priester: Sie verwandelnd durch Deinen Heiligen Geist.
Diakon: Amen. Amen. Amen.