Bulgarien: Hoffentlich Heilung eines S'chismas

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Sinaitis
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Bulgarien: Hoffentlich Heilung eines S'chismas

Beitrag von Sinaitis »

Bulgarien: einige Priester-Schismatiker haben vor, in den Schoß der Kirche wieder zurück zu kehren

Der Geweihte Synod der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche meldete, dass eine Reihe von Priestern aus dem so genannten alternativen Synod vorhaben, in den Schoss der kanonischen Kirche wieder zurück zu kehren. Einige Häupter der bulgarischen Schisma wollen jedoch von der Umkehr nichts wissen.
Der Metropolit von Russensk Neofit, Vertreter des Geweihten Synod der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche, erklärte, dass einige Schismatiker die Verhandlung über ihre Aufnahme begonnen haben. Es wird angenommen, dass die Bußbriefe an den Synod in der großen Woche der Fastenzeit gerichtet werden, da eben diese Zeit, dem Kanon nach, die Zeit der inbrünstigen Buße ist.
Der Metropolit Neofit betonte, dass „wir alle aufnehmen, die wirklich Buße tun werden.“ Seinen Worten nach, beauftrage bereits der Geweihte Synod den Metropoliten von Starosagorsk Galaktion, den geistlichen Vater des Metropoliten Innokentij, der selbst an der Spaltung teilnahm und durch das Sakrament der Buße in die kanonische Kirche wieder aufgenommen wurde, ein Treffen mit dem Haupt des alternativen Synod (Metropoliten Innoketij) zu arrangieren, und ihn zur Umkehr in die kanonische Bulgarisch-Orthodoxe Kirche zu überreden.
Der Patriarch gab allen Metropoliten und Priestern den Segen, sich um die Treffen mit den Menschen aus dem alternativen Synod aus dem Anlass der Vereinigung, zu bemühen.
«Ich gebe mein Wort, wenn wir morgen unsere Kirchen zurück bekommen, dann werden wir uns mit dem Geweihten Synod des Patriarchen Maxim über die Einheit der Kirche unterhalten. Und nur dann…,» - erklärte bei einer Pressekonferenz Priester Kamen Barackow aus dem Schismatischen Synod dem Metropoliten Innokentij, auf die Frage, ob es zu Verhandlungen zwischen den Schismatikern und der Bulgarisch-Orthodoxen Kirche kommt.

The Russian Orthodox Church News - 25.03.09
Mops
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Beitrag von Mops »

Vielen Dank für die Nachricht.
Ist doch schön, hier auch orthodoxe Nachrichten zu lesen, dann noch solche, die zur Fastenzeit passen :D
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Ieseanul
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Beitrag von Ieseanul »

Worum ging es denn eigentlich in diesem Fall in Bulgarien ?
"Das Buch der Bücher gleicht einer Quelle, die beständig fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man daraus schöpft."
(Hl. Johannes Chrysostomus)
"Cartea Cărţilor se aseamănă cu un izvor care curge in continuu şi care cu atât mai bogat va curge, cu cât cineva va lua din el ."
(Sf. Ioan Gură de Aur)
Sinaitis
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Beitrag von Sinaitis »

Es gab Streit nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, ob Hierarchen, speziell der Patriarch, weiterregieren dürfen, obwohl ihre Wahl mit Zustimmung (mehr oder weniger massiv) der Kommunisten zustandegekommen war. Patriarch Maxim hatte damals seinen Rücktritt eingereicht, doch die Synode hat den Rücktritt nicht angenommen (wahrscheinlich hätten sonst viele gehen müssen). Aber es gibt immer und überall ein paar, die sich für orthodoxer als die kanonische Kirche halten und dafür sogar ein S'chisma in Kauf nehmen und sich dann noch für besonders tapfer halten (Martyrer), obwohl sie den Frieden der Kirche und die Einheit zerstören. Manchmal werden nachträglich sogar noch theologische Gründe gesucht.
Die Regierungen haben natürlich auch im Spiel mitgespielt. Manche Regierungen waren für die Schismatiker, weil sie diese für authentisch bulgarisch hielten, andere für die kanonische Kirche.
In den Medien wurde immer diskutiert, in wessen Kirche der jeweilige Minsterpräsident an Ostern oder Weihnachten ging.
Eine Synaxis aller kanonischen Hierarchen der orthodoxen Kirchen hat 2000 versucht, das Schisma zu heilen. Es hat auch fast geklappt. Aber leider nur fast. - Man konnte halt nicht jedem Bischof und Abt versprechen, daß er sofort eine Diözese bekommt. Es muß ja immer erst eine frei werden. Aber manche sind vielleicht lieber Bischof von 5 schismatischen Pfarreien als in der kanonischen Kirche keinen Posten zu haben oder warten zu müssen. Es menschelt, wo man hinblickt.
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Ieseanul
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Beitrag von Ieseanul »

Die Außenwirkung bei solchen Konflikten ist ja häufig fatal, leider scheinen das viele nicht zu verstehen. Dem Proselytismus spielt so etwas ja indirekt in die Hände.
Auf der einen Seite - gerade den Protestanten gegenüber - wird von orthodoxer Seite ja fast immer mit der "Einen Kirche" argumentiert, auf der anderen Seite bekommt man dann die Zerstrittenheit, verschiedene Jurisdiktionen und Konflikte vorgeführt. Manchmal wird der Kalenderstreit offen ausgetragen oder es werden in einem orthodoxen Land orthodoxe Priester des Landes verwiesen, weil sie die Liturgie in der Sprache einer Minderheit halten. Traurig so etwas und auch nicht sehr weise.
"Das Buch der Bücher gleicht einer Quelle, die beständig fließt und um so reichlicher strömt, je mehr man daraus schöpft."
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christodoulos
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Beitrag von christodoulos »

Ieseanul hat geschrieben:Die Außenwirkung bei solchen Konflikten ist ja häufig fatal, leider scheinen das viele nicht zu verstehen. Dem Proselytismus spielt so etwas ja indirekt in die Hände.
Auf der einen Seite - gerade den Protestanten gegenüber - wird von orthodoxer Seite ja fast immer mit der "Einen Kirche" argumentiert, auf der anderen Seite bekommt man dann die Zerstrittenheit, verschiedene Jurisdiktionen und Konflikte vorgeführt. Manchmal wird der Kalenderstreit offen ausgetragen oder es werden in einem orthodoxen Land orthodoxe Priester des Landes verwiesen, weil sie die Liturgie in der Sprache einer Minderheit halten. Traurig so etwas und auch nicht sehr weise.

Die orthodoxe Kirche ist Eine - auch wenn es von Zeit zu Zeit Schwierigkeiten und verschiedene Meinungen gibt. Das ist ganz normal. Ich findes es zeugt von einer lebendigen Kirche und dass den Menschen die Kirche noch wichtig ist. In einer Kirche die tod ist wird auch nicht mehr viel diskutiert.

Wenn man sich die Geschichte der Kirche ansieht, war das immer so. Auch die Apostel hatten Unstimmigkeiten, aber auch zur Blütezeit der Kirche - sogar große Heilige bzw. Kirchenväter hatten Divergenzen.

Einheit sollte man anders verstehen, es meint nicht, dass alle immer einer Meinung sind und dass alles immer "in Butter" ist. Die Einheit bedeutet die Einheit des Glaubens - derselbe Glaube, derselbe Christus,...

Es gibt in Bulgarien auch noch die Altkalendarische Kirche - die hat vor kurzem den Hl. Seraphim heilig gesprochen. Ein neuer bulgarischer Heiliger.

In CHRISTUS
Mops
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Beitrag von Mops »

Sinaitis hat geschrieben:Es gab Streit nach dem Zusammenbruch des Kommunismus, ob Hierarchen, speziell der Patriarch, weiterregieren dürfen, obwohl ihre Wahl mit Zustimmung (mehr oder weniger massiv) der Kommunisten zustandegekommen war. Patriarch Maxim hatte damals seinen Rücktritt eingereicht, doch die Synode hat den Rücktritt nicht angenommen (wahrscheinlich hätten sonst viele gehen müssen). Aber es gibt immer und überall ein paar, die sich für orthodoxer als die kanonische Kirche halten und dafür sogar ein S'chisma in Kauf nehmen und sich dann noch für besonders tapfer halten (Martyrer), obwohl sie den Frieden der Kirche und die Einheit zerstören. Manchmal werden nachträglich sogar noch theologische Gründe gesucht.
Die Regierungen haben natürlich auch im Spiel mitgespielt. Manche Regierungen waren für die Schismatiker, weil sie diese für authentisch bulgarisch hielten, andere für die kanonische Kirche.
In den Medien wurde immer diskutiert, in wessen Kirche der jeweilige Minsterpräsident an Ostern oder Weihnachten ging.
Eine Synaxis aller kanonischen Hierarchen der orthodoxen Kirchen hat 2000 versucht, das Schisma zu heilen. Es hat auch fast geklappt. Aber leider nur fast. - Man konnte halt nicht jedem Bischof und Abt versprechen, daß er sofort eine Diözese bekommt. Es muß ja immer erst eine frei werden. Aber manche sind vielleicht lieber Bischof von 5 schismatischen Pfarreien als in der kanonischen Kirche keinen Posten zu haben oder warten zu müssen. Es menschelt, wo man hinblickt.
das ist generell ein schwieriges Thema.
Zu gewissen Zeiten, wenn ich das mal so formulieren darf, war es für die Menschen unmöglich nicht mit Stasi oder KGB oder wie sie auch heißen mehr oder weniger gut auszukommen. Das wird oft vergessen.
Wenn die Leute bei einem Priester vor der Tür stehen und sagen, du kannst mit uns zusammenarbeiten oder du musst damit rechnen, dass deine Kinder Morgen nicht mehr von der Schule nach hause kommen...
ich weiß nicht, wer von uns in einer solchen Situation nicht klein bei gegeben hätte. Aus der Ferne läßt sich das schnell verurteilen... Recht hin oder her...
Aber solche Probleme lösen sich auch von alleine im Laufe der Zeit, weil die Personen um die es oft geht auch schon recht betagt sind... sozusagen.

Wie ist denn überhaupt der momentane Stand der Dinge, um auf den Ausgangsbeitrag zurückzukommen?
Nassos
Beiträge: 4433
Registriert: 18.12.2008, 21:43

Beitrag von Nassos »

Hallo Rene,

ich glaube, im englischsprachigen Raum unseres Forums, hat ein bulgarischer Besucher einen Beitrag geleistet vor einiger Zeit.

Vielleicht kann man die Frage dort stellen?

GLG,
Nassos
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