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Der jetzige Vorsteher der Russisch-Orthodoxen Gemeinde in Schweinfurt, Igumen Michail Dandar, wurde zum Erzbischof von Prag und Tschechien gewählt. Vater Michail hat die Gemeinde in Schweinfurt gegründet und in wenigen Jahren aufgebaut. Die Gemeinde hat Russen, Ukrainer und Griechen als Mitglieder.
Die Tschecho-slowakische Orthodoxe Kirche durchlebt seit ein paar Jahren schwierige Zeiten und das hatte auch mehrmals die fällige Wahl eines Kandidaten zur Bischofsweihe für die Prager Diözese erschwert. Nach vielen Monaten haben sich die Bischöfe nun auf einen Kandidaten einigen können.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.
Leider ist die Situation hier nach wie vor sehr kompliziert und problematisch, auch seine Wahl ist offensichtlich keine wirkliche Lösung... - hoffentlich wendet sich jetzt im neuen Jahr alles zum Guten, mit Gottes Hilfe...
Hallo Elias, der von dir verlinkte Artikel gibt im Prinzip das Wesentliche wieder, was ich auch weiss und mitbekomme... Mein Eindruck ist wirklich, dass es da leider manchen um ganz etwas anderes als das orthodoxe Christentum geht, nämlich v.a. um Machtpositionen und Geld (diese sog- Restitutionszahlungen, die sich v.a. die Papisten hier vom Staat erkämpft haben (die natürlich den Löwenanteil bekommen), welche aber, einmal durchgesetzt, letztendlich dann auch andere Kirchen betrefffen, so auch die orthodoxe, auch wenn diese - als einzige Kirche im aktiven Widerstand - von den Nazis zerschlagen wurde, noch bevor sie von den Kommunisten enteignet werden konnte). Leider ist die heutige Lage ziemlich trist - da sind z.B. Priester mit nie wirklich geklärter Stasivergangenheit und solche mit ziemlich "unchristlichem" Lebenwandel... usw. Keine Ahnung, wie diese in ihre POsitionen gekommen sind, das Ganze ist schon ziemlich traurig, wie ich finde... Erinnert mich an das, was in der Politik teilweise los ist... wie ein Abbild dessen. :-/
Und, ich persönlich finde es in dieser Situation schwierig, die "Richtigen", Integren ausfindig zu machen, damit man überhaupt weiss, an wen man sich vertrauensvoll wenden kann - ich kenne cca. zwei solche Geistliche und bin froh darüber - aber die Situation ist halt insgesamt recht kompliziert und verfahren.
Wenn ich Zeit habe, könnte ich etwas dazu aus dem Tschechischen übersetzen...
Mit Priester Dandar ist, soweit ich heute aus einem tschechischen Artikel entnahm, wohl das Problem, dass ihn jetzt niemand weihen will. Sie haben ihn wohl ziemlich überstürzt gewählt, da zu befühcrten stand, dass sonst der Staat die nächste Rate der Restit.zahlungen nicht auszahlt, sondern einbehält. So wurde er gewählt, da der vorige Kandidat klar nicht mehr durchsetzbar war. Dann klärte sich das mit dem Geld aber wohl irgendwie anders (das weiss ich nicht so genau) und bzgl. M.Dandar zeigte sich, dass er kein Entlassungsschreiben von der Russischen Orth.Kirche hatte, was aber wohl Bedingung ist, um überhaupt auf eine neue Stelle gewählt zu werden. Es waren dann wohl noch weitere Bedingungen/Kanones nicht erfüllt.
Das Ganze hat auch den Kontext, dass die Orthodoxie in Mähren und den böhmischen Ländern (zusammen = Tschechien) sowie der Slowakei quasi eine eigene Geschichte, schon seit über 1000 Jahren (seit Kyrillos und Methodios) und "Persönlichkeit" hat, was z.B. der Hl.Gorazd, der sich um die OK in der Tschechoslowakei in den 20er und 30er Jahren verdient gemacht hat, erkannte und darauf aufbaute. Es gab aber immer wieder Kräfte, die dies verkannten oder nicht wahrhaben wollten und den Tschechen und Slowaken etwas von aussen überstülpen wollten - z.B. eine "fertig importierte Orthodoxie" aus Russland. Was aber nicht funktionieren kann, da es hier eine eigene, gewachsene (wenn auch zeitweise verschüttete) orthodoxe Tradition gibt und solche Bestrebungen diese nur schwächen und die Leute abschrecken würden. Nun gibt es diese Tendenzen leider auch heute, und manches weist sogar auf gewisse "Unterwanderungsbestrebungen" der tschechischen und slowakischen durch Teile der Russischen OK hin, auch im Zusammenhang mit den erwähnten Zahlungen. Das bekommt dadurch auch so etwas wie eine politische Konnotation, worauf man in Tschechien sehr empfindlich reagiert (siehe Zerschlagung eigener Wege, die die Menschen hier gehen wollten - des Prager Frühlings 1968 durch "die Russen") und ist dann natürlich alles zusammen sehr heikel und schwierig...
Das nur als eine Art Schlaglicht aus meiner Sicht...