Organspende

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Igor
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Re: Organspende

Beitragvon Igor » 05.06.2012, 06:26

Grüß Gott!
Ihr Lieben,

gestern abend hat der russisch-orthodoxe Erzbischof Mark bei einer "Gläubigen-Fragestunde" in München sich auch zu diesem Thema geäußert: Ein Herz dürfe nicht verpflanzt werden, die anderen Organe im Prinzip schon. Aber da ja bei der zukünftigen Erklärung bzgl. des Einverständnisses zur Organtransplantation auf der Versichertenkarte entweder allgemein "ja" oder "nein" oder "noch keine Entscheidung" anzugeben ist, jedoch nicht einzelne Organe speziell eingegrenzt werden können, muss im Moment die Antwort zur Organspende für einen orthodoxen Christen heißen: "nein".
Dieses Bedenken dürfte durch die auf dem Organspendeausweis enthaltene Wahlmöglichkeit ausgeräumt sein:

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Quelle: Wikipedia

Trotz alledem bleibt es eine schwierige Entscheidung für jeden Einzelnen oder – im Ernstfall, wenn keine eindeutige Aussage vorliegt, – für die Angehörigen, da stimme ich Thomas und Stephanie zu.

Ich sehe den Sinn des Strangs vor allem darin, dass wir hier zusammentragen, was aus orthodoxer Sicht zu diesem Thema an Beiträgen verfasst worden ist, um uns bei der Entscheidung zu helfen, ich sehe es hier weniger, dass wir dazu eine klare, eindeutige Aussage bekommen, die uns die Entscheidung quasi abnimmt.

Ein wenig auch noch zu meinen Gedanken zu diesem Thema. Ich selbst bin auch noch unsicher, was wirklich richtig ist – vor allem, wenn es um Organe geht, die nicht redundant sind (Niere etc.)

Das Dilemma der Organspende besteht aus meiner Sicht darin, dass nur ein enges Zeitfenster für die Entnahme der dann noch lebenstüchtigen Organe nach dem eingetretenen Tod besteht. Wann ist der Tod eingetreten? Wenn ich die Auffassung der Kirche richtig verstanden habe, dann ist der Tod ein Übergang und kein „harter Umschaltprozess“ zwischen irdischem und künftigem Leben – echte Sprungfunktionen (Heaviside-Funktion) gibt es nur in der Theorie, nicht in der Natur. Wann ist der Übergang abgeschlossen? Wann verlässt die Seele (irreversibel) den Körper? Mit dem sog. Hirntod?

Ist denn „irreversibel“ überhaupt richtig? Ein Beispiel: Wenn eine Rakete startet, dann ist ab einem gewissen Zeitpunkt der Startvorgang irreversibel - die Fahrt/der Flug geht ab. Doch kommt von den Astronauten niemand auf die Idee, ab diesem Zeitpunkt die Bordelektronik aus dem Fenster zu werfen, gemäß dem Motto – „wir fliegen ja schon (irreversibel)“. Erst wenn die Rakete ihr Ziel erreicht hat, dann werden ihre Teile nicht mehr gebraucht. Ein sehr einfaches und vielleicht auch überspitztes Beispiel, aber: Wann ist unser Flug angekommen?

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Ehemaliger
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Re: Organspende

Beitragvon Ehemaliger » 05.06.2012, 16:11

Ihr Lieben,

nein, Stephanie, ich meine nicht, dass ich dich missverstanden habe. Ich meine aber (allem Anschein im Gegensatz zu dir), dass es im Grunde kein qualitativer sondern nur ein quantitativer Unterschied zwischen einer Operation und einer Transplatation ist. Wir könnten da in die Haarspalterei geraten, was uns aber nicht nutzen wird, so meine ich.
Ja, es gilt unsere Endlichkeit und den Tod nicht nur als Tatsache an sich sondern als Teil des Lebens eines Jeden von uns zu akzeptieren und zu integrieren und das als Individuum. Dabei ist aber, so meine ich, unser Jahrhundert nicht so extrem viel schlechter dran als die vor uns. Früher liess man den Tod hinter Puttenengeln und bombastischen Epitaphen verschwinden, oder auch in Mumifizierung und Pferden und Hauspersonal als Mitgabe. Es war wohl schon immer eine Zumutung, den Tod zu denken und auch ihn anzunehmen.
Und du hast völlig Recht, das muss besser angenommen werden als es geschieht.

Die Sache mit dem Ersatzteillager ist schon so drastisch wie du sagst, aber nur 'im Prinzip'. Wir hatten nichts dagegen, dass Schweine oder auch Rinder als Lieferanten für das Insulin herhalten mussten, oder heute noch bestimmte Hormaone so gewonnen werden. Hier müssten wir in eine andere Dimension des Argumentieren geraten.

Mich treibt es an einer anderen Stelle um: Die Schrift lehrt uns, dass sich das Sterben im 'Abscheiden' der Seele vollzieht. Niemand von uns hat je eine Seele gesehen, keine Untersuchung, direkt oder indirekt kann uns das irgendwie nachvollziehbar machen, was da geschieht. Und doch erkennen wir auch als Laien recht genau, ob jemand tot ist oder nicht. Es ist z.B. der 'ausdruckslose' Gesichtsausdruck. Dabei ist das ein sehr ungenauer Ausdruck, denn, doch: Das Gesicht drückt etwas aus, nämlich, dass etwas nicht mehr da ist. Auch in tiefem Schlaf oder Narkose hat das Gesicht einen anderen Ausdruck als im Tode.
Wir erkennen einen Menschen am Klang seiner Stimme, am Händedruck, am Gang, am Blick und noch vieles mehr. Das sind alles Teile/Geschehen, die durchaus nicht mit einem einzelnen Organ wie dem Gehirn etwa zuzuordnen sind. Ein glücklicher Mensch mit senem beschwingten Gang tut das nicht, weil das Gehirn ihn so steuern würde, sondern das geschieht auf viel tieferen Ebenen, z.B. dem Rückenmark oder auch in Zentren recht nahe dem Muskel.

Mein Bild ist also eher: Die eigenständige Persönlichkeit eines Menschen ist sicherlich in den höreren Sinnesfunktionen und auch im Gehirn, aber auch auf der Ebene von Muskelfunktion usw. zu finden.
Noch ein Schritt weiter: Wie kennen gerade bezüglich verschiedener Medikamente das Fänomen, dass unterschiedliche Menschen sehr unterschiedlich auf ein und dieselbe Substanz reagieren. Wie wollen wir das erklären wenn nicht durch unterschiedliche Arten von Reaktionen auf einer z.B. Zellebene. Man müsste also eine Art von 'zellulärer' oder auch 'funktioneller' Persönlichkeit sprechen.

DANN ABER: Was macht nun eine Niere mit der 'imprägnierten' biochemischen Persönlichkeit (ich benenne das auch ohne Sorgen mit: Herr, du hast mich bei "meinem Namen" [der anders ist als andere] gerufen) von Benedikt Lindner im Körper von Stephanie 5' o-clock?
Abgesehen von medizinischen Problemen wie Abstossung o.ä., geistlicher Mischmasch?


Ein ratloser
Benedikt

P.S. Wir sollten uns klar sein: wir transplantieren übrigens schon ganz lange in der Bluttransfusion und auch in Hauttransplantationen. Das Thema kocht jetzt auf, existiert aber schon lange.

Balthasar
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Re: Organspende

Beitragvon Balthasar » 12.08.2012, 14:50

Hallo,

Ein äusserst aktuelles und schwieriges Thema. Wer wünscht sich nicht, einen geliebten Menschen vom nahenden Tode zu bewahren. Keiner kann sagen wie er sich verhalten würde wenn ein nahestehender Mensch oder man selber durch so etwas betroffen wäre.

Der Schwarzmarkt mit Organhandel wird aber egal wie sich die Politik letztendlich entscheidet immer da sein. Denn, bestimmte Menschen leben aus Ihrem Egoismus heraus, und werden alles tun um den Tod noch ein bisschen zu entkommen. Und die wollen das rettende Organ dann SOFORT und ohne aufwendige Bürokratie.

Ich finde es ist einfach wichtig bei diesem Thema in der Politik nichts übers Knie zu brechen. Was mich bei diesem Thema ins grübeln bringt, wäre bei Einführung von Organspendeausweisen und Zustimmungen die Angst vor zu schnellen Handeln.

In der heutigen Zeit laufen Notaufnahmen und Krankenhäuser auf Hochbetrieb, und die Ärzte fahren täglich Sonderschichten. Wenn da Notfälle rein kommen die dann "Organspender" sind, liegt es dann wohl im ermessen des Arztes, der eine Operation nach der anderen hat und seit 24 Stunden kein Auge zugemacht hat zu entscheiden, wann der Patient tot ist und man die entsprechenden Organe entnimmt. Für einen Arzt ist das auch eine zusätliche Belastung, die ja ohnehin schon einer grossen Arbeitsbelastung ausgesetzt sind.

ich kann da aus eigener Erfahrung sprechen, als ich mal im Krankenhaus war wurde bei mir statt einmal gleich dreimal eine "Lumbalpunktion" im Rückenmark gemacht. Da wird einem eine lange Nadel mit Öffnung in den Rücken im unteren Bereich reingestochen, bis zum Rückenmark reingeschoben und dann Nervenflüssigkeit entnommen. Einmal reichte mir schon, aber nach dem dritten mal war ich echt am Ende. Der Punkt zieht heute noch immer wieder mal.

Wie steht die Kirche in diesem Bezug eigentlich zur genetischen Züchtung von einzelnen Organen aus den Stammzellen der Patienten?? macht ja auch enorme Fortschritte und könnte in Zukunft dieses Problem einfach lösen, da es ja die eigenen Stammzellen sind.

Benedikt, wie meinst du das mit dem Rückenmark:

Wir erkennen einen Menschen am Klang seiner Stimme, am Händedruck, am Gang, am Blick und noch vieles mehr. Das sind alles Teile/Geschehen, die durchaus nicht mit einem einzelnen Organ wie dem Gehirn etwa zuzuordnen sind. Ein glücklicher Mensch mit senem beschwingten Gang tut das nicht, weil das Gehirn ihn so steuern würde, sondern das geschieht auf viel tieferen Ebenen, z.B. dem Rückenmark oder auch in Zentren recht nahe dem Muskel.


Meinst du das die Seele Ihren Ort oder Energie nahe des Rückenmarks hat?

Grüße

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Re: Organspende

Beitragvon Igor » 13.03.2014, 07:03

OBKD: Positionspapier zur Organtransplantation verabschiedet

Berlin - Bei ihrer diesjährigen Frühjahrsvollversammlung am 21. und 22. Februar 2014 in Berlin hat die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) ein Positionspapier zur Organtransplantation verabschiedet, das von ihrer Theologischen Kommission erarbeitet worden war.

Hier der Link:
:arrow: Organspende und -transplantation, Stellungnahme der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD)

... und das Fazit:
Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland versteht die Organspende als eine Form der Nächstenliebe in der Nachahmung Christi und betrachtet die Organtransplantation als eine gut zu heißende Möglichkeit zur Verlängerung des irdischen Lebens, da das Leben Geschenk Gottes und kostbares Gut ist. Zugleich respektiert sie die Freiheit eines jeden Menschen, sich gegen die Organspende zu entscheiden. Sie begleitet in Liebe alle, die auf eine Organspende angewiesen sind, und möchte Ärzte, Pflegepersonal, Angehörige und Seelsorger in dieser nicht einfachen Frage unterstützen.
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Re: Organspende

Beitragvon Nassos » 13.03.2014, 10:17

Danke, lieber Igor. Ich habe dies auch im KG weitergegeben.

Lieben Gruß,
Nassos

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Re: Organspende

Beitragvon MariaM » 13.03.2014, 12:00

Hallo, also ich habe dazu eher sehr kritische Ansichten von orthodoxer Seite gefunden, z.B. hier (auf Griechisch)

https://sites.google.com/site/orthodoxy ... as-organon

https://sites.google.com/site/orthodoxy ... istemonon-

Da geht es im Grunde darum, dass der Hirntod kein wirklicher Tod sei, und auch dass man "brauchbare" Organe nur entnehmen kann, wenn der Mensch eigentlich noch nicht wirklich tot ist, also die Lebensfunktionen werden aufrecht erhalten - und damit er nicht aufwacht, würde er wohl sogar in Narkose versetzt! Was ja quasi bedeutet, dass man mit einem potentiellen Aufwachen rechnet und dieses gezielt verhindert... ?!?!? :( :(

Es soll wohl Fälle gegeben haben, wo jemand aufwachte, kurz bevor er - für "tot" erklärt - Organspender hätte werden sollen...

https://sites.google.com/site/orthodoxy ... non-binteo

Ich finde dieses Thema ja wirklich sehr unheimlich, muss ich sagen... :( :?:
OK, mag sein dass diese Ansichten wie auf der o.g. Website als "extrem" angesehen werden, aber problematisch ist das Thema doch auf jeden Fall - und da wundert mich diese o.g. Stellungnahme der OK, es sei im Grunde in Ordnung (so entnehme ich das aus dem hier zitierten Ausschnitt)... Das sehen doch bestimmt nicht alke orthodoxen Kirchen gleich - oder?

Gruss, M.

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Re: Organspende

Beitragvon Hermann » 13.03.2014, 12:48

Zumindest der griechische Metropolit Arsenios von Wien sieht bei Organtransplantationen offensichtlich auch kein gravierendes Problem:
...Tijana Ognjenovic, die sieben Jahre alt ist, leidet an einer schweren Herzkrankheit und muss sich daher einer Herztransplantation unterziehen. Bei der Spendenaktion, für die Metropolit Arsenios von Austria seinen Segen gab und die Initiative der Schüler lobte, wurden über 500 Euro von den anwesenden Schülerinnen und Schülern gesammelt.
Quelle

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Re: Organspende

Beitragvon Nikolaj » 13.03.2014, 14:25

Liebe MariaM,
auch der Tod ist kein Tod. Wir werden alle am Tag des Gerichts auferstehen, egal wo unsere leiblichen Überreste sich gerade befinden - Gott kann diese wieder richtig zusammenfügen...

Eigentlich ist der Sterbeprozess keine Sache einer Minute, sondern zieht sich über sehr lange Zeit hinweg. Die Lebenszeichen nehmen langsam ab. Ab dem Zeitpunkt des "erklärten" Todes bauen die Körperzellen ihre Lebensfunktionen langsam ab was auch den Prozess des Zerfalls zunehmen lässt. Vor ein paar Wochen kam ein Beitrag im Radiosender DKultur über das Sterben. Vielleicht last sich das noch auf deren Website noch finden...

Der Beruf des Arztes ist nun mal so, dass er Risiken eingeht. Ich denke, die Ärzte erklären keinen so leichtsinnig für tot und mit der heutigen Technik kann dies schon um einiges besser geprüft werden. Der Arzt will ja normalerweise niemanden töten, muss aber immer Risiko und Nutzen abwägen. Wenn er nicht handelt stirbt vielleicht eine andere Person durch sein passives Wirken. Die von dir beschriebenen Maßnahmen (wenn es diese denn wirklich gibt), sind eine Sicherheitsmaßnahme. Alles natürlich nicht so einfach und man sollte jeden, der einen Organspendeausweis beantragt da explizit darauf hinweisen, dass er möglicherweise lebendig auseinander genommen wird...

Gruß
Nikolaj

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Re: Organspende

Beitragvon MariaM » 13.03.2014, 16:32

Lieber Nikolaj,
ja das stimmt schon mit dem Prozess, da hast du recht... Und das mit dem "Wiederzusammensetzen" :-) - schon ein faszinierender Gedanke, dass das wirklich für Gott möglich ist...!

Die orth.Kirchen sind sich bei diesen Thema wohl nicht ganz einig, aber ich habe jetzt auch eher positive Stellungnahmen der griechischen OK gefunden:

http://www.agioritikovima.gr/eipan/18917-meogaias-nikol

Gruss, M.

Marvin
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Re: Organspende

Beitragvon Marvin » 14.10.2018, 02:07

Hallo liebe Freunde,

ja ich weis, das Thema ist schon etwas älter, dennoch möchte ich einige Gedanken dazu äußern.

Jeder Mensch ist absolut ein Unikat. Alles am Menschen existiert so nur exakt einmal.

Ein gespendetes Organ wird vom Empfänger nie richtig angenommen. Es ist stets ein Fremdkörper der nicht dazu gehört. Damit dürfte klar erkennbar sein, dass eine Organspende durch Gott nie vorgesehen war.

Natürlich kann ein Akt der Nächstenliebe darin verstanden werden, Organe zu spenden. Die Nächstenliebe kann aber auch darin bestehen aus der Situation des Kranken das beste zu machen und ihn liebevoll zu begleiten. Ich denke das liegt mehr im Sinne unseres heiligen Vaters.

Die von Jens Spahn angestoßene Widerspruchslösung Halt ich damit für vollkommen falsch und unchristlich.


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