Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

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Nemanja
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Nemanja »

arthur hat geschrieben:
christodoulos hat geschrieben:
arthur hat geschrieben:
Verheiratet oder unv.?
Hallo,

ich? - Ich bin unverheiratet - so Gott will, werde ich einst "gekrönt"!

mmmmmh,heißt es denn nicht man soll sich der ,,zu Nahen Nähe,, enthalten ?Bevor man einen Ehe anfängt ?
Arthur, bist du orthodox ? Wenn ja, was ist dir in der Orthodoxie nicht klar, vielleicht in Bezug zu diesem Thema ? Hättest du gerne, dass man dir die Gebote nach deinem Empfinden zurecht biegt, oder was ist das Ziel hier von dir ?!
Nassos
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Nassos »

:shock:

Was ist denn hier los?

Ich habe arthurs Beitrag überhaupt nicht verstanden. Vielleicht sollten wir das aufklären (ich gehöre zu den Leuten, die einen tricky Film nicht blicken und manchmal auf filmende.de müssen... :oops: )
christodoulos
Beiträge: 614
Registriert: 21.12.2008, 15:48

Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von christodoulos »

arthur hat geschrieben:
christodoulos hat geschrieben:
arthur hat geschrieben:
Verheiratet oder unv.?
Hallo,

ich? - Ich bin unverheiratet - so Gott will, werde ich einst "gekrönt"!

mmmmmh,heißt es denn nicht man soll sich der ,,zu Nahen Nähe,, enthalten ?Bevor man einen Ehe anfängt ?
Lieber Arthur,

ich versteh dich nicht ganz - wie meinst du das?
arthur
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von arthur »

Klartext:Mir sind die Gebote bewußt und keiner soll mir sie noch einmal runterleiern!
Jedoch verändern sich im Laufe der Zeit die Ansichtsweisen der Menschen oder sie werden umenterpretiert usw.. ich wollte mir ganz einfach die Ansichtsweisen der ,,modernen Orthodoxen,, anhören ganz einfach ....ist daran etwas nicht zu verstehen ?
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Elias
Diakon
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Elias »

arthur hat geschrieben:Klartext:Mir sind die Gebote bewußt und keiner soll mir sie noch einmal runterleiern!
Jedoch verändern sich im Laufe der Zeit die Ansichtsweisen der Menschen oder sie werden umenterpretiert usw.. ich wollte mir ganz einfach die Ansichtsweisen der ,,modernen Orthodoxen,, anhören ganz einfach ....ist daran etwas nicht zu verstehen ?
Scheint ein Kampf gegen "Moderne" Orthodoxe zu sein? Es lebe die "wahre" Orthodoxie. Die Glaubensdoktrin, das Festhalten an Gesetzen und jeden Verteufeln der dies nicht tut :oops: Es lebe das Pharisäertum...!!!
Nassos
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Nassos »

keiner soll sie mir noch einmal runterleiern
Du solltest Dich schämen!!!
Du verurteilst Jurisdiktionen nach deinem Gusto, aber dir darf niemand was sagen, weil du fit bist?
Denk darüber nach, ob dein Priester das gutheißen würde (du sagtest KEINER) und ob du dich zwischen deinen Geschwistern in Christus wirklich wie ein Elefant im Porzellanladen benehmen willst.
Ich meins nicht böse, aber ernst.
arthur
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von arthur »

Ilija hat geschrieben:
arthur hat geschrieben:Klartext:Mir sind die Gebote bewußt und keiner soll mir sie noch einmal runterleiern!
Jedoch verändern sich im Laufe der Zeit die Ansichtsweisen der Menschen oder sie werden umenterpretiert usw.. ich wollte mir ganz einfach die Ansichtsweisen der ,,modernen Orthodoxen,, anhören ganz einfach ....ist daran etwas nicht zu verstehen ?
Scheint ein Kampf gegen "Moderne" Orthodoxe zu sein? Es lebe die "wahre" Orthodoxie. Die Glaubensdoktrin, das Festhalten an Gesetzen und jeden Verteufeln der dies nicht tut :oops: Es lebe das Pharisäertum...!!!
ich bin keiner dieser Modernen Orthodoxen aber will mir einfach Pro-Kontra Argumente anhören..
Balthasar
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Balthasar »

Hallo,

Ich wollte mich auch mal zu diesem Thema einklinken.

Ich selber bin noch nicht Orthodox, möchte es aber werden.

Ich besuchte vor ein paar Wochen zum ersten mal eine griechische gemeinde, in der ich sehr nett aufgenommen wurde, und auch bis jetzt an der katechese für Firmungskandidaten teilnehme. Als das Thema "wilde Ehe" aufkam, fragte ich wie denn die haltung der Orthodoxen zu dieser Frage wäre. Daraufhin antwortete man mir, dass es heutzutage gar nicht mehr möglich sei, sich an solche "Richtlinien" der Bibel zu halten, da sich die Zeiten geändert hätte, und die Menschen nun mal nicht mehr in jüngeren Alter heiraten würden, sondern viel später und es halt heutzutage anders ist.

Das hat mich ziemlich ungehauen, da ich dachte, dass gerade Orthodoxe geistliche die Schriften sehr streng auslegen. Ich bin sehr gerne in dieser Gemeinde und bin auch herzlichst aufgenommen worden, allerdings bin ich inzwischen stark verunsichert was ich davon halten soll, da ich ja eigentlich weg von meiner jetzigen Konfession "Protestant" wollte, da dieser durchtränkt ist mit Moderalismus und Liberalismus.

Einer meiner Bekannten ist "Evangelikal", dass sind Protestanten, welche die Heilige Schrift sehr strikt befolgen. Als dieser sich mit seinen Geistlichen seiner Gemeinde zusammensetzte und diese fragte ob es ok wäre vor der Ehe mit einer Frau intim zu werden, bekam er ein klares NEIN zu hören.

Er hat sich daran gehalten, und ist inzwischen seit seinem zwanzigsten Lebensjahr verheiratet glaube ich.

Ich selber bin im Moment ziemlich verunsichert, ob ich weiter in die Gemeinde gehen soll, oder in eine andere wechsel. Als deutscher ohne Kirchenslawisch oder altgriechisch Kenntnissen ist es gar nicht so einfach einen Einstieg in die Orthodoxie zu finden.
christodoulos
Beiträge: 614
Registriert: 21.12.2008, 15:48

Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von christodoulos »

Balthasar hat geschrieben:Hallo,

Ich besuchte vor ein paar Wochen zum ersten mal eine griechische gemeinde, in der ich sehr nett aufgenommen wurde, und auch bis jetzt an der katechese für Firmungskandidaten teilnehme. Als das Thema "wilde Ehe" aufkam, fragte ich wie denn die haltung der Orthodoxen zu dieser Frage wäre. Daraufhin antwortete man mir, dass es heutzutage gar nicht mehr möglich sei, sich an solche "Richtlinien" der Bibel zu halten, da sich die Zeiten geändert hätte, und die Menschen nun mal nicht mehr in jüngeren Alter heiraten würden, sondern viel später und es halt heutzutage anders ist.

Das hat mich ziemlich ungehauen, da ich dachte, dass gerade Orthodoxe geistliche die Schriften sehr streng auslegen. Ich bin sehr gerne in dieser Gemeinde und bin auch herzlichst aufgenommen worden, allerdings bin ich inzwischen stark verunsichert was ich davon halten soll, da ich ja eigentlich weg von meiner jetzigen Konfession "Protestant" wollte, da dieser durchtränkt ist mit Moderalismus und Liberalismus.

Einer meiner Bekannten ist "Evangelikal", dass sind Protestanten, welche die Heilige Schrift sehr strikt befolgen. Als dieser sich mit seinen Geistlichen seiner Gemeinde zusammensetzte und diese fragte ob es ok wäre vor der Ehe mit einer Frau intim zu werden, bekam er ein klares NEIN zu hören.

Er hat sich daran gehalten, und ist inzwischen seit seinem zwanzigsten Lebensjahr verheiratet glaube ich.

Ich selber bin im Moment ziemlich verunsichert, ob ich weiter in die Gemeinde gehen soll, oder in eine andere wechsel. Als deutscher ohne Kirchenslawisch oder altgriechisch Kenntnissen ist es gar nicht so einfach einen Einstieg in die Orthodoxie zu finden.
Lieber Balthasar,

diese Dinge die dir da gesagt wurden - SIND FALSCH - da besteht gar kein Zweifel. Leider haben sich in gewisse Gemeinden manche Ansichten durch die Hintertür eingeschlichen - DIE GANZ UND GAR NICHT ORTHODOX SIND. Das sollte dich aber nicht beunruhigen. Es gibt auch viele traditionelle Orthodoxe Christen in der griechischen Kirche (wenn auch in der Minderheit). Manche gehen da sehr liberal um mit Verhütung, vorehelichem Sex, Wiederverheiratung usw...

Wenn mit jemand "verkehrt" mit dem man nicht verheiratet ist - BEGEHT MAN DIE SÜNDE DER UNZUCHT - in der "Wilden Ehe" begeht man permanente Unzucht. (weil man ja nicht einmal fällt - sondern auf Dauer zusammenlebt).


Kanon der Hl. Väter - des Hl. Basilius des Großen:

Kanon 50.
There is no law as to third marriages, so that a third marriage is not subject to any law. We look upon such things as defilements of the Church, but we do not bring them to public trials, on the ground that they are preferable to lax fornication. J (c. III of Neocaesarea; cc. IV, L, LXXX of Basil.).

Interpretation.
The present Canon decrees that there is no ecclesiastical law or rule to allow a third marriage: so that no such marriage is lawful, but, on the contrary, any such marriage is unlawful, and is like a pollution of the Church. Yet, a third marriage is better than the free fornication in which many women indulge, on the ground that even though it is in reality fornication it is confined to one woman. For this reason we do not expressly condemn a third marriage, to the extent of insisting upon its being annulled and on having the parties to it separated from each other, but on the contrary, we are wont to overlook it or disregard it altogether. Note also c. III of Neocaesarea.

Kanon 59.
A fornicator shall remain excluded from the Holy Elements for seven years: two weeping, and two joining the listeners, and two kneeling, and for one year only confined to co-standing; and in the eighth year he shall be admitted to Communion.

(c. XXIX of Basil; c. IV of Nyssa.).
Ein Unzüchtiger soll für 7 Jahre von den Hl. Mysterien ausgeschlossen werden; 2 soll er weinen und 2 Jahre soll er bei den Hörern sein, 2 Jahre soll er knieend verbringen - 1 Jahr darf er bei den anderen stehen und im 8. Jahr soll es ihm erlaubt sein die HL. Kommunion zu empfangen.

LOL - ob das heute ein Priester anwenden wird? Also ich habe noch nie jemand knien sehen oder weinend im Narthex.... ;)

Interpretation.
This Canon canonizes a fornicator to abstain, from the Mysteries for seven years. During the first two of these he is to keep weeping; during the next two he is to listen in company with the listeners (or audients); for two years he is to keep kneeling; for one year he is to stand together with the faithful; and in the eighth year he is to be accorded the right to partake of communion. This Canon is St. Basil’s own decree and the penalty it provides is his, which accounts for the latter being more severe. And see his c. XXII, and the Footnote thereto.
Die Hl. Väter unterscheiden Unzucht mit vielen verschiedenen Personen und Unzucht mit ein und der selben Person (Wilde Ehe) - diese ist zwar Unzucht aber nicht so sündhaft wie die erstere.

Darum hat ja die Kirche in ihrer Güte erlaubt eine 2. Verbindung einzugehen um nicht in Unzucht leben zu müssen.

Es ist nicht leicht ORTHODOX zu sein - das wollen aber viele nicht einsehen.

Das ist ja das, von dem ich immer "predige". WIR ALLE SIND SÜNDER - ich bin der größte von ALLEN - aber es ist ein Unterschied eine Sünde zu begehen weil wir schwach sind und sie dann in Demut bekennen und bereuen; ALS ZU SAGEN: DAS ist schon ok so - Gott ist doch nicht so streng - kümmert er sich denn um das was wir tun......die die SO STRENG SIND SIND DOCH HEUCHLER und HARDLINER ;)

Sei standhaft und lass dich durch solche Versuchungen nicht von deinem Weg zu Gott abbringen. Es ist nicht alles Orthodox - was sich ORTHODOX nennt - oder wo es drauf steht.

Gott segne dich!
Elvis
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Elvis »

Lieber Christodolus,

ich kann deine "strenge" verstehen und muss dir auch zustimmen. Trotzdem ist es leider heutzutage überhaubt nicht mehr so wie es einmal war. Ich bin ein beispiel.

Was ich bis jetzt eingesehn habe ist, das NUR der HERR einen erlauben kann diese regeln zu leben, denn dazu gehört sehr viel kraft. Man kann nicht permament sagen du musst so sein und musst so sein - das muss erst noch kommen.

Oft genug habe ich bei der Beichte bekannt, dass ich unehelichen Sex hatt - also beziehungen und wurde zur kommunion zugelassen und habe immer noch meinen Frieden. Bis jetzt hat mich das heilige Feuer nicht verbrannt (oder meine es zumindest), wobei ich sehr hoffe, dass ich auch nicht verbrennen werde.

Ich möchte da auch noch mit den Psalm 120 abschliessen:

1 Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt.
2 Meine Hilfe kommt vom HERRN, der Himmel und Erden gemacht hat.
3 Er wird deinen Fuß nicht gleiten lassen, und der dich behütet, schläft nicht.
4 Siehe, der Hüter Israels schläft noch schlummert nicht.
5 Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand,
6 dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts.
7 Der HERR behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.
8 Der HERR behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

Gruss

Elvis
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

IC XC
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christodoulos
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von christodoulos »

ElvisVrinic hat geschrieben:Lieber Christodolus,

ich kann deine "strenge" verstehen und muss dir auch zustimmen. Trotzdem ist es leider heutzutage überhaubt nicht mehr so wie es einmal war. Ich bin ein beispiel.
Hallo,

habe das eigentlich auch nur gepostet um den krassen Unterschied hervorzuheben. Ich bin auch kein "Lamm ohne Fehl". Aber ich weiß eben, dass es nicht "normal" ist bzw. es nicht sein sollte bzw. wie die Hl. Väter das sehen. Und dies schafft Demut und Reue.

Man muss natürlich immer für jeden speziellen Fall eine spezielle Lösung finden. Aber einfach lapidar zu sagen: das ist keine Sünde; wir leben nicht in den Zeiten der Bibel etz...ist falsch.

Ich glaube eher; dass unsere Zeiten, den Zeiten der Kirchenväter sehr ähnlich sind. Im Römischen Reich ging es ähnlich zu.
Nassos
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Nassos »

Hallo Balthasar,

wurde Dir wirklich gesagt, dass das heute nicht mehr so sei in der Orthodoxie oder wurde Dir gesagt, dass es leider so gelebt wird, obwohl die Orthodoxie das nicht vorsieht?
Hast Du vielleicht etwas falsch verstanden?

Das wäre evtl. nochmal nachzuprüfen, bevor hier jemand etwas bezichtigt wird, dass er nicht so gesagt hat. Zumal öffentlich gefragt.

Wenn dem doch so war, :cry:
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Elias
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Elias »

Nassos hat geschrieben:Hallo Balthasar,

wurde Dir wirklich gesagt, dass das heute nicht mehr so sei in der Orthodoxie oder wurde Dir gesagt, dass es leider so gelebt wird, obwohl die Orthodoxie das nicht vorsieht?
Hast Du vielleicht etwas falsch verstanden?

Das wäre evtl. nochmal nachzuprüfen, bevor hier jemand etwas bezichtigt wird, dass er nicht so gesagt hat. Zumal öffentlich gefragt.

Wenn dem doch so war, :cry:
Hallo Freunde,

ich wusste zuerst nicht was ich darauf antworten sollte aber ich denke das es ein Missverständnis war zumal ich den Pater kenne. Er meinte wohl das es in der heutigen Zeit schwer ist dies einzuhalten. Und er hat Recht! Jeder von uns sollte sich einmal fragen ob er selber dies eingehalten hat? Bei uns ist das bestimmt die Minderheit. Bei Kirchendiener wird dies aber Strenger gehandhabt, zumindest bei mir war das so! Das hat nix mit Liberalismus zu tun lieber Chrisodoulos, ich verstehe dich aber es sind eher die Gegebenheiten hier in der Diaspora. Dieses Problem haben ja nicht nur wir Orthodoxe sondern auch die meisten Protestanten, Katholiken, Muslime, Juden u.s.w. Es soll keine Verharmlosung sein sondern nur eine Erklärung. Für Orthodoxe gilt eigentlich Kein Sex vor der Ehe und das weiß auch der Pater, aber er weiß auch das es für viele fast nicht möglich ist, übrigens auch für die in den Russischen Gemeinden. In den Heimatländern sieht vieles etwas anderes aus als in der Diaspora aber kaum einer wird der Heiligen Kommunion verwehrt denn die Kommunion bedürfen ja vor allem die Sünder...

LG

Ilias
Zuletzt geändert von Elias am 15.10.2011, 21:15, insgesamt 1-mal geändert.
Elvis
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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von Elvis »

in der diaspora ist es nicht anders als in den "heimatländern". Es ist sogar ein bisschen schlimmer :(
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Geschlechtliche Enthaltsamkeit vor der Ehe

Beitrag von christodoulos »

ElvisVrinic hat geschrieben:in der diaspora ist es nicht anders als in den "heimatländern". Es ist sogar ein bisschen schlimmer :(
Hallo,

man muss aber sagen, dass in den "Heimatländern" der Glauben nicht gelebt werden durfte. In Serbien zB war die Kirche sehr unterdrückt. Die Leute wussten fast gar nichts von der Orthodoxen Lehre - bist vor ein paar Jahren. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ich habe Verwandte aus Serbien und die wussten wirklich nichts. Kinder wurden heimlich in der Nacht zu Hause getauft, denn niemand durfte es wissen. Es gab keinen Religionsunterricht usw.

Das hat sich aber, meines Erachtens, in den letzten Jahren geändert. Es ist noch nicht wie es sein sollte, aber man kann eine Er-neuerung beobachten. Viele junge Menschen interessieren sich für das monastische Leben usw. Für die Lehre der Kirche. Es werden Bücher, Magazine überall veröffentlicht, im Radio, im TV....Kirchen neu gebaut, Klöster errichtet.

Es gab ja nicht mal serbische Nonnen bis in die 70er Jahre (keine einzige). Das wurde komplett lahm gelegt; durch Islam und später Kommunismus. Auch in Rumänien war das so. Heute ist es anders. Durch russische Nonnen, viele serbische heiligmäßige Staritzas; Hl. Euphemia von Belgrad, Nonne Leposava usw...lebte das Nonnentum in Serbien wieder auf. Heute gibt es viele serbische Nonnen - die teils ein sehr strenges asketisches Leben führen.

Heute findet man Orthodoxie in Serbien überall. Auch in Rumänien gibt es so viele junge Frauen, die Nonnen werden wollen - dass man für sie keinen Platz hat - da die Klöster überfüllt sind.
1989 hatte die orthodoxe Kirche immer noch rund 100 Klöster mit 450 Mönchen und Nonnen. Bei der ersten Volkszählung nach der 1992 Wende ergaben sich sensationelle Zahlen: nur 0,1 Prozent der Bevölkerung erklärten sich zu Atheisten, 87 Prozent für orthodox und rund fünf Prozent für katholisch. Daran hat sich bisher kaum etwas geändert.

Der orthodoxe Metropolit von Siebenbürgen, Erzbischof Laurenţiu von Sibiu/Hermannstadt , nennt den neuen Aufbruch "eine Explosion der Berufungen nach der Zeit der Verfolgung". Die Zahlen sind beeindruckend: heute gibt es rund 600 orthodoxe Klöster mit etwa 8.000 Mönchen und Nonnen. Etliche wurden nach 1989 völlig neu gegründet. Metropolit Laurenţiu meint schmunzelnd: "
http://www.evangelisch.de/themen/religi ... 4nien21928

Es gibt auch eine Doku vom ZDF über die Explosion der Berufungen in Rumänien - verschiedene Äbtissinnen beklagen, sie hätten keinen Platz für die vielen jungen Frauen. (konnte sie aber leider nicht online finden) Diese jungen Frauen entscheiden sich für das Kloster, um in Reinheit den orthodoxen Glauben zu leben (wie ein junges Mädchen sagte)

Alleine im Kloster Varatec leben über 600 Nonnen!!! in einem Kloster

Bild

Darum wird sich das mit den "Heimatländern" auch bessern.

Es gibt auch ein gutes Buch über den Aufbruch bei den Nonnen in der Serbischen Kirche.
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