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Wir machen unsere Arbeit im Verein ehrenamtlich, gerne und mit Überzeugung. Aber angesichts dieser Misere verlieren wir manchmal schlicht weg die Motivation. Ich würde es ja verstehen, wenn wir 10 Besucher am Tag hätten. Aber es sind über 25.000 täglich!
Das Ausmaß unserer Tätigkeit, die Anzahl der Projekte und die Nachfrage sind so groß, dass wir es nicht mehr nur ehrenamtlich stemmen können. Wir brauchen wenigstens einen Angestellten, wir müssen Arbeiten auch in Auftrag geben können.
Falls Sie unsere Arbeit nutzen (womöglich täglich und schon seit Jahren), falls Ihnen an unserem Auftrag etwas liegt, helfen Sie uns! Wir haben keine Kirchensteuer und keine anderen Einkommensquellen. Doch wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet, können wir in der Orthodoxie in Deutschland etwas bewegen.
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Mary hat geschrieben:Der Reiche ist nicht am Ort des Leidens, weil er nicht an Gott glaubte, der ging vielleicht sogar immer brav in die Synagoge... sondern weil er den Lazarus schlimmer als einen Hund behandelt hat!
Doch der Glaube ist nicht besonders ausgeprägt. Spiegeln sich hierin nicht auch die Worte aus Matthäus 25,40: "Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." bzw. Vers 45 "Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan."?
Und auch das geht mir durch den Kopf bei diesem Gleichnis: Gal. 4,17: "Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde."
Mary hat geschrieben:Der Reiche ist nicht am Ort des Leidens, weil er nicht an Gott glaubte, der ging vielleicht sogar immer brav in die Synagoge... sondern weil er den Lazarus schlimmer als einen Hund behandelt hat!
Doch der Glaube ist nicht besonders ausgeprägt. Spiegeln sich hierin nicht auch die Worte aus Matthäus 25,40: "Wahrlich ich sage euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan." bzw. Vers 45 "Was ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan."?
Und auch das geht mir durch den Kopf bei diesem Gleichnis: Gal. 4,17: "Denn wer da weiß Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Sünde."
Ist deine Ansicht, dass sich wahrer Glaube unbedingt (oder sogar von selbst) durch gute Taten äussert?
Mary (Sünderin, die leider viel zu oft das Gute nicht tut, frei nach Paulus)
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.
also um erstmal klar zu stellen - keiner von uns ist sündenfrei oder ähnliches. Wir alle haben was auf den Kerbholz. Nun ist es doch auch so das uns doe GOTT einfach nur lieb hat und uns zu sich holt ganz egal wie "hoch" die sünde ist.
Jetzt nimmt doch mal den hl. Paulus (ehemals saul) als beispiel. Erst lässt er diverse heilige töten und jagt christen nach, aber dann wird er zu einer der "Apostelfürsten", was ist den daran auszusetzen.
Ich bitte daher auch bitte um mäßigung.
Mary wenn du dich gekränkt fühlst wende dich einfach an die moderatorenschaft, die sind dafür da.
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)
Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen
Stefan hat geschrieben:Mary, wenn das überhaupt auf jemanden bezogen war, dann auf alle Menschen. Zuallererst dachte ich aber an mich selbst.
ist schon ok, Stefan,
ich las es so, dass Du es auf den reichen Prasser bezogst.
(@Elvis und Nassos, danke trotzdem)
ich habe einfach nachgefragt, weil mir diese Sicht auf Erlösung schon angeboten wurde, wenn ich mit "evangelikalen" Christen über "Sola fide" und Theosis diskutierte.
Die Ansicht war: Der Mensch sei nicht durch seine Werke und Taten gerettet, sondern allein durch Gottes Gnade (oder sogar irresistable grace) und Zeugnis der wahren Bekehrung sei eben, dass der Mensch dann nicht mehr sündigen könne.
Und das widerlegt ja leider unsere eigene Erfahrung tagtäglich. Wir sind sehr wohl zur Sünde fähig und wir fallen jeden Tag immer wieder und müssen uns mit Gottes Barmherzigkeit und Hilfe wieder berappeln.
"Herr, mein Gott, wenn ich auch nichts Gutes vollbracht habe, lass mich in deiner Gnade einen guten Anfang machen."
Habt einen gesegneten Abend, ihr alle
Maria
Let Your mercy, O Lord, be upon us, as we hope in You.
Lieber Stefan, auch von mier ein herzliches willkommen!
Es ist schon viel gesagt, also nur kurz - lies auch das Buch Christus in euch: hoffnung auf herlichkeit von Vater sergius heitz, einfach googlen. Dor sind überall biblische Nachweise.
Und noch etwas, in der Bibel steht nicht, wie das Reich Gottes funktioniert, sondern wie man dahinkommt. Und Motivation ist auch gegeben - die einen gehen ins Evige Leben, die anderen in die Verdamins, früher oder später.
Beste grusse
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.
P. S. Ich bin in Dortmund, also könntest du theorethisch auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen, der Weg ist nicht lang, wir haben Gemeindeglieder, die jede Woche aus Bielefeld zur Sobntagsliturgie kommen.
Apostolischer Kanon 39 (32): Priester und Diakonen sollen ohne Wissen und Willen des Bischofs Nichts thun: denn dieser ist's, welchem das Volk des Herrn anvertraut worden, und von welchem Rechenschaft über ihre Seelen gefordert werden wird.
Lieber Stefan,
hier einige Stellen aus dem Evangelium, die dich vielleicht überzeugen, dass wir in der Auferstehung "wie die Engel" sein werden und dass unser Gott Gott der Lebenden ist.
Mt 22,30-32 Denn nach der Auferstehung werden die Menschen nicht mehr heiraten, sondern sein wie die Engel im Himmel. Habt ihr im übrigen nicht gelesen, was Gott euch über die Auferstehung der Toten mit den Worten gesagt hat: Ich bin der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? Er ist doch nicht der Gott der Toten, sondern der Gott der Lebenden.
Dasselbe ist bei Mk 12, 24-27 und bei Lk 20,35-38 zu lesen.
Und außerdem: Wie hätten bei der Verklärung Christi die Propheten Moses und Elija vor den Augen der Jünger erscheinen und mit Jesus sprechen und über seine Auferstehung prophezeihen können? Waren sie zu der Zeit Christi nicht tot? Also leben die Menschen nach ihrem Tod bei Gott und warten.
Mt 17,3 Da erschienen plötzlich vor ihren Augen Mose und Elija und redeten mit Jesus.
Lk 9,30-31 Und plötzlich redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elija; sie erschienen in strahlendem Licht und sprachen von seinem Ende, das sich in Jerusalem erfüllen sollte.
Schließlich: Was die göttliche Liturgie angeht, die im Himmel zelebriert wird, warum sollte ich daran zweifeln? Es steht doch alles in der Apokalypse. Die Heiligen dort schlafen nicht, sondern sie beten und sie rufen sogar laut:
Offb 6,9-10 Als das Lamm das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen aller, die hingeschlachtet worden waren wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses, das sie abgelegt hatten. Sie riefen mit lauter Stimme: Wie lange zögerst du noch, Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, Gericht zu halten und unser Blut an den Bewohnern der Erde zu rächen?
Offb 8, 3-4 Und ein anderer Engel kam und trat mit einer goldenen Räucherpfanne an den Altar; ihm wurde viel Weihrauch gegeben, den er auf dem goldenen Altar vor dem Thron verbrennen sollte, um so die Gebete aller Heiligen vor Gott zu bringen. Aus der Hand des Engels stieg der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen zu Gott empor.
Glaub mir, lieber Bruder, man kann Gott finden nur, wenn man seiner Kirche völlig vertraut, weil sie der Leib Christi ist. Bitte, tu das und du wirst die Gnade Gottes so deutlich spüren, dass solche Fragen überflüssig werden.
Andromachi hat geschrieben: Also leben die Menschen nach ihrem Tod bei Gott und warten.
Die durch Glauben Gerechten oder alle Menschen? Wird nicht der Glaube vorausgesetzt, um Gnade und ewiges Leben zu empfangen? Das ist mein bisheriges Verständnis. Es mag ja in den verschiedenen christl. Denominationen verschiedenste eschatologische Vorstellungen geben, aber sind sie nicht fast alle in dieser Sache einer Meinung, dass es für die einen ins ewige Leben geht, für die anderen zur Verdammnis? Nur die Lehre von der Allver- oder -aussöhnung geht davon aus, dass letztendlich alle Menschen ins Reich Gottes kommen. Das ist doch nicht orthodoxe Lehre, oder?
Vielen Dank erst mal für die angeführten Schriftstellen. Im Zusammenhang mit meinen Eingangsfragen wollte ich, da ich es bisher einfach nie anders gelernt habe (da ich nun mal aus einem nichtorthodoxen und auch nicht-römisch-katholischen Haushalt komme), wissen, wie orthodoxe Christen die Fürbitten an Heilige (und auch z.B. verstorbene Verwandte) verstehen - und zwar auch im Hinblick darauf, dass ich schon mal irgendwo gelesen hatte (ich weiß leider nicht mehr wo), dass manche von Ihnen Antwort von den Verstorbenen erhalten haben. Und ohne irgendjemandem zu Nahe treten zu wollen, klang das für mich (das Antwort erhalten) in meinem bisherigen Verständnis deutlich nach Okkultismus.
Das soll wirklich keine Trollfrage sein, vielmehr bewegt mich diese Frage sehr: Wo sieht die Orthodoxie die Grenzen zum Okkultismus hin überschritten?
@ Alexej: Das Buch "Christus in Euch: Hoffnung auf Herrlichkeit" habe ich bereits. Dortmund ist ja wirklich nicht so weit - vielleicht klappts ja demnächst mal.
Ich habe mir außerdem noch Sergej Bulgakovs "Die Orthodoxie" bestellt in der Hoffnung, dass auch dadurch mein Verständnis und Wissen um orthodoxe Praxis zunimmt.
Tatsächlich sollte man im Allgemeinen sehr vorsichtig sein, wenn man von Gesprächen mit toten Verwandten hört. Der Christ braucht das alles nicht, um von der Wahrheit der christlichen Lehre überzeugt zu sein. Aber zum zweiten Punkt, deiner Antwort, Stefan, muss ich wiederholen, was in allen Evangelien steht und in der Offenbarung: Es werden ALLE nach dem Jüngsten Gericht ihre Existenz beibehalten, nur die Geretteten im Himmel und die Verdammten in der Hölle
Mt 13,49-50 So wird es auch am Ende der Welt sein: Die Engel werden kommen und die Bösen von den Gerechten trennen und in den Ofen werfen, in dem das Feuer brennt. Dort werden sie heulen und mit den Zähnen knirschen.
Das sind die Worte Christi, und niemand darf daran zweifeln. Gibt es denn bei den Protestanten andere Übersetzungen des Evangeliums? Im griechischen Original jedenfalls lesen wir das Gleiche.
Das sollte nicht meine Meinung widerspiegeln: Es gibt protestantische Strömungen, die davon ausgehen (Ich glaube Pietisten), dass Gott alle Menschen zu sich zieht nach dem Millenium.
Sogar in dem Buch "Christus in Euch" steht, dass nicht klar ist, ob die Hölle lehr bleibt. Jesu Worte sind vielleicht wirklich nicht so leicht zu verstehen. Ist die Hölle tatsächlich ein Ort der Qual? Wie kann das sein, wenn das Totenreich und der Tod ebenfalls dorthinein geworfen werden?
Nach dem Millenium und dem jüngsten Gericht werden wir allerdings nicht mehr im Himmel sein, sondern auf einer neuen Erde in neuem Leib.
Lies dazu Offenbarung 21,1-3: Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde..Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen..