Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen heute

Neu in der orthodoxen Kirche - Wie lebe ich als orthodoxer Christ? Alle allgemeinen Fragen rund um die Orthodoxie.
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Elvis
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Elvis »

holzi hat geschrieben:
Nassos hat geschrieben:Mein lieber holzi,

du bist eben der Beste!

Gruß,
Nassos
Ich weiß: http://picasaweb.google.de/konradholzba ... directlink
holzi ich liebe dich. :mrgreen:

rafaella hat geschrieben:Entschuldigung Alexej (Namensbruder),
ich habe die Wörter nur auf griechisch verwendet, weil komposchini ein hier sehr bekannter und oft benutzter ausdruck ist und akolouthien weil ich das Wort auf Deutsch nicht kenne. Es sind einfach die Gebetshandlungen ausser der Liturgie, die in einer Kirche oder Kloster stattfinden (erste stunde, dritte stunde, neunte Stunde, Vesper).
Du hast natürlich vollkommen recht, dies ist ein deutsches Forum, entschuldigung.

Wie gesagt weiss ich, dass griechische Nonnen und Mönche die gemeinschaftlichen Gebete durch das jesusgebet mit der Gebetsschnur ersetzen, entweder wenn es sich um Hesychasten (bekannter Begriff) handelt, oder sie aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen konnten(Krankheit, Reisen etc). Das unterscheidet sich vielleicht von Land zu Land?

Du erwähnst auch, dass Optinabrüder das Jesusgebet in der Liturgie nicht empfehlen, der selige Josef von Optina empfiehlt jedoch diese Technik einem der Mönche, dessen Gedanken abschweifen. Auch in Griechenland ist eigentlich das Gegenteil üblich, auch mein Geistlicher empfiel es mir einst und seitdem halte ich das auch, und bete mit dem Komposchini in der Kirche, seit Jahren. Hat mir immer sehr geholfen. Hat vielleicht noch jemand anderes hier damit Erfahrungen gemacht? Ein interessantes Thema.
Persönlich bin ich nicht sehr stark und meine Gedanken würden total abschweifen, wenn ich das Jesusgebet nicht benutzen würde..

Zum Thema allgemein: Es ist wahrscheinlich unmöglich für einen zumindest verheirateten Menschen in der Ehe und in der Welt das Jesusgebet zu halten, ohne es zu unterbrechen, aber wenn man es ab und zu benutzt ist es sicher eine grosse waffe ein grosses geistliches ereigniss im Christen, das war zumindest bei mir so.

en Christo
also erstmal sei gesagt, es ist für jeden möglich das jesusgebet zu halten, nur halt in seinen maße. Sicher wie unsere monastischen Brüder und Schwestern zu beten (meine damit die Quantität nicht di Qualität) ist fast gar nicht zu meistern, wer in dieser Welt lebt. Aber es gibt ja regelwerke oder ähnliche, indem man z. B. 3 mal 33 gebete konzentriert zu verrichten, am tag. Berede dich damit mit deinen Geistlichen Vater, denn es gibt regeln indem man bis zu 2400 Jesusgebete zu sprechen hat. :shock: .

Ausserdem muss man es ja auch nicht nur in gewissen "dekaden" machen. Man kann einfach nur, vor allem wen man in geistiger oder physischer Bedrängnis ist, das Gebet sprechen - es ist eine art Flammenschwert, das diverse dämonen einfach vertreibt - sehr gut für die askese :mrgreen:.

P.S. das dieses Gebet so grosse macht hat habe ich echt nicht gedacht. :D
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

Ehre Sei dem Vater und den Sohn und den Heiligen Geist.
Jetzt und immerdar und in alle ewigkeit. Amen

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rafaella
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von rafaella »

ElvisVrinic hat geschrieben:
also erstmal sei gesagt, es ist für jeden möglich das jesusgebet zu halten, nur halt in seinen maße. Sicher wie unsere monastischen Brüder und Schwestern zu beten (meine damit die Quantität nicht di Qualität) ist fast gar nicht zu meistern, wer in dieser Welt lebt. Aber es gibt ja regelwerke oder ähnliche, indem man z. B. 3 mal 33 gebete konzentriert zu verrichten, am tag. Berede dich damit mit deinen Geistlichen Vater, denn es gibt regeln indem man bis zu 2400 Jesusgebete zu sprechen hat. :shock: .

Ausserdem muss man es ja auch nicht nur in gewissen "dekaden" machen. Man kann einfach nur, vor allem wen man in geistiger oder physischer Bedrängnis ist, das Gebet sprechen - es ist eine art Flammenschwert, das diverse dämonen einfach vertreibt - sehr gut für die askese :mrgreen:.

P.S. das dieses Gebet so grosse macht hat habe ich echt nicht gedacht. :D
Lieber Bruder,

das ist schon richtig was Du sagst, auch ich selbst versuche nach meinen Massen das Jesusgebet zu beten, in Absprache mit meinem geistlichen natürlich. Ich meine aber etwas anderes. das wahre Jesusgebet führt dazu, dass man es ständig betet. Auf griechisch heisst das "kardiaki Proseychi", das geschieht, nach den Altvätern wenn das Gebet ins Herz absteigt. Das ist eine Prozedur, die sehr viel Liebe Demut und Leben nach Christus vorraussetzt. Dann wird das Gebet zum ständigen seelischen zustand und der mensch gehört ganz Gott.
Das kann aber ein verheirateter Mensch ,glaube ich, nicht vollziehen. :cry:
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Elvis
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Elvis »

rafaella hat geschrieben:
ElvisVrinic hat geschrieben:
also erstmal sei gesagt, es ist für jeden möglich das jesusgebet zu halten, nur halt in seinen maße. Sicher wie unsere monastischen Brüder und Schwestern zu beten (meine damit die Quantität nicht di Qualität) ist fast gar nicht zu meistern, wer in dieser Welt lebt. Aber es gibt ja regelwerke oder ähnliche, indem man z. B. 3 mal 33 gebete konzentriert zu verrichten, am tag. Berede dich damit mit deinen Geistlichen Vater, denn es gibt regeln indem man bis zu 2400 Jesusgebete zu sprechen hat. :shock: .

Ausserdem muss man es ja auch nicht nur in gewissen "dekaden" machen. Man kann einfach nur, vor allem wen man in geistiger oder physischer Bedrängnis ist, das Gebet sprechen - es ist eine art Flammenschwert, das diverse dämonen einfach vertreibt - sehr gut für die askese :mrgreen:.

P.S. das dieses Gebet so grosse macht hat habe ich echt nicht gedacht. :D
Lieber Bruder,

das ist schon richtig was Du sagst, auch ich selbst versuche nach meinen Massen das Jesusgebet zu beten, in Absprache mit meinem geistlichen natürlich. Ich meine aber etwas anderes. das wahre Jesusgebet führt dazu, dass man es ständig betet. Auf griechisch heisst das "kardiaki Proseychi", das geschieht, nach den Altvätern wenn das Gebet ins Herz absteigt. Das ist eine Prozedur, die sehr viel Liebe Demut und Leben nach Christus vorraussetzt. Dann wird das Gebet zum ständigen seelischen zustand und der mensch gehört ganz Gott.
Das kann aber ein verheirateter Mensch ,glaube ich, nicht vollziehen. :cry:

Bei GOTT ist alles möglich
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von rafaella »

Natürlich,
alles ist möglich für Gott, aber als verheiratete Christin ist es für mich persönlich unmöglich, aus verschiedenen Gründen. Vor allem, weil man sich nicht ganz Gott hingeben kann, vor allem am anfang des ehelichen und geistlichen Lebens. es gibt natürlich auch heilige Ehepaare, die wie Geschwister zusammenleben und ihr ganzes Leben und ihre ganze Habe Gott hingeben, weder dem ehepartner noch den Kindern. Aber seien wir ehrlich, das sind wenige. Die meisten von uns leben mehr in dieser als in der anderen Welt und der alltag nimmt ein grosses Stück unserer Gedanken und unseres seins ein.
die GANZE seele muss doch Jesus Christus gehören, jeder Gedanke, um das Gebet zu halten, und man muss rein sein von Leidenschaften.....

Aber wie gesagt, alle können und müssen das Jesusgebet beten, es ist soo eine grosse waffe für die Christen.... jeder halt in seinem kleineren oder grösseren massen....
mein Mass ist halt klein.
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Elvis
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Elvis »

hehe das kann eine "diskussion" werden. :D

naja damit haste vollkommend recht. Aber erinnere dich doch bitte an die Worte des apostel Paulus. ....Sagt GOTT allzeit dank...

verstehst du. Es ist ja nicht nur das Gebet, sondern auch die Werke bzw. die Arbeit sei es im haushalt am PC oder sonstwo - ja sogar wenn du kaffee trinkst gegen eine kleine Bekreuzigung mit dem Jesusgebet auf den lippen ist doch nichts einzuwenden.

Ausserdem ist ja körperliche Arbeit für Mönche und Nonnen Verpflichtet.

Der einzige unterschied ist ja auch, dass wir ja mehr in den "praktischen" disziplinen wie friedensstiftung usw. in unserer gegebenen weise wirken können, während unsere monastischen Brüder und Schwestern wiederum in den Geistlichen Disziplinen eine höhere aufgabe haben, oder. Ausserdem muss man es erst schaffen ein Kind zu erziehen.

Die Theosis ist ja nicht nur mit dem Gebet verbunden - es ist eine komplette unterwerfung der DREIEINEN GOTTES, DER GESCHAFFEN HAT HIMMEL UND ERDE.

Sicher um es andauernd zu Beten bedarf es Zeit. ABER VOR ALLEM DER GNADE GOTTES.

Es gibt, so denke ich mal, ja auch schema-mönche und nonnen denen jenes (noch) nicht gegeben ist.

Daher ist ja auch die innere wachsamkeit usw. sehr wichtig.

Man sollte nicht vergessen, die Sakramente zu empfangen. Also immer schön Beichten und Kommunizieren. Ich bin schon am Überlegen ob ich mich am Gründonnerstang mit dem Heiligen Myron in der Krankensalbung salben lassen - mal sehen.

Auf jeden fall ist die Familie kein Hinderniss um GOTT zu gehorchen oder ihm näher zu sein - nein man verherrlicht ihn doch so gesehn dadurch, sage ich jetzt mal.

Also weiter hoffen und immer an Christus denken :loveit:
Am Anfang war das Wort und das Wort war bei GOTT und GOTT war das Wort. Dieses war im Anfang bei GOTT. Alles ist durch es geworden, und ohne es ist nichts Geworden. Was geworden ist - in IHM war das Leben, und das Leben war das Licht des Menschen und das Licht scheint in der Finsternis und die Finsternis hat es nicht ergriffen (begriffen, erfasst). (EVANGELIUM nach Johannes)

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rafaella
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von rafaella »

Da sind wir uns vollkommen einig, in allen Punkten. Der Mensch muss Beten, in allen Lebenslagen! :angle:

Ich spreche ja auch nur von dem konkreten, nie aufhörenden Jesusgebet... denn als Ehepaar hat man da einige... wie soll man das sagen.... Tätigkeiten, die zwar in der Ehe keine Sünde darstellen, aber trotzdem im Gebet stören.
So jetzt hab ich s mal gesagt und dann macht es weg wenn ihr meint, dass es in ein christliches Forum nicht hineingehört... :oops:
Is nun mal die Wahrheit..... die Reinheit hat da nunmal eine andere Charis und Kraft! Weil ich da öfter Mal das Gegenteil höre..... und d sind noch die alltagsprobleme wie Arbeitssorgen, Kinder etc....
Ich meine, manches muss auch mal ausgesprochen werden, ein verheirateter Mensch kann halt kein Mönch sein, aber auch ein Mönch ist nicht immer ein guter Mönch und Gott weiss natürlich mit welchem Mass Er, der Herrliche, unser Schöpfer, über die Menschen urteilen wird...
Und Du sagst ja auch: "Die Theosis ist ja nicht nur mit dem Gebet verbunden - es ist eine komplette unterwerfung der DREIEINEN GOTTES, DER GESCHAFFEN HAT HIMMEL UND ERDE."
das ist sehr schwer in einer Ehe zu schaffen........ das ist soundso sehr schwer zu schaffen!

Gott möge sich unserer erbarmen....

Krankensalbung haben mein Mann und ich schon einmal zuhause machen lassen!!! Das war WUNDERSCHÖN! Wir haben uns vorgenommen, das jedes Jahr zu machen!
Gründonnerstag? Kann da jemand übersetzen? Wann ist das?
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von danadoina »

rafaella hat geschrieben:...
Gründonnerstag? Kann da jemand übersetzen? Wann ist das?
der Donnerstag der Karwoche
rafaella
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von rafaella »

zu Ostern also?

da planst du aber ganz schön voraus.....
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Nassos
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Nassos »

rafaella hat geschrieben:Da sind wir uns vollkommen einig, in allen Punkten. Der Mensch muss Beten, in allen Lebenslagen! :angle:

Ich spreche ja auch nur von dem konkreten, nie aufhörenden Jesusgebet... denn als Ehepaar hat man da einige... wie soll man das sagen.... Tätigkeiten, die zwar in der Ehe keine Sünde darstellen, aber trotzdem im Gebet stören.
So jetzt hab ich s mal gesagt und dann macht es weg wenn ihr meint, dass es in ein christliches Forum nicht hineingehört... :oops:
Is nun mal die Wahrheit..... die Reinheit hat da nunmal eine andere Charis und Kraft! Weil ich da öfter Mal das Gegenteil höre..... und d sind noch die alltagsprobleme wie Arbeitssorgen, Kinder etc....
Ich meine, manches muss auch mal ausgesprochen werden, ein verheirateter Mensch kann halt kein Mönch sein, aber auch ein Mönch ist nicht immer ein guter Mönch und Gott weiss natürlich mit welchem Mass Er, der Herrliche, unser Schöpfer, über die Menschen urteilen wird...
Und Du sagst ja auch: "Die Theosis ist ja nicht nur mit dem Gebet verbunden - es ist eine komplette unterwerfung der DREIEINEN GOTTES, DER GESCHAFFEN HAT HIMMEL UND ERDE."
das ist sehr schwer in einer Ehe zu schaffen........ das ist soundso sehr schwer zu schaffen!

Gott möge sich unserer erbarmen....

Krankensalbung haben mein Mann und ich schon einmal zuhause machen lassen!!! Das war WUNDERSCHÖN! Wir haben uns vorgenommen, das jedes Jahr zu machen!
Gründonnerstag? Kann da jemand übersetzen? Wann ist das?
Keine Angst, das gehört dazu und sollte nicht wie etwas Schmutziges behandelt werden. Wenn die Ehe eine kleine Kirche ist, von Gott gesegnet, dann ist das auch gesegnet.
Mops
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Mops »

danke fürs kopieren, ich habe mich nicht getraut, wegen der Rechte... und bei langem Grübeln ob oder ob nicht, habe ich es dann gelassen...
holzi
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von holzi »

Mops hat geschrieben:danke fürs kopieren, ich habe mich nicht getraut, wegen der Rechte... und bei langem Grübeln ob oder ob nicht, habe ich es dann gelassen...
Zieht euch das Zitat schnell runter, spätestens am Sonntag werde ich es wieder löschen.
Das Christentum nimmt den Menschen, wie er ist, und macht ihn zu dem, was er sein soll. (Adolph Kolping 1813-1865)
Nassos
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Registriert: 18.12.2008, 21:43

Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Nassos »

Ist Abtippen in Ordnung?
Ehemaliger

Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Ehemaliger »

rafaella hat geschrieben:Da sind wir uns vollkommen einig, in allen Punkten. Der Mensch muss Beten, in allen Lebenslagen! :angle:

Ich spreche ja auch nur von dem konkreten, nie aufhörenden Jesusgebet... denn als Ehepaar hat man da einige... wie soll man das sagen.... Tätigkeiten, die zwar in der Ehe keine Sünde darstellen, aber trotzdem im Gebet stören.
So jetzt hab ich s mal gesagt und dann macht es weg wenn ihr meint, dass es in ein christliches Forum nicht hineingehört... :oops:
Is nun mal die Wahrheit..... die Reinheit hat da nunmal eine andere Charis und Kraft! Weil ich da öfter Mal das Gegenteil höre..... und d sind noch die alltagsprobleme wie Arbeitssorgen, Kinder etc....
Ich meine, manches muss auch mal ausgesprochen werden, ein verheirateter Mensch kann halt kein Mönch sein, aber auch ein Mönch ist nicht immer ein guter Mönch und Gott weiss natürlich mit welchem Mass Er, der Herrliche, unser Schöpfer, über die Menschen urteilen wird...
Und Du sagst ja auch: "Die Theosis ist ja nicht nur mit dem Gebet verbunden - es ist eine komplette unterwerfung der DREIEINEN GOTTES, DER GESCHAFFEN HAT HIMMEL UND ERDE."
das ist sehr schwer in einer Ehe zu schaffen........ das ist soundso sehr schwer zu schaffen!

Gott möge sich unserer erbarmen....

Krankensalbung haben mein Mann und ich schon einmal zuhause machen lassen!!! Das war WUNDERSCHÖN! Wir haben uns vorgenommen, das jedes Jahr zu machen!
Gründonnerstag? Kann da jemand übersetzen? Wann ist das?
Liebe Alexia, (ich bin mir nicht mehr sicher, aber so war dein Name, oder? Verzeih meine Vergesslichkeit)

ich bin, wie du, verheiratet und anderer Meinung. Eine Ehe ist eine vollgültige Form gottgefälligen Lebens (jedenfalls kann sie das sein :wink: ) so wie das mönchische Leben auch. Wenn wir in den Schriften lesen, dass Paulus zum zölibatären Leben rät, dann lesen wir ebenda auch, dass das seine persönliche Meinng ist.

Ich finde, es ist ebenso schwer, das Gebet im 'tagtäglichen' Leben eines Verheirateten, eines einsam lebenden 'Weltmenschen' oder auch eines Mönches zu leben. Die Frage heisst für mich eher: Was bitte ist damit gemeint?

Für mich reicht ein klingelndes Telefon oder jemand, der mich anspricht um mein 'Gebet' des täglichen Lebens zu stören. Und wenn ich, wie ich es von Zeit zu Zeit mal tue, einen halben oder einen ganzen Tag in der Stille verbringe, dann reicht auch eine Fliege oder ein Zwicken im Knie... Um abgelenkt zu sein muss ich nicht mit meiner Frau schlafen. Und wenn ich meinem geistlichen Vater zuhöre, dann sind die Anlässe etwas anders aber nicht minder zahlreich. Er erzählt von Unaufmerksamkeit mitten beim Beten... und das kenne ich sehr wohl auch! Ganz zu schweigen von meinem Beruf, für Vater Dosité ist es z.B. Rechnungen schreiben oder studieren, Einkaufen oder auch Unterweisung der Novizen. Ich glaube nicht dass das immerwährende Gebet sich für den 'Normalchristen' in der Art darstellt wie es im 'Pilgerbuch' dargestellt wird. Dazu gehört eine besondere Berufung... und die hält sicherlich andere Gefahren und Ablenkungen bereit.

Nein, ich meine, im immerwährenden Gebet zu leben heisst: Im vollen Angesicht Gottes leben und das immerzu, egal was ich mache oder auch nicht mache. (Währen ich hier schreibe bete ich übrigens NICHT!) Also in der Gegenwart, der Gewissheit zu leben, dass Gott mit mir ist und ich mit Ihm, und dessen bin ich mir beim Schreiben gewiss.

Ich mag die 'Gegeneinader-Abwägung' mönchischer und nicht-mönchischer Lebensweise nicht. Adam war verheiratet und Mose, Aaron und alle Hohepriester nach ihm, David und Salomo, Isaak und Abraham, die Profetinnen Hanna und Elisabeth, Aquila und Priscilla, wenn wir die Worte von Paulus, dass auch er ein Recht darauf hätte wie die anderen Apostel auch sich eine Gefährtin zu nehmen, dahingehend deuten, dass auch diese mit Frauen lebten, ja, dann fällt es mir schwer, eine besondere 'Heiligkeit an sich' im zölibatären Leben zu finden. Es ist eine der Formen gottgefälligen Lebens, oder?

Liebe Grüsse
Benedikt
Nassos
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Registriert: 18.12.2008, 21:43

Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von Nassos »

Und immerhin ist die Eheschließung ein Sakrament. Das wird durchaus seine Gründe haben. Und ist Wegbereiter für das nächste Mysterium, so Gott will: die Taufe.
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Re: Bedeutung des Jesusgebets für die orthodoxen Gläubigen h

Beitrag von rafaella »

Lieber Benedikt, lieber Nassos.

ihr habt vollkommen recht mit euren Aussagen und derselben Meinung bin ich auch. Deswegen habe ich mich auch für die Ehe entschieden, als ich vor der Entscheidung stand. Die ehe ist ein sakrament, ein grosser Segen, zwei menschen werden zu einem!!! ein Wunder! Es ist nicht so, dass ich die Ehe als minderwertig ansehe.
Aber ich spüre einfach aus eigener Erfahrung, und viele Väter unterstützen auch diese Meinung, dass die Ablenkungen in der Welt sehr viel mehr sind, und dass es etwas anderes ist nur für Gott zu leben und auch für einen anderen Menschen zu leben. denn wenn man alleine ist ist man ja nur in Jesus Christus verliebt, wie auch die Heiligen sagen. Wenn man einen Ehepartner hat, schwirren die Gedanken oft um das Wohlsein und die Liebe des anderen. Also ich spüre da schon den Unterschied in der Intensität meines Gebetes.
auf der anderen Seite ist es vielleicht in der Ehe einfacher sich in Geduld und Demut zu üben. Und wie gesagt, das Gebet ist ja nicht das einzige Mittel, um seine Seele zu retten.
Wie gesagt, Gott weiss, wie er über alle Menschen urteilt.....

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