Austausch über die Kopten, Altkalendarier, Altgläubige, usw.

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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Walter
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Beitrag von Walter »

Rene hat geschrieben:wie kann ich denn bei verschiedenen Kalendern z.B. mit meinem Bruder zusammen feiern?
Warum soll das denn nicht gehen? Ich kenne viele Gläubige, die mal die Liturgie nach im alten, mal nach dem neuen Kalender mitfeiern, je nachdem, wohin sie gerade zum Gottesdienst gehen. Auch Priester, die selbst nach dem neuen feiern und zudem andernorts regelmäßig aber auch im alten kozelebrieren. Natürlich wäre es schöner, wenn alle Orthodoxen (ja überhaupt alle Christen) sowohl Weihnachten als auch Ostern jeweils am gleichen Datum im Jahr feiern könnten ? aber die Kirchenspaltung liegt nicht am Kalender (allein schon in der ROK gibt es ja sowohl den alten wie neuen Stil).
γενηθήτω το θέλημά σου·
Rene

Beitrag von Rene »

Hallo Walter,
wie soll ich denn 2 mal die Geburt unseres Herrn feiern, oder Ostern? Da stehen mir ja die Haare zu Berge...
l.G. Rene
IoannesProselytos
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Beitrag von IoannesProselytos »

Rene hat geschrieben:Hallo Walter,
wie soll ich denn 2 mal die Geburt unseres Herrn feiern, oder Ostern? Da stehen mir ja die Haare zu Berge...
l.G. Rene
Über das mach' ich mir auch gedanken, muss ich sagen ...
Walter
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Beitrag von Walter »

Eigentlich feierst du das ja sogar in jeder Sonntagsliturgie. :wink:
γενηθήτω το θέλημά σου·
Rene

Beitrag von Rene »

Hallo,
Du weißt genau wie das gemeint ist. :roll: oder feierst du den Geburtstag Deiner Mutter auch mehrmals im Jahr?
Milo
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Beitrag von Milo »

Also liebe meine Nächsten,

kurz und bündig: viele Kalender sind ein Problem, gelöst wird es aber durch Konzile, nicht durch Shismata. Das fehlt, ein panorthodoxes Konzil...oder auch mehrere...aber nur so wird es weiter gehen - zum Guten - zu Gott, und nicht von Ihm weg.

Herzlich Euer,

wortkarger Br. M.

ps. was war eigentlich hier das Thema :roll:
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Sehr richtig, ein panorthodoxes Konzil muesste stattfinden!Merkwuerdigerweise ziehen es einige vor, sich mit Haeretikern einig zu werden...
Ieromonach
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Orthodoxe Kirche

Beitrag von Ieromonach »

Liebe Forumer, heute habe ich n och einmal den ganzen Strang durchgelesen und folgendes fällt dabei auf.
Betr.:Altkalendarier sind:
Unkanonisch
Hochmut der Bewegung
sie hätten auswandern sollen
wie leichtfertig sie den Leib des Herrn zerreissen
Engstirnig, Eigenbrötler
Schismatiker
bewusst sich aus der kanonischen Gemeinschaft entfernt
brechen mit der Lehre der Kirche
versündigen sich gegen die Katholizität der Kirche

Wichtig ist aber: Einheit in der Vielfalt und eucharistische Gemeinschaft.

................

Im Umgang mit Protestanten oder röm. Katholiken usw. habe ich von jenen die mir (uns) solche Dinge - siehe oben - vorwerfen nie solche Worte gehört. Gegenüber heterodoxen Gemeinschaften wird "ökumenische Liebe" und Verständnis geübt. Ein Gespräch in aufrichtiger örthodoxer Liebe mit uns ist man weder willig noch fähig.
Fast alle die obige Bemerkungen machten sind Konvertiten aus heterodoxen Gemeinschaften und dieses ist doch schon von Interesse.

Wir haben in der Kirche viele Probleme und da sollten wir uns n icht gegenseitig bekämpfen. Versuchen wir doch alle erst
einmal selbst zu heiligen und orthodox zu leben. Ich bemühe mich und habe deshalb in dem ganzen Strang nicht einmal orthodoxe Gläubige die den "Mischkalender" folgen angegriffen bzw. mit solchen Worten wie oben bezeichnet. Überlegt einmal ob dieses wirklich hilfreich ist wie hier mit mir und meinen Brüdern umgegangen wird. +P. Theodoros
Um Gott zu lieben muß man sich von sich selbst lossagen, und die Liebe Gottes läßt sich nur als Liebe des Herzens zu Gott wahrnehmen.
protopeter
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Beitrag von protopeter »

Lieber Archimandrit Theodor, Mitbruder im Herrn !

Ihre Ausführungen mögen durchaus berechtigt sein - wobei ich mich persönlich nicht im Hinblick auf den "ökumenischen Umgang" angesprochen fühle; eine ekklesiologisch begründete Gemeinschaft mit Häretikern und Schismatikern ist de jure et de facto vollkommen ausgeschlossen. Was aber, wenn die - und hier verwende ich diesen Terminus ganz bewußt - kanonische Orthodoxie von altkalendarischer Seite genau diese Vorwürfe zu hören bekommt - insbesondere bezüglich Kanonizität, Schisma, Häretikertum und Bruch der kirchlichen Katholizität ?

Ich hege keinen Zweifel daran, daß es innerhalb der altkalendarischen Bewegung durchaus (möglicherweise in nicht geringer Zahl) Geistliche und Gläubige gibt, die ein aufrechtes orthodoxes Zeugnis abgeben - es sei mir gestattet, hierzu auch Sie selbst zu zählen; umso schmerzlicher erscheint mir dann die Grundlage zur Trennung, die - und hier berufe ich mich auf die Kenntnis entsprechender Quellenschriften wie auch auf persönliche Gespräche mit "altkalendarischen" Vertretern - zum Teil tatsächlich reine Ideologie ist.

Immer wieder wird in diesem Kontext dann Meletios Metaxakis erwähnt; natürlich stimmt es, daß dieser Mann Kontakte zu freimaurerischen Kreisen hatte, daß sein häufiger jurisdiktioneller Wechsel gegen kanonische Vorschriften war usw. - aber es scheint mir mehr als überzogen und deplaziert, Metaxakis zu einer "Überfigur" zu stilisieren, die vorgeblich 1923 eine "neue Orthodoxie" geschaffen hätte. In der Folge werden alle, die an diesen angeblichen "Neuerungen" teilhaben, als Abtrünnige, Renegaten, Häretiker...desavouiert. Noch absurder erscheint demgemäß die Existenz der "Altkalendarier" in Serbien mit ihren ständigen Anschuldigungen gegen den Patriarchen und Vertreter des Episkopates, mit Neutaufen (!!!) der zu ihnen Übertretenden, wobei sich deren Zahl - Gott sei Dank ! - in Grenzen hält.

Es wurde schon mehrmals erwähnt, daß die Reaktion gegen altkalendarische Kreise in Griechenland gewissermaßen aus "Staatsräson" geschah und es zu jener Zeit auch von Seiten der Regierung Inititaiven gab, den Status der "Staatskirche" an die "Erfordernisse der Zeit" anzupassen; hierzu ist nur zu sagen, daß ein solches Unterfangen mehr als problematisch genannt werden muß - egal, um welches weltanschaulich-politische System es sich auch handeln mag.

In diesem Sinne mußte sich die altkalendarische Bewegung als im Widerstand exisiterend begreifen; dieser ist gerade auch im Hinblick auf das Trojanische Pferd des Ökumenismus angebracht. Was allerdings das Verhältnis zur orthodoxen Ökumene anbelangt - und hier hätten sich ja schon mehrmals Gelegenheiten zu einer Wiederaufnahme voller kanonischer Gemeinschaft angeboten - scheint klar zu sein, daß die Altkalendarier im Wesentlichen dieselbe Haltung wie gegenüber heterodoxen Bekenntnissen einnehmen. "Wahre orthodoxe Christen" - gut, "Synode der Widerstand Leistenden" - in Ordnung, solange es um die Bewahrung und Verkündung der rechtgläubigen Überlieferung im Rahmen kirchlicher Katholizität und Konziliarität bestellt ist; alleine die Festlegung auf äußere Bedingungen sollte nicht Grundbedingung und Wesensinhalt des orthodox-kirchlichen Zeugnisses in der Welt sein.

Brüderliche Grüße sendet
Erzpr. Peter
holzi
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Beitrag von holzi »

protopeter hat geschrieben:(...)Immer wieder wird in diesem Kontext dann Meletios Metaxakis erwähnt; natürlich stimmt es, daß dieser Mann Kontakte zu freimaurerischen Kreisen hatte, daß sein häufiger jurisdiktioneller Wechsel gegen kanonische Vorschriften war usw. - aber es scheint mir mehr als überzogen und deplaziert, Metaxakis zu einer "Überfigur" zu stilisieren, die vorgeblich 1923 eine "neue Orthodoxie" geschaffen hätte. In der Folge werden alle, die an diesen angeblichen "Neuerungen" teilhaben, als Abtrünnige, Renegaten, Häretiker...desavouiert. (...)
Liebe Freunde,

ich bitte um die Erlaubnis hier etwas anzumerken:

zu dem o.g. Stichwort fällt mir ein, dass auch in der römischen Kirche diese Phänomene nicht unbekannt sind. So wird dem Papst Johannes XXII. und seinem Nachfolger Paul VI. ebenfalls Freimauerei von Seiten der Sedivakantisten und Piusbrüder vorgeworfen. Mit dieser Begründung werden dann sämtliche Reformen dieser Päpste in Bausch und Bogen verdammt. Dass die Liturgiereform von 1969 in der Tat nicht der Weisheit letzter Schluss ist, mag durchaus zutreffen, wenn man sich ansieht, was daraus geworden ist, aber das Phänomen der "wahren Christen im Widerstand" gibt es auch "bei uns" im Westen. Ebenso wie das der ewigen Neuerer, die die traditioneller gestimmten Gläubigen als Reaktionäre und Ewiggestrige ausgrenzen.

Nun wieder zurück zum eigentlichen Thema ;)

Grüße
Konrad
Ieromonach
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Orthodoxe Kirche

Beitrag von Ieromonach »

Hochwürdiger Herr Erzpriester P. Peter, geliebter Bruder im priesterlichen Dienst,
vielen Dank für Ihre Antwort. Vom Patr. Jurusalem gab es tatsächlich das Angebot der Kinonia. Dieses wurde aber, so wie man mir sagte, abgelehnt weil es dann zwei orthodoxe Kirchen In Hellas gegeben hätte.Zur Zeit ist das Klima zwischen beiden Hierarchien ziemlich entspannt. Natürlich sind auch auf beiden Seiten Hitzköpfe. Aber es sind ja Griechen und wir wissen wo zwei Griechen sind existieren 6 Meinungen.
Was kann gemacht werden? gegenseitige Besuche bei kirchlichen Feiern und Einladungen unter Bischöfen und Priestern. Ist auch vorhanden. Die Personen von 1923 haben natürlich Spuren hinterlassen. Jetzt sag ich etwas sehr "böses".Viele Probleme sind auch Fragen der Bildung!!!
Gegenseitige Vorwürfe bingen keine Einheit, wohl aber gegenseitiges Kennenlernen. ...... In den letzten 25 Jahren -in den ersten 10 Jahren sind Bischöfe und Priester, geheim, bei ir gewesen und wolltens lernen wie man richtig tauft usw.. Alles unter dem Mantel der Verschwiegenheit. Vielleicht was (ist) das meine Existenzberechtigung. Habe aber auch gesehen wie ein Priester, hier in Berlin, mit einer Cola Flasche (mit Wasser gefüllt) taufte, obwohl er sich als Schüler von V. Justin P. lobte. Na, solches kommt immer wieder vor. Fehler und dummes Verhalten von Priestern wird man n ie verhindern können. Doch "wahre orthodoxe Christen" sind die, die die Orthodoxie leben und dieses ist in allen sog. "Jurisdiktionen" möglich. Beten und leben wir in der Überlieferung der Väter dann sind wir auch auf dem Weg zur Harmonie in der Kirche.
fehlbarer +P. Theodoros
Um Gott zu lieben muß man sich von sich selbst lossagen, und die Liebe Gottes läßt sich nur als Liebe des Herzens zu Gott wahrnehmen.
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Beitrag von protopeter »

Lieber Mitbruder, Archimandrit Theodor !
Jetzt sag ich etwas sehr "böses".Viele Probleme sind auch Fragen der Bildung!!!
Gegenseitige Vorwürfe bingen keine Einheit, wohl aber gegenseitiges Kennenlernen (...) Fehler und dummes Verhalten von Priestern wird man n ie verhindern können. Doch "wahre orthodoxe Christen" sind die, die die Orthodoxie leben und dieses ist in allen sog. "Jurisdiktionen" möglich.
Absoluter Konsens ! Zu dem von Ihnen Gesagten noch eine kleine persönliche Anmerkung: Vor nun schon etlichen Jahren kam ich ins Gespräch mit einem amerikanischen Priester, der russische Vorfahren hatte und mir erzählte, daß er immer wieder nach seiner jurisdiktionellen Zugehörigkeit gefragt wurde (wie schon gesehen, innerorthodox offenkundig ein keineswegs unverfängliches Thema !) und er so schließlich zur "allumfassendsten" Antwort kam: "My jurisdiction is God !" - und ich fand, er hatte in einem sehr bestimmten Sinne recht !

Herzliche brüderliche Grüße sendet
Erzpr. Peter
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Liebe Brueder und Schwestern,
jem hat einmal gesagt: Ein Volk, dass seine Vergangenheit nicht kennt, hat auch keine Zukunft.
Gleichermassen wuerde ich sagen, dass die Orthodoxie keine Zukunft hat, wenn sie ihre Wurzeln vergisst.
2000 Jahre Orthodoxie. 2000 Jahre Heilige Menschen, Martyrer, Offenbarungen Gottes.
Jesus Christus hat gesagt: Ich bin die Wahrheit!
Es kann nicht "viele Wahrheiten" geben. Warum sollten die Orthodoxen mehr und mehr von der Wahrheit, der sie folgen, veraendern? Laesst sich die Wahrheit veraendern? Ist sie dann noch Wahrheit?
Die Kalenderfrage ist nur der Anfang. Am Horizont sind schon gemeinsame Gottesdienste mit Haeretikern zu sehen... Vereinbarungen werden unterschrieben...die Orthodoxie wird "verkauft".
Und die Kalenderfrage ist auch nicht so unwichtig! Denn wenn in Jerusalem die Glocken zu einem Fest laeuten, muessten sie auf der ganzen Welt ebenso tun! Warum muss man den Kalender unbedingt aendern??? Aus welchem Grund feiern die Orthodoxen nicht mehr zusammen???
Wenn wir das Leben und Wirken der Heiligen der Orthodoxie erkunden, sehen wir, dass sie nicht ein Komma am Wort Gottes und an der Tradition veraendern wollten! Eine Orthodoxie ohne Tradition wird zum Katholizimus und ausserdem unglaubwuerdig! Denn was ist das denn fuer eine Wahrheit, die sich verandern laesst?? Denkt mal darueber nach!

Es gibt Menschen, die diesem Strom der Veranderungen in der Orthodoxie nicht folgen wollten und nun AK gennant werden. Ich weiss nicht, ob es richtig war von ihnen nicht von innen zu kaempfen, aber vielleicht war dies auch nicht moeglich. Wenn es den AK ich Griechenland nicht gaebe,denn ueber diesen kann ich nur sprechen, waeren viele von den Traditionen schon vergessen worden. Und fast niemand wuerde etwas gegen den Oekumenismus sagen.
Also bitte, ein bisschen Respekt gegenuweber diesen, die die Orthodoxie lieben und fuer sie kaempfen wollen. Natuerlich gibt es auch Ausnahmen, aber vielleicht sollten wir erst einmal in unserer NK Kirche nach dem Rechten schauen.....

In Christlicher Liebe
protopeter
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Beitrag von protopeter »

Liebe Rafailia !

Bei aller Sorge um unsere Kirche und den dazu gemachten Aussagen - die ich Ihnen im rechtgläubigen Bewußtsein, daß alle Gläubigen Träger der Tradition sind, zugestehe - frage ich mich jedoch, ob Sie die Aussagen des ehrwürdigen Archimandriten Philotheos Zervakos wirklich richtig verstanden haben, denn dieser betont ja gerade, daß die Rechtgläubigkeit in erster Linie nicht an kalendarischen Berechnungen hängt, sondern am Glauben an die in Jesus Christus grundgelegte gottmenschliche Synergie, die eben die absolute offenbarte Wahrheit ist !

Ich denke auch, daß das von Ihnen apostrophierte Traditionsverständnis nicht unbedingt dem orthodoxen Begriffsumfang der paradosis entspricht - diese ist nämlich vor allem (und hier wiederhole ich mich zum ungezählten Mal) durch das Prinzip der Einheit im Glauben in der Vielfalt der Traditionen gekennzeichnet. Wenn Sie dazu den Ökumenismus, der nicht nur Ideologie sondern Panhäresie ist, gewissermaßen als Vergleichskriterium in die Diskussion einbringen wollen, halte ich dies für mehr als unpassend - um in Schisma und Häresie zu verfallen, bedarf es wohl mehr als eines veränderten Kalenders !

Mit Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Hochwurdiger Erzpr. ,
ich glaube, ich habe auf ihre Frage geantwortet:

Die Kalenderfrage ist nur der Anfang. Am Horizont sind schon gemeinsame Gottesdienste mit Haeretikern zu sehen... Vereinbarungen werden unterschrieben...die Orthodoxie wird "verkauft".


Paradosis(griech)=Tradition
Tradition nicht der einzelnen Laender, wie es Sie wahrscheinlich meinen, wenn Sie von "Einheit im Glauben in der Vielfalt der Traditionen" sprechen. Natuerlich muss jedes Land seine Traditionen pflegen, solange sie mit der Orthodoxie zu vereinbaren sind.
Sondern Tradition des Glaubens. Ich glaube, alle wissen, was man damit meint. Man meint zB die Lehren unserer Heiligen, wie zB des Heil Basilios und Athanasios und Chrysostomos usw usw..
Ausserdem meint man die Tradition was die Leitourgie betrifft.
Tradition in allen Glaubensfragen.
Warum nicht auch Tradition in der Kalenderfrage, damit alle Orthodoxen zusammen feiern koennen? Daran sieht man, dass die Kalenderfrage keinesfalls so simpel ist. Der Kalender war nur der Anfang, und ich glaube, das wird immer klarer! (siehe Treffen in Ravenna zB).
Ich sah ein Photo, wo der Patriarch die Hand des Papstes kuesst!

Wissen Sie, wie man das hier in Griechenland nennt? Verrat.
Entschuldigen Sie mich fuer diese kosequenten Worte, aber ich liebe Jesus Christus, und natuerlich die orthodoxie, die die Wahrheit von Jesus Christus ist, mehr als alles und fuer diese muessen alle Christen kaempfen.
Gerontas Filotheos hat den alten Kalender bevorzugt. Er hat nur von Fanatismus abgeraten.

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