Austausch über die Kopten, Altkalendarier, Altgläubige, usw.

Orthodoxe Kirche und Gesellschaft, Theologie
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rafailia_3
Beiträge: 141
Registriert: 06.11.2007, 18:27
Wohnort: Griechenland

Beitrag von rafailia_3 »

Lie Christen,
Das Gericht musste Stelllung nehmen als eine nicht subjektive Instutition der Gesellschaft. Denn viele NK haben faelschlicherweise behauptet, das die "Mysterien" der AK ungueltig seien und das es keine "Fortsetzung" der Gabe von den Aposteln her gab.
Wo haette das sonst geloest werden koennen? Von den NK? Wie haette die Entscheidung wohl ausgesehen...? :)
Ich glaube das ist ein Thema zwischen den Orthodoxen.
Rene

Beitrag von Rene »

Avner hat geschrieben:Ja Entschuldigung, aber es regt mich einfach auf :cry: Der einzige Grund, warum die RKK an Gesprächen teilnimmt ist, dass sie die Orthodoxen zu Katholiken machen möchten, oder lieg ich falsch?

LG :cry:
Hallo,
so ganz falsch liegst du da nicht, denke ich. Das Uniatentum ist da ein deutlicher Hinweis, macht mal, aber der Papst ist euer Oberhaupt... mal ganz vereinfacht gesagt.
beste Grüße
Rene
Rene

Beitrag von Rene »

rafailia hat geschrieben:Liebe Christen,

es gibt Urteile des Verfassungsgerichtes die bestaetigen, das die AK in Kommunion sind und "Charis" so nennen wir das hier, haben. Deswegen sind auch die geschlossenen Ehen und Taufen etc gueltig.
Niemand hat das Recht, diese Dinge zu bestreiten und den AK Priestern vorzuwerfen sie seien nicht geweiht etc.. Ich glaube die Menschen, die diese unchristlichen Unterwerfungen aussprechen haben entweder noch nie einen AK kennengelernt oder haben oder unterstuetzen den Oekumenismus, der den AK natuerlich zuwider ist.
Ich bin NK aber vor allem orthodox und diese Menschen SIND orthodox und einige von ihnen sind in vielen Dingen konsequenter als viele NK. Es gibt natuerlich auf beiden Seiten Fanatismus aber das muss aufhoeren.
Der Kalender haette nie geaendert werden sollen, das war ein grosser Fehler, der die Orthodoxen Griechenlands zweigeteilt hat.
Ich glaube jeder kann seine Meinung haben aber Beschimpfungen sind wohl nicht sehr christlich....
Gott zum Gruße,

sehr schöne Worte.
Ich hatte auch Kopien solcher Urteile vor Augen, die mir allerdings übersetzt werden mussten :oops:
Klar auch, Fanatiker gibt es überall, egal welcher Richtung.
Wie ich gehört habe, gibt es diese giftigen Dispute unter den normalen Griechen nicht mehr. Das ist eigenartigerweise gerade außerhalb Griechenlands ein großes Problem. Eigenartigerweise auch besonders bei Menschen, die vorher römisch katholisch waren und dann aus den verschiedensten Gründen orthodox geworden sind.
Manche Griechen gehen auch mal zu den NK und mal zu den AK, was für sich spricht.
Also, lassen wir diese Denatten lieber und bemühen uns orthodox zu leben.
Wenn der Herr es für richtig hält, wird diese Trennung vielleicht auch aufhören.
beste Grüße
Rene
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Rene ich stimme Dir zu.

Wir sollten uns alle darauf konzentrieren, so richtig wie moeglich gegenueber Gott zu sein, Ihn mit aller Kraft zu lieben und zu dienen.
Und nicht von der Orthodoxie und ihrer Tradition abzuweichen. Das haben auch die Heiligen getan und das sollten besser wir auch tun als uns gegenseitig abzugrenzen.
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Werte Rafailia!

ich möchte nachhacken (nicht etwa, weil ich eine haßerfüllte Stellung gegenüber den Altkalendariern hätte, sondern weil ich mich sehr wundere). Mit welcher Vollmacht kann ein weltliches Gericht in ekklesiologischen Fragen entscheiden ? Welche "Gültigkeit" erfahren solche Beschlüsse ? Hätte selbiges auch ein türkisches, italienisches oder anderes Gericht proklamieren und für rechtskräftig erklären können? Dies möchte ich Ihnen sagen: derartige Beschlüsse sind nichtig für die Kirche, wenn sie nicht aus der Kirche geboren sind ! Eine Lösung kann nur in der apostolischen Tradition unserer Kirche gefunden werden, im aufrichtigem Dialog bestärkt im beidseitigen Willen vollständig wieder vereint zu sein. Man täte gut, wenn man die vollständige Einheit auf diesem Wege sucht und den "netten" Beschluß nicht weiter als Lösung wertet. möchte man sich nicht der Lächerlichkeit preisgeben.

Mit lieben Grüßen
Sebastian
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Lieser Sebastian,
es ist natuerlich nicht schoen wenn ein weltliches Gericht ueber ein Thema der Kirche entscheiden muss. Da hast du recht.
Aber es gab Fanatismus von Seiten der Nk und die Mysterien wurden von den Priestern des NK nicht anerkannt. Es gab Probleme, wenn jem. z B in einer AK Kirche heiraten wollte.
Natuerlich muesste dieses Problem mit dem Dialog aus dem Weg geschafft werden, aber wir sehen das die NK wohl lieber mit den Katholiken als mit den Orthodoxen diskutieren. Die Unterschiede im taeglichen Kirchenleben werden immer groesser als Folge der "verwestlichung" wuerde man sagen der orthodoxen Kirche.
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Hallo nochmals,

1.) ein griechisches Gericht, kann nur für den Geltungsbereich des griechischen Gesetzes einen Beschluss erwirken. EU Wirksamkeit erfährt es erst, wenn man es als EU Recht einbringen möchte, d.h. es muss auch von EU Seite bestätigt werden.

2.) Beschlüsse können nur gesellschaftlichen, irdischen Charakter besitzen - so handelt es sich bei der Rechtsprechung vornehmlich um die Anerkennung der von AK geschlossenen Ehen. Warum? Weil in Griechenland eine kirchliche Hochzeit gleichzeitig standesamtliche Rechtskraft erwirkt. Mit der staatlichen Anerkennung von Altkalendariern geschlossenen Ehen, ermöglicht man also Menschen sich bei AK trauen zu lassen, was dann gleichzeitig standesamtliche Ehe bedeutet. Dies hat aber rein gar nichts mit einer ekklesiologischen Lösung zw. AK und Orthodoxer Kirche zu tun.

Einzig die Heilige Kirche, welche der Leib Christi ist, hat Vollmacht in kirchlichen Dingen zu entscheiden und dies im Diesseits, wie im Jenseits. Oder gab Christus Richtern Vollmacht auf Erden zu Binden oder zu lösen?

Mehr möchte ich hier nicht sagen.
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Lieber Sebastian,
fuer Dich und viele Andere gehoeren die AK nicht zu der Einen Heiligen Orthodoxen Kirche. Das hast Du gerade mit Deiner Stellungnahme bewiesen. Du unterstellst zB unserem V. Theodoros und anderen Priestern des AK dass sie keine richtige Priester ist, richtig?
Es gab einmal haeretisch Stroemungen in der Orthodoxen Kirche. Damals wurde wieder viel mit dem Papst diskutiert. Der Heilige Markus (o Evgenikos) lebte damals und sagte: Wenn die Kirche haeretisch wird dann bin ich die Kirche. Er wurde verfogt und verbannt und am Ende bewies sich seine Heiligkeit.
Viele in der Orthodoxen Kirche wurden schon verfolgt und verbannt, Heilige Menschen, deswegen
Ich kann nur fuer Griechenland sprechen, nicht fuer ganz Europa.
Weshalb dieser Fanatismus ist meine Frage??
Rene

Beitrag von Rene »

Werter Bruder Sebastian,

in diesem Zusammenhang möchte ich das Wort der Staatskirche einbringen, welches hier für Griechenland zutrifft.
Zudem, mit der Gerichtsbarkeit. Wenn jemand in einem Land verurteilt wird wegen eines Verbrechens, dann wird er auch von EU Staaten ausgeliefert. Demnach hat es auch EU weit Bedeutung.
Um aber wieder auf das Thema zurückzukommen, es ist schon bezeichnend, dass die fanatischsten Reden gegen die AK in Griechenland scheinbar von Nichtgriechen geführt werden.
beste Grüße
Rene
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Liebe Rafailia,

von meiner Seite aus kann ich sagen, dass ich weder fanatisch noch haßerfüllt bin. Vielmehr ist meine Auffassung, dass wir um die Einigung und Rückführung beten sollten. Einzig, ich beleuchte hier das von Ihnen eingebrachte Argument, es habe eine gerichtliche Entscheidung ("Lösung") gegeben, die ekklesiologische Bedeutung für die OK hätte und das ist schlichtweg nicht richtig.

Mit freundlichen Grüßen
protopeter
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Beitrag von protopeter »

Liebe Rafailia !

Ich denke, Sie sollten sich - bevor Sie sich zu verallgemeindernden Aussagen verleiten lassen - auch darüber bewußt werden, daß es eben altkalendarische Bewegungen gibt, die für sich einen "Exklusivanspruch" besonderer Rechtgläubigkeit reklamieren. Eine solche Auffassung widerspricht jedoch jeglicher biblisch-kirchenväterlich grundgelegten Ekklesiologie; dies alles hat allerdings überhaupt nichts mit der Verwendung des sogenannten "alten Stils" zu tun.

Im Übrigen scheint es mir äußerst unpassend, das Wirken des Kirchenvaters Markos Evgenikos, der in Zeiten höchster Krisen die Rechtgläubigkeit verteidigte, in die "Kalenderdiskussion" einzubringen - hierzu fehlt nun wirklich jegliche Analogie.

Mit Segenswünschen grüßt
Erzpr. Peter
rafailia_3
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Beitrag von rafailia_3 »

Evlogite,
Ich lehne JEGLICHE Art von Fanatismus ab, von beiden Seiten.
Ich lehne den Fantismus dieser AK ab, die sie meinen, ich habe jedoch noch nie solche kennengelernt. Stattdessen habe ich viele NK kennengelernt die meinen, das Ak waere ungueltig!Wenn das kein Fanatismus ist, dann weiss ich auch nicht..

Ich kenne mich sehr gut aus in dieser Themen lieber Pater:

Im Übrigen scheint es mir äußerst unpassend, das Wirken des Kirchenvaters Markos Evgenikos, der in Zeiten höchster Krisen die Rechtgläubigkeit verteidigte, in die "Kalenderdiskussion" einzubringen - hierzu fehlt nun wirklich jegliche Analogie.

Ich glaube es gibt so eine Krise auch heute in unseren Tagen.

Lieber Sebastian, ich habe Dir so etwas nicht vorgeworfen, ich glaube wir muessen alle beten, wie Du es sehr schoen gesagt hast.
Ieromonach
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Orthodoxe Kirche

Beitrag von Ieromonach »

Die Liebe zu unserem HErrn treibt uns und dieses unterstell ich allen die hier ihre Beiträge schreiben. An Sebastian gefällt mir der Enthusiasmus und Ehrlichkeit mit der er hier schreibt. ich bin fest davon überzeugt daß er seine Meinung in echter Liebe zur Kirche schreibt. Dieses möchte ich einmal sehr deutlich hier sagen. :!:
Zum Thema: Unsere Weihen sind alle von der ROAk und wir waren in Gemeinschaft bis vor einigen Jahren. Weshalb diese Kinonia gebrochen wurde möchte ich lieber hier nicht schreiben.
In Hellas ist die Orthodoxe Kirche ein Teil des Staates und ist tätig und
geordnet durch Verfassung und Gesetze. Das hat historische Gründe.ZU meinen die Kirche steht außerhalb der staatlichen Gesetze ist irrend. NIcht nur in Hellas sondern z.B. auch in Rumänien, ist die Synode bei Bischofsernennungen (Patriarchenwahl) an Gesetze gebunden; ich gebe zu daß diese zum Teil im Widerspruch zu den Kanones der ökum. Synoden stehen........ Auch denke ich, in solchen Konflikten wie z.B. in Hellas sollten sich Laien heraushalten denn hier sind die Bischöfe gefordert. --------Doch ist auffallend wie "Superkanonisch" sich gerade Konvertiten geben die Gestern noch "Freikirchler", "Protestanten" oder "röm. Katholiken" waren. ------ Wenn sich AK- Gruppen in Serbien gebildet haben so halte ich das aus meiner Sicht für problematisch. Doch kenne ich die Leute und Beweggründe nicht.--
ICH möchte zu diesem Thema, hier im Forum, nichts mehr sagen. Nur noch über pn. Trotz aller Polemik, BETEN WIR FÜREINANDER

+ P. Theodoros
Um Gott zu lieben muß man sich von sich selbst lossagen, und die Liebe Gottes läßt sich nur als Liebe des Herzens zu Gott wahrnehmen.
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Beitrag von protopeter »

Liebe Rafailia, die Gnade Unseres Herrn sei mit Ihnen !
Ich glaube es gibt so eine Krise auch heute in unseren Tagen.
Ja, die gibt es allerdings - es ist die durch den sogenannten "Ökumenismus" bedingte Beeinträchtigung des orthodoxen Zeugnisses; hierzu würde dann das Beispiel des Heiligen Markos von Ephesos tatsächlich passen.

In der Liebe Christi grüßt
Erzpr. Peter
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Beitrag von rafailia_3 »

Evlogite,

ich freue, mich, dass uns wir in diesem Thema einig sind.
Wir sollten alle als Orthodoxe Christen wahre Brueder und Schwestern sein und fuer die Orhtodoxie beten,

In christlicher Liebe
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